Woran ich merke, dass der Herbst naht

Woran ich merke, dass der Herbst naht

Bedürfnis nach 7 Stunden Schlaf – mindestens

geweckt werde ich vom Wecker

ich stehe auf – und es ist noch dunkel

Kleiderauswahl nach Check der Wetterapp

Jeans – und wo war noch gleich meine Jacke?

Erdtöne dominieren in den Vorgärten

vereinzelte buntgefärbte Blätter, Haselnüsse im Dreierpack und Kastanienigel auf dem Pflaster

der Duft reifer Äpfel schmeichelt meiner Nase

Sonnenblumenfelder verblühen langsam

es ist, als wäre ein braun-gelber Schleier über die Natur gelegt

Passanten mit geschlossenen Jacken und Schuhen

vor mir tuckert ein Maishäcksler

im Büro sind plötzlich alle da

ich werde aufgefordert, meinen Resturlaub zu verplanen

zum Feierabend frage ich mich, ob es wohl gleich regnet

oder etwa schon leicht dämmert

im Supermarkt stolpert mein Blick über Spekulatius, Lebkuchen, leuchtend bunte Kürbisse

und über Federweißen und Zwiebelkuchen im Kühlregal

mich zieht’s mehr mit Tee und Buch auf’s Sofa

statt mit Kaltgetränk auf die Terrasse

wie kommen nur all‘ die Spinnweben und Langbeiner ins Haus?

Nebel zieht auf

wie kalt es abends wird

Noch ein Gastbeitrag von himmelgraublau – vielen Dank! Ich mag es sehr, und es trifft ins Schwarze. Genauso fühlt sich Herbst an.