Wolkengedanken

Bild

Wolkengedanken

wir sehen von oben
Balkonwäsche und Dachgärten
aus Fenstern klingt Musik
färbt unser Rauschen und Knistern
wir spielen Sonnenspiele
die Erde glänzt so schön
wir schweben voran, immer voran
lösen uns ineinander auf
Zeit ist ein Tanz
im Blau

Gespräche am Suppentopf

die Suppe köchelt würzige Düfte
drumherum
fast drin
wir
dicht an dicht
vertieft in wichtige Gespräche
über Zwiebeln
und die richtige Garzeit von roten Bohnen
oh Zukunftssuppen!
das Virus wird uns nicht stoppen
wir werden euch kochen
Topf für Topf
für Topf

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die Nachtwandlerin, Lindasxstories, Myriade, Gedankenweberei, 
Emma Escamilla, Wortverdreher und Lebensbetrunken, der BerlinAutor, Vienna BliaBlaBlub, Heidimarias kleine Welt, Traumspruch, Red Skies over Paradies und Your mind is your only limit sind mit von der Partie. Viel Freude an so viel geballter Kreativität!

Wenn die Nächte windig sind

Wenn die Nächte windig und kalt sind und leise nach Zimt duften, dann ist es Zeit für die weiße Sehnsucht. Sie lässt uns die Fenster öffnen und nach Schnee Ausschau halten oder nach den ersten Schneeglöckchen. Wir ertappen uns dabei, wie wir in die kahlen Äste des Baumes draußen starren. Eine Taube guckt zurück, aber wir bemerken sie nicht.
Wir sehnen uns nach weißen Kerzen und einem Feuer im Garten mit klarem Traubenpunsch und danach, sinnlos Zeit vergehen zu lassen. Wir möchten sie als silbernen Nebel in den Himmel aufsteigen sehen, während wir leise Lieder summen. Dabei verzehren wir uns nach Stille und Schweigen, Hand in Hand wollen wir nach oben sehen und darauf warten, dass der Himmel sich endlich öffnet.
Wenn die Nächte windig und kalt sind und leise nach Zimt duften, dann ist es Zeit für die weiße Sehnsucht. Sie leuchtet unwiderstehlich, so wie damals der Stern geleuchtet haben muß.

der Stadt Bestes

im Straßenlabyrinth
haben sich neue Häuser ausgesät
sind aufgeschossen im Gartengrün
mit gelben und weißen kantigen Knospen
heilige Worte schweben aus ihren Schornsteinen
wie Pappelsamen im Licht
flüstern Sommergedanken und helle Wünsche
hüllen alte Stadtviertel ein
in Erdbeerträume und sanften Regen
durchweben die samtblauen Nächte
mit Glühwürmchengedanken
suchen der Stadt Bestes
jetzt und immerdar

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die Nachtwandlerin, Lindasxstories, Myriade, Gedankenweberei, 
Emma Escamilla, Wortverdreher und Lebensbetrunken, der BerlinAutor, Vienna BliaBlaBlub, Heidimarias kleine Welt, Traumspruch, Red Skies over Paradies und Your mind is your only limit sind mit von der Partie. Viel Freude an so viel geballter Kreativität!

Morgengebet

Morgengebet

ein utopischer Traumfänger
ist durch meine Nacht gehüpft
hat Bruchstücke des Tages gesammelt
erste Corona-Impfung in den USA
Karamellkekse, Telefonate und Tränen
gestapelt zu einem großen Kartenhaus
Werken ist in der Wichtelschule das Hauptfach
lass die Lehrer dort Meister sein
im Kleben von Bruchstücken
im Bauen von Kartenhäusern

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die Nachtwandlerin, Lindasxstories, Myriade, Gedankenweberei, 
Emma Escamilla, Wortverdreher und Lebensbetrunken, der BerlinAutor, Vienna BliaBlaBlub, Heidimarias kleine Welt, Traumspruch, Red Skies over Paradies und Your mind is your only limit sind mit von der Partie. Viel Freude an so viel geballter Kreativität!

in der Nacht

in der Nacht
fällt Schnee auf meine Schlafgründe
gleicht Unebenheiten aus
kühlt heiße Quellen
färbt schwarzes weiß
mein Herz schlägt frisch
unter der Eisschicht
Atemzüge schieben Schneewehen
über die Straßen
ich kratze frostige Augen frei
gletscherblau die Welt
eiszapfenbewehrt

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die Nachtwandlerin, Lindasxstories, Myriade, Gedankenweberei, 
Emma Escamilla, Wortverdreher und Lebensbetrunken, der BerlinAutor, Vienna BliaBlaBlub, Heidimarias kleine Welt, Traumspruch, Red Skies over Paradies und Your mind is your only limit sind mit von der Partie. Viel Freude an so viel geballter Kreativität!

Februarwünsche

Februarwünsche

Mein sind Sonnenschein, Wind und Mohnblumenduft! Und die kleine, grüne Götterspeise am Abend. Ich will über blühende Wiesen laufen und dabei Puderzuckerschneewolken aufwirbeln, mein ist der Blauhimmel mit den Wolkenschiffen, mein sind die Frösche in der Quelle und der erste Tee am Morgen. Dazu sollen Schneeflocken fallen! Mein Atem geht ein und aus und ein, das Brot duftet nach Herbst, solange ich bin. Mein ist der Schneenebel vor der Sonne und der Holunderblütensirup im Winterpunsch. Geh aus, mein Herz, und suche Freud, denn dies ist deine geschenkte Lebenszeit!

Fäden

leise Gespinste weben dünne Fäden
zwischen mir und anderen
hauchzart
leichter zu zerreißen als Luft
leuchtende Kostbarkeiten
wertvoller als alles
ich hüte sie sanft
Löwenmuttergefühle

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die Nachtwandlerin, Lindasxstories, Myriade, Gedankenweberei, 
Emma Escamilla, Wortverdreher und Lebensbetrunken, der BerlinAutor, Vienna BliaBlaBlub, Heidimarias kleine Welt, Traumspruch, Red Skies over Paradies und Your mind is your only limit sind mit von der Partie. Viel Freude an so viel geballter Kreativität!

lasst uns Wintersonne sein

lasst uns Wintersonne sein
an strengen Frosttagen
uns verströmend aus vollem Herzen
nichts zurückverlangen
die abweisende Landschaft ruft nach uns
gleissend hell verwandeln wir sie
wie der Höchste uns
nichts tragen wir ihr nach
wärmen die kalten Felsblöcke
streicheln die stechenden Dornen
erfrorenes Gras leuchtet auf mit uns
lasst uns die Erde verwandeln
durch den warmen Schein unserer Herzen
der Höchste wird lächeln
und alles wird hell sein

nach Lukas 6, 35-37