Was schön war – Resümee

Zwei Monate lang habe ich jeden Tag überlegt, was schön war während des Tages. Maximal drei Punkte durften es sein, so lang oder so kurz, wie ich wollte. Hat es was gebracht? Ja! Erstaunlicherweise habe ich mich nur aufgrund dieser drei winzigen Sätze mit den schönen Dingen des Tages beschäftigt und die weniger schönen traten einen Schritt nach hinten. Sie gerieten auf angenehme Weise zeitweise aus meinem Blickwinkel, und obwohl ich an manchen Tagen gar nichts zu finden schien, gab es zum Schluss doch immer irgendetwas, was schön war. Diese selbst gestellte Aufgabe hat mich dazu gebracht, genauer hinzusehen, Details wahrzunehmen, wacher durch die Gegend zu laufen. Zum Ende hin fiel es etwas schwerer, vermutlich, weil Ideen genauso wie Dinge dazu neigen, sich abzunutzen, wenn man sie zu oft hin- und herwälzt. Deswegen ist nun auch erstmal das Ende dieser hübschen, kleinen Reihe gekommen. Vielleicht hole ich sie irgendwann noch einmal aus der Kiste, aber jetzt brauche ich sie gerade nicht mehr. Mach´s gut, was schön war! Ich hab sehr gern Zeit mit dir verbracht. 😊


Was schön war. Samstag, 24.7.21

– Stachelbeer-Kirsch-Marmelade gekocht, mit eigenen Stachelbeeren vom Balkon! Bin so stolz. 😊
– Vorfreude auf Familientreffen
– letztes Mal „Was schön war“ geschrieben

Was schön war. Freitag, 23.7.21

  • der Zug hat Verspätung und ich hab mehr Zeit (danke, app!)
  • letzter Arbeitstag
  • hallo Urlaub!

Was schön war. Donnerstag, 22.7.21

  • glücklicherweise war es nur ein Traum
  • am Morgen alles in anderer Reihenfolge gemacht als sonst. Interessant.
  • das Kleid anders kombiniert getragen

Was schön war. Mittwoch, 21.7.21

  • ohne Jacke morgens aus dem Haus gehen
  • die bunte Miniwiese neben dem Parkplatz. Mit Mohnflecken!
  • gerade noch den Zug bekommen

Was schön war. Dienstag, 20.7.21

  • die Marlene-Hose
  • die Erste sein
  • die OP eines Freundes ist gut verlaufen

Campingschönheiten

– das Rauschen des Windrads als Hintergrundsound
– die Farben (grün, blau, grau)
– frühmorgendliche Vogelkonzerte
– der Wind, der am Zelt zerrte
– als erste aufstehen, duschen und Brötchen holen
– gemeinsam sein
– nicht allein sein
– das Seelentröstercurry auf der Außencampingküche kochen
– Zeit haben
– selten bis nie auf die Uhr schauen
– all die Gänseblümchen
– eine brandneue Schweinehundgeschichte vorlesen
– akzeptiert sein
– im flachen Ebbewasser herumplantschen
– langsam anfangen und sich dann steigern
– Lagerfeuer trotz sehr viel Regen
– dort singen
– das große C im Hintergrund
– einfach einen Tag länger bleiben
– das Leben mögen
– Gott im Rücken haben

Was schön war. Montag, 19.7.21

– Schokoladentoast
– es war ein kühler Tag
– neue Kartoffeln zum Abendessen

Was schön war. Sonntag, 18.7.21

  • Gottesdienst mit Taufe am und im See
  • die Bäume, der See und so tun, als ob mein Auto ein Cabrio wäre
  • die Feier im Garten mit allem, was dazu gehört

Was schön war. Samstag, 17.7.21

  • Neffentelefonat
  • den Samstagseinkauf gern machen
  • nichts tun