Was ich nicht von dir weiß

  • wie deine Haut an den Händen Falten wirft
  • wie schwer (oder leicht) dir das Leben sein kann
  • deine verschütteten Träume
  • die Größe deiner Ängste
  • ob dir deine gewaltigen Augenbrauen gefallen
  • an was du dich erinnerst (und an was nicht)
  • von wem du nachts träumst
  • an was du denkst, wenn du wartest
  • was du gerne noch tun würdest
  • ob du über all das reden möchtest
  • wie oft du an mich denkst

Mal wieder kein richtiges Gedicht, aber es liegt mir am Herzen, und deswegen ist es irgendwie doch ein Gedicht.

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.
Auch Wortgeflumselkritzelkram
Mutigerleben
WernerKastens
die Nachtwandlerin
Myriade
Gedankenweberei
Wortverdreher
Myna Kaltschnee
Lebensbetrunken
der BerlinAutor
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Red Skies over Paradies
Your mind is your only limit
Dein Poet
Geschichten mit Gott
Lindasxstories
Findevogel
und Traumspruch sind mit von der Partie.
Viel Freude bei allen Besuchen!

Ambivalenz-Listen

Was ich nicht vermissen werde:

  • das endlose Gekläff des kleinen Hundes
  • die Antworten des großen Hundes
  • das Geschrei im Nachbargarten
  • Rauchschwaden auf dem Balkon
  • die 3m² Balkon
  • die Parkettspalten
  • sonntägliche Grillpartys mit schlechtem Musikgeschmack
  • muffige Treppenhäuser
  • den Gärtner, der alle Tulpen, Narzissen, Schneeglöckchen und Krokusse abgemäht hat, immer wieder, bis nichts mehr da war
  • überquellende Mülltonnen, von Fliegen umsurrt
  • die Südlage
  • das Gefühl, keine Wahl zu haben

Was ich vermissen werde

  • die 3m² Balkon
  • die Südlage
  • den rauschenden Baum vorm Wohnzimmerfenster
  • die Nachbarn (trotz allem)
  • Ausblicke
  • das schwarz-weiß Muster des Küchenbodens
  • die Parkettspalten
  • die Lindenallee mit den unter den Füßen zerplatzenden Lindensamen
  • die Garage
  • das Gekrähe des Nachbarkindes
  • den alten Mann von gegenüber, der alle 30 Minuten auf dem Bürgersteig eine geraucht hat
  • den weißen Rosenstrauch, der selbst den Gärtner überlebt hat

Was man im Advent brauchen könnte

  • Schokokugeln in Stanniolpapier
  • Nichtstun-Pläne für die rauen Nächte
  • Fackelschein und flackernde Schatten
  • Adventsgedichtslesungen
  • echte Mandarinen. Mit Kernen.
  • ein weites Herz für all die Telefonate
  • zarte Pfützeneishäute
  • hohe Erwartungen
  • niedrige Erwartungen
  • oder beides gleichzeitig?
  • Nikoläuse
  • aber ohne Rute

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.
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Dein Poet
Geschichten mit Gott
Lindasxstories
Findevogel
und Traumspruch sind mit von der Partie.
Viel Freude bei allen Besuchen!

Was ich brauche

  • zwei Hände zum Geduldsfaden aufwickeln
  • aufblasbare Stunden zwischen Feierabend und Schlafengehen
  • helle Stille
  • etwas… puderzuckrig zitternd Leichtes
  • Tee
  • Sonnenschein zum Tee

Was ich mir schon immer wünschte

  • eine Teleportationsmaschine
  • die Wasseratmung beherrschen
  • loslaufen ohne zu wissen wo es hingeht
  • den ultimativen Erwachsenenspielplatz
  • nicht ohne Furcht: täglich fünf Minuten hinter die Gesichter gucken können
  • einen regengeschützten Sitzplatz zur rechten Zeit
  • einmal auf einer Libelle reiten
  • mich schrumpfen zu können (wegen der Libelle)
klick zum vergrößern

Campingschönheiten

– das Rauschen des Windrads als Hintergrundsound
– die Farben (grün, blau, grau)
– frühmorgendliche Vogelkonzerte
– der Wind, der am Zelt zerrte
– als erste aufstehen, duschen und Brötchen holen
– gemeinsam sein
– nicht allein sein
– das Seelentröstercurry auf der Außencampingküche kochen
– Zeit haben
– selten bis nie auf die Uhr schauen
– all die Gänseblümchen
– eine brandneue Schweinehundgeschichte vorlesen
– akzeptiert sein
– im flachen Ebbewasser herumplantschen
– langsam anfangen und sich dann steigern
– Lagerfeuer trotz sehr viel Regen
– dort singen
– das große C im Hintergrund
– einfach einen Tag länger bleiben
– das Leben mögen
– Gott im Rücken haben

Was ich am Campen mag

  • die Vögel hören
  • den Wind sehen und hören
  • es ist fast egal, was ich anhabe
  • die Sonne zu schätzen wissen
  • nasse Socken im Baum trocknen lassen
  • morgens Brötchen für alle holen
  • als Erste aufwachen
  • als Erste aufstehen
  • Regentropfen auf dem Zeltdach
  • mich in den Schlafsack einkuscheln
  • den Geruch von Wiese im Zelt
  • mit wenig Dingen auszukommen
  • mittendrin sein in der Draußenluft
  • Improvisation
  • grillen im Regen
  • alle zusammen mit sehr losem Tagesplan
  • unperfekt zu sein
  • das kleine Wasserunglück im Vorzelt
  • Schätze wie das Abendlied
  • jemanden zu Spielen haben

Was hätte ich gern?

  • Käsekuchen
  • eine Menge Familiengeknuddel
  • Brunch mit mindestens zehn Leuten, davor Gottesdienstbesuch
  • eine Massage. Mit heißen Steinen.
  • zwei Katzen im Haus, von denen eine immer nur schmusen will
  • Steaks vom Grill, draußen gegessen am Feuer, danach Geschichten hören
  • singen. Laut.
  • Koffer packen für eine Reise
  • eine richtig gute Geschichte schreiben
  • etwas wirklich schönes basteln
  • Pläne machen
  • einen spannenden Krimi mit sympathischen Hauptdarstellern, die bitte nicht plötzlich mitten im Buch das Zeitliche segnen
  • einem Eichhörnchen im Baum zusehen
  • mir die Sonne auf den Pelz brennen lassen
  • etwas Neues ausprobieren
  • richtig intensiv an etwas arbeiten
  • irgendjemanden umarmen. Lange.
  • in der Therme im warmen Wasser draußen schwimmen
  • ans Meer fahren mit Freunden
  • mit nackten Füßen im Watt laufen

(die Liste ist von Anfang April und siehe da: Einiges wurde bereits umgesetzt. 😊)

Was ich alles dringend wollte und doch nicht getan habe

  • Fenster putzen
  • mehr Postkarten schreiben
  • Torten mit mindestens drei Schichten backen
  • Animationsfilme machen
  • die größte Burg am Strand bauen
  • Kanu fahren und wild zelten
  • auf den Schienen wandern und sehen, wo sie hin führen
  • einen Kakadu auf der Schulter sitzen haben
  • die Rutsche vom Balkon bauen (idealerweise mündet sie im Pool)
  • im Büro Ostereier für die Kollegen verstecken

Und ihr so?

öffnen

  • Pakete (nur die mit geheimnisvollem Inhalt)
  • Bücher (immer)
  • Hände (zum Segen empfangen)
  • Herz (Rostentferner für 3,99 im Metallwarenladen)
  • Telefonleitungen (lebensspendend)
  • Überzeugungen (scharfkantige Ränder!)
  • Neidblasen (das brennt wie Hölle)
  • Türen (… )
  • Himmel (einen Versuch war´s wert)
  • Kartons (Vergangenheitsschatzsuche)
  • Zukunft (mutig voran!)