Frühlingserwachen in Zeiten des Abstands

Hier wieder ein Gastgedicht von himmelgraublau. Vielen Dank fürs Teilen! 🙂

Frühlingserwachen in Zeiten des Abstands

Geweckt durch Vogelgezwitscher
Erwachen aus dem Winterschlaf
Raus gehen und Maske absetzen
Durch die wie ausgestorbene Stadt schlendern
Kaffeetrinken in der Frühlingssonne
Krokusse und Narzissen
Mit ihnen aufblühen
Mutig werden
Aufbrechen und neu durchstarten
Ganz da sein – für mich und andere

feiner Abstand (III von V)

feiner Abstand (III von V)

Meine innere Polizistin möchte jederzeit eine personenfreie Zone von anderthalb Metern um sich herum haben. Das ist durchaus nicht Corona-erzwungen, sondern mein Wohlfühlabstand zu unbekannten Menschen. Andere Menschen dagegen haben gern einen zehn Zentimeter breiten Abstand um sich herum, was interessante Rück- und Nachrückmanöver bei Gesprächen mit sich bringt. Ich warte immer noch darauf, das ich einen Schritt zuviel zurück mache und ins Schwimmbecken falle.