Zum Tag der Arbeit.

Aus gegebenem Anlass nach einem Jahr erneut gepostet (damit alle Menschen im Home-Office wissen, auf was sie sich freuen können):

Arbeit.

Was sonst kann uns dermaßen aufregen?
Wo entwickeln wir außerdem soviel Ehrgeiz?
Reißen wir uns irgendwann anders mehr zusammen?
Gibt es irgendetwas, das uns mehr frustrieren kann?
Welcher Vergleich ist schmerzhafter als ein Gehaltsvergleich?
Kann die Freundin uns mit irgendeinem anderen Thema mehr nerven?
Sind Montagssprüche nicht immer die besten?
Wo vergeht Zeit noch langsamer als im Büro zwischen 16.00 und 17.00 Uhr?
Was ist befriedigender als das Wort „Feierabend“?
Welches Wort außer „Kollege“ hat es jahrzehntelang unbeschadet in die nächste Generation geschafft?
Wo lernen wir mehr Menschen kennen, die absolut nicht in unsere Filterblase passen?
Gibt es irgendwo auf der Welt mehr Geburtstagssüßigkeiten als im Büro?
Wo sonst wird soviel Koffein konsumiert?
Was ist aufregender als der Antritt einer neuen Stelle?
Und wird irgendwann mehr Sekt getrunken als auf Verabschiedungen?

Arbeit. Lauter Superlative.

Außerdem ist aber ja auch noch Frühling, also gibt es einen Kirschblütenrausch anstatt ein Bild von einem Locher.

Bunt

Video

Das hier bin ich (also, einer von den bunten Wasauchimmer. Falls jemand unbedingt genaueres wissen will: Unten rechts.):

 

Die Stachelbeere lebt!

Ich möchte mal kurz vermelden, dass die Namensgeberin meines Blogs überlebt hat! Hurra! Und das, nachdem ich in den letzten Wochen tägliche, besorgte Blicke auf sie geworfen hatte, weil sich so gar nichts tat… aber nun:

Sie ist so stachelig wie eh und je…

… und hat mich auch schon gleich wieder gepiekst und wollte mich nicht aus ihren Fängen lassen. Insofern: Der Sommer kann kommen!

Darf ich?

Seit einigen Tagen schon frage ich mich: Darf ich eigentlich im Moment überhaupt etwas anderes veröffentlichen als Texte über die aktuelle Lage? Sollte ich nicht auch einen Beitrag zu all den Texten über die Krise leisten? Beruhigen, Mut machen, Aufmunterungen verteilen? Nun, immerhin habe ich schon berichtet, wie der Schweinehund sich aktuell fühlt, und dann beschlossen, das reicht (außer, mir fällt noch irgendetwas vor die Füße zum Thema, man weiß ja nie, das Leben versteckt gern ab und zu Ostereier an unerwarteten Stellen). Zwischen den zweimal Nachrichten am Tag ist viel Platz für anderes, und vielleicht freuen sich auch andere über anderes. Wenn man schon zu Hause bleibt, möchte man sich ja vielleicht nicht jede Minute des Tages nur mit einem Thema beschäftigen. Voila! Ein paar der Minuten kann man hier verbringen. 🙂

an einem Tag im Februar

an einem Tag im Februar
schnippst die Phantasie mit den Fingern
Milliarden goldener Tagträume machen sich auf den Weg
es regnet Sterne
Hängematten
rote Ferraris
glitzernde Vampire
Erdbeeren
Fußmassagen
marinierte Rippchen
und weil ihr danach ist
schickt sie
ein paar Herden grüner Drachen
und Schokoschmetterlinge hinterher
Aufschreie und Juchzer
aus Büros und Fabriken
dann wird es still in den Städten
Träume überall
zufrieden nickt die Phantasie
so soll es sein
im Februar

Der Dienstag dichtet! 🙂  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch Wortgeflumselkritzelkram, Mutigerleben, Werner KastensFindevogel, die Wortverzauberte und  Ein Blog von einem Freund sind mit von der Partie. Schaut doch mal bei ihnen vorbei, der Dienstag fängt besser an mit ein bisschen Wortzauberei!

Pinnwandentschlackung 2019/2020

Heute ist die Zeit! Draußen regnet es ohne Unterlass, ich bin mit tropfender Kapuze und komplett nass aus diesem… diesem… Wetter da draußen wieder zurück und habe beschlossen, meine Pinnwand muss jetzt für 2020 vorbereitet werden! Sofort! Obwohl sie eigentlich gerade ganz hübsch aussah. Oder?

Aber es hilft ja nichts. Das neue Jahr kommt nicht nur, es ist schon da und will seinen Platz, also pflücke ich beherzt die ersten Karten ab, ohne vorher die aktuellen Bewohner von ihren Plätzen zu bitten. Und schon gibt es Verletzte!

Ein Armbruch! Sorry, Herr Schneemann. War keine Absicht. Sofort wurden Schwesterndienste geleistet und siehe da: Eine Spontanheilung!

Entweder seine Frau freut sich über den wieder vorhandenen Arm oder sie hat überhaupt nichts mitbekommen, ich bin mir da nicht sicher.

Jetzt sind sie auf jeden Fall wieder vereint, aber nicht mehr an meiner Pinnwand. Ach ja, es gab so viele schöne Dinge in 2019… Konzerte, Zirkusbesuche, Geburtstage, eine Goldene Hochzeit, eine grüne Hochzeit, Urlaube, Gottesdienste mit so viel schöner Musik, gefeierte Abschiede, die an sich nicht schön sind, aber wenn sie gut gestaltet werden von allen Seiten kann selbst sowas zum Fest werden. Und dann gab es auch einfach so Post, über die ich mich sehr gefreut habe! Bücherpäckchen von gleich mehreren Seiten, Überraschungsgeschenke und Einfach-So-Postkarten:

Einen kleinen (sehr unprofessionellen) Animationsfilm mit gezeichneten Strichmännchen habe ich gemacht, das daraus entstandene Wir-sitzen-alle-in-einem-Boot hing auch noch an meiner Pinnwand…

Ein paar Pinnwandanhänge wandern in meine Lesezeichensammlung, ein paar werden aufgehoben, ein paar gehen den Weg alles Vergänglichen. Ein paar werde ich verschenken, ein paar verschicken. Und nun ist sie bereit für 2020!

Obwohl ich sie jetzt etwas sehr leer finde. Fast schon kahl. Unwirtlich. Ungastlich. Unerfreulich. Unerträglich.

Schon sehr viel besser! So kann es losgehen, das neue Jahr!

Glücklichkeiten am Morgen

Wach! Ich bin wach!
Und schlafe nicht wieder ein!
Frühmorgendliches Retten einer Motte mittels Glas und Papier.
Es wird hell.
Selbst die Zeit ist heute hell.
Ein Frühstücksei völlig außer der Reihe.
Nachhallende Freude über eine vorabendliche Entscheidung.
Zwei Zwetschgen ganz ohne zwitschernde Schwalben zum Tagesstart.
Die Kerze vor der Postkarte.
Sich aller Glücklichkeiten bewusst sein.

Ich hätte das auch poetischer gestalten können, aber es war so schön echt auf diese Weise, also habe ich es (fast) in der ursprünglichen, ersten Form gelassen.

Der Dienstag dichtet!  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch Wortgeflumselkritzelkram, Mutigerleben und Werner Kastens sind mit von der Partie. Wer den Dienstag also mit Gedichten beginnen will: Herzlich willkommen!