Algensushi

Ganz ehrlich, wer braucht dieses Zeug? Wenn ich kalten, klebrigen Reis mit saurer Gurke essen wollte (was ich nicht will), kann ich ihn auch so essen, ohne mühsam noch ein grünes Blatt drumherum wickeln zu müssen. Es hilft auch nicht, das Ganze in Sojasauce zu tunken. Dann schmeckt es nach kaltem, klebrigem Reis und saurer Gurke in Sojasauce.

Morgengrauen

Morgengrauen

lauwarmes Morgengrauen
streicht komplizenhaft
über die Beine
der Tag gähnt lustlos
übergibt meine Hand dem Alltag
er küsst mich feucht
auf beide Wangen
ich lächle ergeben:
wir sind wieder ein Paar

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.
Auch Wortgeflumselkritzelkram
Mutigerleben
WernerKastens
die Nachtwandlerin
Myriade
Gedankenweberei
Emma Escamilla
Wortverdreher
Lebensbetrunken
der BerlinAutor
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Red Skies over Paradies
Your mind is your only limit
Dein Poet
Geschichten mit Gott
Lindasxstories
Findevogel
und Traumspruch sind mit von der Partie.
Viel Freude bei allen Besuchen!

Ausgelesen: Erdennah. Von Andreas Noga.

Hier haben wir ein kleines Gedichtbändchen mit ganz, ganz wunderbaren sehr kurzen Gedichten rund um das Thema Gott und Glaube. Es ist sowohl von innen als auch von außen sehr schön gestaltet, mit Lesebändchen und einfarbigen, bunten Innenseiten, Titel und Rückseite sind silbern geprägt. Innen gibt es außer den Gedichten auf das Wesentliche reduzierte Zeichnungen von Eberhard Münch.
Wer sich mit Gott beschäftigt, hat mit Sicherheit viele Fragen (also ich zumindest), und die finden sich in Gedichtform in Erdennah wieder. Kurz, knapp und klug werden Lebensfragen, Hoffnungen und Sehnsüchte zu Satzfragmenten geformt, die voller Inhalt stecken und von denen man jedes als Tagesmotto verwenden könnte.
Ich habe sie sehr gern gelesen und werde sie mit Sicherheit auch noch öfter lesen. Der Autor ist übrigens auch auf instagram aktiv: andreas_noga.

Beobachtungen

Der Mann, der immer in meinem Zugabteil sitzt und braune Lederschuhe trägt, die so zerfleddert sind, dass sie ihm fast vom Fuß fallen, hat neue Schuhe. Es sind einfache, grauweiße Sportschuhe aus Stoff. Ich frage mich, ob sie ihm gefallen oder ob er die erstbesten genommen hat, die ihm über den Weg liefen.

Was schön war – Resümee

Zwei Monate lang habe ich jeden Tag überlegt, was schön war während des Tages. Maximal drei Punkte durften es sein, so lang oder so kurz, wie ich wollte. Hat es was gebracht? Ja! Erstaunlicherweise habe ich mich nur aufgrund dieser drei winzigen Sätze mit den schönen Dingen des Tages beschäftigt und die weniger schönen traten einen Schritt nach hinten. Sie gerieten auf angenehme Weise zeitweise aus meinem Blickwinkel, und obwohl ich an manchen Tagen gar nichts zu finden schien, gab es zum Schluss doch immer irgendetwas, was schön war. Diese selbst gestellte Aufgabe hat mich dazu gebracht, genauer hinzusehen, Details wahrzunehmen, wacher durch die Gegend zu laufen. Zum Ende hin fiel es etwas schwerer, vermutlich, weil Ideen genauso wie Dinge dazu neigen, sich abzunutzen, wenn man sie zu oft hin- und herwälzt. Deswegen ist nun auch erstmal das Ende dieser hübschen, kleinen Reihe gekommen. Vielleicht hole ich sie irgendwann noch einmal aus der Kiste, aber jetzt brauche ich sie gerade nicht mehr. Mach´s gut, was schön war! Ich hab sehr gern Zeit mit dir verbracht. 😊


Was schön war. Samstag, 24.7.21

– Stachelbeer-Kirsch-Marmelade gekocht, mit eigenen Stachelbeeren vom Balkon! Bin so stolz. 😊
– Vorfreude auf Familientreffen
– letztes Mal „Was schön war“ geschrieben

Was schön war. Freitag, 23.7.21

  • der Zug hat Verspätung und ich hab mehr Zeit (danke, app!)
  • letzter Arbeitstag
  • hallo Urlaub!

Was schön war. Donnerstag, 22.7.21

  • glücklicherweise war es nur ein Traum
  • am Morgen alles in anderer Reihenfolge gemacht als sonst. Interessant.
  • das Kleid anders kombiniert getragen

Was schön war. Mittwoch, 21.7.21

  • ohne Jacke morgens aus dem Haus gehen
  • die bunte Miniwiese neben dem Parkplatz. Mit Mohnflecken!
  • gerade noch den Zug bekommen