Im Februar könnte man…

für ausreichend Schlaf sorgen
den Tag tanzend oder Trampolin hüpfend beginnen zur Lieblingsmusik
nen laaangen Spaziergang machen
und damit dem Winter trotzen
bowlen oder kegeln gehn
sich Zeit lassen
Musik machen oder singen
oder beides
jemanden besuchen
eine Matinée besuchen
einen Brief schreiben
an jemanden der einem wichtig ist
Keller entrümpeln
sich leiden mögen

wintermorgen

Im Januar könnte man…

den Weihnachtsbaum so lang stehen lassen wie er einem gefällt
Vögel füttern
einen gemütlichen Frauenfilmabend machen – mit Schnulze, Chips und Softdrinks oder Glühwein oder Eierpunsch oder…
ein Gedicht schreiben
Schlittschuhlaufen gehen
ein schönes großes Bonbonglas mit „Glücks- und Freudenmomente“ beschriften – und diese auf bunten Zetteln darin sammeln, Tag für Tag
Fotos sichten und was daraus machen – Fotobuch, Kalender, Karten
abends durch die Straßen flanieren und einen kurzen Blick in fremde beleuchtete Häuser erhaschen
in einen dicken Schmöker eintauchen
Menschen anlächeln – gerade auch sich selbst

januar

Zur Jahreslosung 2017

„Ich schenke euch ein neues Herz und lege einen neuen Geist in euch.“

Geistreiche Herztransplantation
aus alt mach neu
verwandle
Stein in Fleisch
Erstarrung in Lebendigkeit
Starrsinn in Flexibilität
Härte in Empfindsamkeit
Dummheit in Einsicht
Gewissenlosigkeit in Verantwortung
Gleichgültigkeit in Neugier
Überheblichkeit in Demut
Besserwisserei in Lernbereitschaft
Neid in Großzügigkeit
Vorurteil in Offenheit
Zerrissenheit in Frieden
Hass in Freundlichkeit
Angst in Mut
Verzweiflung in Zuversicht
Trauer in Trost
Gott-los in Geist-reich
Schlaffheit in Dynamik
Verkrustung in Aufbruch
heiße Luft in frische Brise
eingefahrene Wege in neue Pfade
und zeig mir meinen nächsten Schritt

Krippenkind

Krippenkind
Gotteskind
Menschenkind
hineingeboren
in Staub
Dreck
Gestank
eines Stalles
hineingeboren
in Anfeindung
Verfolgung
Angst
eines Flüchtlingskindes
hineingeboren
in Rastlosigkeit
Unvollkommenheit
Banalität
eines ganz normalen Lebens
meines Lebens
um nahe zu sein
zu verstehen
zu lieben
zu heilen
und
zu verwandeln
in ein Königskind

Adventssehnsüchte

20161208_080426

In dieser besonderen Zeit voller
Lichterglanz und Weihnachtsmarktzauber
Plätzchenduft und Glühweingenuss
Zimt und Anis
Kerzenschein und LED-Lichterketten
Weihnachtsfeiern und Bis-der-Arzt-kommt-Shoppen
Bräuche und Traditionen
Gemütlichkeit und Freizeitstress
Tochter Zion und Last Christmas
keimt sie auf
kaum merklich erst
dann spürbarer
drängender
nicht weg zu beschäftigende
Sehnsucht…
nach
unbeschwertem Lachen
sorglosen Nächten
alten Freunden
Beständigkeit
Heimat
Zugehörigkeit
Angenommensein
Trost für die Traurigen
Kraft für die Müden
Brot für die Hungernden
Gesellschaft für die Einsamen
Freundschaft für die Verlassenen
Vertrauen für die Betrogenen
Barmherzigkeit für die Reumütigen
Hoffnung für die Verbitterten
Heil für die Kranken
Brot für die Hungernden
Gerechtigkeit für die Benachteiligten
Frieden auf Erden

Monat 11

Wann?
Seele, Sinne sagt mir wann
Wann ist das Sonnenlicht milder
der Wind brausender
die Wolken bedrohlicher
die Tage dunkler
das Wetter, die Gefühle wechselhafter
der Geruch modriger
das Laub raschelnder
die Luft dunstiger
die Farben der Natur bunter
die Straßen schmutziger
die Pfade aufgeweichter
die Sehnsucht sehnsüchtiger
die Leere leerer
die Traurigkeit bedrückender
der Gedanke an Vergänglichkeit präsenter
Trost und Ermutigung nötiger
die Bettdecke kuscheliger
Zuhause gemütlicher
als im November

herbst

erfreut, gestärkt, zufrieden,…. – beschenkt!

Einfach
durch einen Gang in der Natur
an einem dieser Herbsttage
mit mildem Licht
vorbei an einer schimpfend schnatternden Gänseschar
grasenden Schafen
Pferden
unter meinen Schuhen raschelndes Laub
in Braun, Gelb, Rot, verwaschenem Grün
erdige Farben wohin ich schaue
friedvolle Stille
hier und da
je näher an den geschäftigen Menschen
unterbochen von Rasenmäher und Laubpuster
und dann
doch wieder friedvolle Stille
warme erdige Farben
im milden Licht
dieses goldenen Herbsttages
– und ich!
BESCHENKT.