Pinnwandentschlackung 2018

Postkarten sind etwas ausgesprochen Schönes. Ich liebe es, sie zu bekommen und zu verschicken. Echter Text auf echtem Papier, vielleicht mit einem Aufkleber oder einer kleinen Zeichnung (große Seligkeit) oder mit einem Gedicht (sehr große Seligkeit) – ganz, ganz wunderbar. Alles, was das ganze Jahr über so hereinschneit, verteilt sich auf die Wohnung und wandert dann irgendwann an meine Pinnwand. Die 2017-Pinnwand sieht gerade so aus:

Jedes Jahr Anfang Januar entschlacke ich dann die Pinnwand. Alle Karten werden noch einmal gelesen, ein paar wandern in meinen Lesezeichenvorrat (von dem man ja nie genug haben kann), ein oder zwei gehen ganz neue, kreative Wege, von denen ich jetzt im Moment noch keine Ahnung habe, wie sie aussehen werden und der Rest wandert in meine Schatzkartons. Es gibt zwei Kartons, und wenn sie voll sind, muss leider etwas weichen. Aber nicht heute, es ist noch Platz genug 🙂 . Danach sieht es dann so aus:

Ein paar Weihnachtskarten und besondere Glücksdinge bilden den Start ins Neue Jahr, und nun kann ich nur noch hoffen, dass es auch dieses Jahr ein paar Menschen gibt, die gerne Karten schreiben und sie an mich verschicken. Ein klitzekleiner Nervenkitzel für 2018 muss ja sein 🙂 .

1. Dezember, 1. Päckchen

Vorfreude!

Es ist ein Engel! Ein brandneuer, und noch etwas schüchtern…

Packparty!

Und so begab es sich, dass fünfundzwanzig Frauen im Schweiße Ihres Angesichtes fünfundzwanzig Päckchen packten…

Und schnürten… und klebten… und bastelten… und kochten (vermute ich, da gibt´s so Formen in ein, zwei der Päckchen…)… und dann am Tag der Tage Punsch tranken, abwarteten und sich freuten… und dann waren sie fertig, die Adventskalender!

Sortieren im Rundlauf um den Tisch…

fast fertig!

Und nun bleibt uns allen nichts anderes als warten… aber es sind ja nur noch zwei Tage.

Und so sieht er fertig aus, mein Adventskalender.

Eulige Zeiten

Die Nummer 1 ist übrigens das braun gestreifte Päckchen hinten links. *Vorfreude*

Alles neu!

Kleine Spezialanfertigung für einen Gottesdienst:

Das ist die Vorderseite der Postkarte.

Und das die Rückseite.

Wartekritzelei Nr. 10 und 11

Ich hab noch zwei alte Kritzeleien gefunden:

 

Reisepoesie

Gemächlich trank ich den Spezialkaffee, ungeduldig flackerte das Leuchten in der Ferne.

Was mir am Teencamp gefiel (sehr)

willkommen geheißen zu werden

rasend schnelle Helfer beim Zeltaufbau

bei sintflutartigem Regen im Zelt liegen und sich keinen Deut um das Loch kümmern, durch das es hineinregnet

singende (und Häufchen produzierende) Vögel auf meinem Zeltdach als die Sonne aufgeht

morgens  um sechs die Kaffeemaschine für die Mitarbeiter anstellen

der friedliche und einsame Tee um sieben bevor die Meute einfällt

den schattigen, grünbelaubten, weinbergschneckengesäumten Pfad zur Veranstaltungshalle

Morgenandacht im alten Stall auf Sofas inmitten schläfriger Gesichter

in der Sonne kiloweise Kartoffeln schrabben, zuerst zu zweit, dann zu dritt, dann zu viert

Bruno, der Riesenhund, der problemlos einhundert Leute auf einmal lieben kann

Kakao mit Zimt

knallrote Apfelspalten

die experimentelle Tomaten-Rote-Beete-Suppe

Rock´n Roll

das Kühlmoped

die Familie, auf deren Hof wir Chaos veranstalten durften

das Küchenteam

Dankeschön Ü-Eier