Im September könnte man …

  • jede Woche einen (Halb-) Tag zweckfreie Zeit einplanen – dem inneren Gleichgewicht zuliebe
  • in Ruhe frühstücken und es genießen
  • Ausschau halten nach den kleinen Wundern des Tages
  • einen Text, der einem gefällt oder etwas bedeutet, in Schönschrift abschreiben – einfach so, für sich selbst oder zum Verschenken
  • jemandem ein Überraschungspäckchen schicken
  • singen – egal, ob allein oder im Chor
  • nach Apfelbäumen am Wegesrand Ausschau halten, Äpfel ernten und einen Apfelkuchen backen, Apfelmus kochen …
  • sich an einen Lieblingsplatz setzen und lesen
  • sich bei jemandem melden, bei dem man sich schon längst melden wollte
  • den Oberkörper ganz langsam, Wirbel für Wirbel, nach unten zur Erde hin abrollen, Arme locker nach unten hängen lassen, und sich vorstellen: alles, was gerade noch belastend auf den Schultern lag, rollt, purzelt über die Arme und Hände zu Boden – fort… dann langsam, Wirbel für Wirbel, wieder aufrichten, Kopf zuletzt
  • mit einem Lieblingsmenschen essen gehen – oder für ihn/mit ihm kochen
  • im Dunkeln nach draußen setzen und in die Luft lauschen und schnuppern
  • am Ende des Tages 10 Minuten aufschreiben, was einen beschäftigt – den Zettel dann zusammenknüllen und wegwerfen – loslassen

Sommerabende

Den Abend im Garten ausklingen lassen, einen sanften Engel schlürfend, sternenbestrahlt und von lieben Menschen umgeben.

Oder allein, mit einem Buch in der Hand, eingehülllt ins sanfte Licht der Windlichter, als Musik das Zirpen der Grillen. Es gibt Momente, die überstrahlen den Tag.

Ort schöner lauer Sommerabende mit netten Menschen

Ein Beitrag von himmelgraublau – dankeschön!

 

Lebensfrage

Wenn du wüsstest, du hättest noch ein halbes Jahr zu leben – was würdest du dann unbedingt noch machen wollen?

Ich möchte jeden Tag so leben, als könnte es mein letzter sein. Denn das einzige, was ich wirklich zu gestalten habe, ist die Gegenwart, der jetzige Augenblick.

Und was ich unbedingt machen möchte – egal, ob ich das halbe Leben, nur noch ein halbes Jahr oder gar nur den heutigen Tag vor mir habe:

gnädig, liebevoll, barmherzig, gewürzt mit einer guten Prise Humor zuallererst auf mich selbst, dann aber auch auf meine Mitmenschen zu schauen, zu segnen statt zu verachten oder zu verurteilen, zu ermutigen statt niederzumachen.

Ob mir das gelingt? Ich wünsche es mir von Herzen – ahnend, dass auch das letztendlich nur bruchstückhaft gelingen wird, wie so vieles in diesem Leben. Der Versuch zählt – und dann: hinfallen – aufstehen – Krone richten – weitergehen… egal, ob nur noch heute, ein halbes Jahr – oder das halbe Leben.

(kleine Erklärung: In der Schreibwerkstatt erhielten wir eine zu beantwortende Frage vom Nachbarn. himmelgraublau hat dies hier getan).

Ein Beitrag von himmelgraublau – vielen Dank!

 

Morgendreizeiler

Leben entdecken in allen Facetten
was Neues ausprobieren
ausbrechen aus dem Gewohnten

Von himmelgraublau – vielen Dank!

 

Segen für eine Pilgerin

Bequeme Schuhe und eine große Portion Neugier

Schokolakritzriegel und ein offener Blick

eine Rast mit Schinkenbrot und Weizenbier

und ein dankbares Gedächtnis

seien Gefährten auf deinem Weg.

(ein Beitrag von himmelgraublau – dankeschön!)

 

Ein Jahr liegt vor mir

Ein Jahr liegt vor mir

wie ein weißes Blatt Papier.

Was bringt es mir?

Was geh ich an?

Was lass ich ruhn?

Wohin führt es mich?

Ich seh die vielen Möglichkeiten,

Aufgaben, Herausforderungen

und das, was ich immer schon mal tun wollte

und springe, jage

vom einen zum andren

unruhig, flüchtig, getrieben

ja keine Zeit verlieren

ja nichts verpassen

am besten alles gleichzeitig:

aufräumen

Post beantworten

kochen

entrümpeln

Termine absprechen

Urlaub planen

Papierkram erledigen

und die alte Dame besuchen,

was schon vor Weihnachten geplant war

Doch Halt!

Was ist denn dran?

Was liegt jetzt an?

Die Sonne scheint.

Lockt mich hinaus.

Durchatmen.

Gehen.

Laufen.

Weglaufen? Vielleicht.

Und Schritt um Schritt

wundersam

sortiert sich manches

von allein.

Ein Gastbeitrag von Himmelgraublau – dankeschön!

Man könnte …

Im verbleibenden Rest des Novembers könnte man …

Adventskalender basteln
wandern gehen
jemanden anrufen/besuchen, den man schon längst hätte anrufen/besuchen wollen
ins Kino gehen
die Kunst in der Natur wahrnehmen – Farben, Geräusche, Zugvögel am Himmel in erstaunlich geradlinigen Formationen, … – bestaunen und genießen
einen Abendspaziergang machen und in erleuchtete Fenster schauen
das tun, was einem gut tut – und das regelmäßig – und so die Seele weiten
einen Spieleabend organisieren
dem aktuellen Draussenkonzert lauschen: raschelndes Laub, krächzende Krähenvögel, brausender Wind, Zugvögel, …
mit einem Menschen aus einer anderen Generation/einem anderen gesellschaftlichen Milieu etwas unternehmen, Zeit verbringen und Vorurteile abbauen

Mal wieder ein Gastbeitrag von Himmelgraublau – dankeschön!