Was ich im nächsten Jahr garantiert nicht tun werde

Was ich im nächsten Jahr garantiert nicht tun werde:

  • Fallschirmspringen
  • die Zugspitze zu Fuß erklimmen
  • Schuhe mit 10cm Absätzen kaufen (geschweige denn tragen)
  • anfangen, Auberginen zu mögen
  • mehr Sport machen (obwohl, überraschenderweise finde ich Spazierengehen seit einigen Wochen ganz cool)
  • aufhören, Schokolade zu lieben
  • weniger schreiben
  • Sachbücher lesen
  • meinen Neffen vernünftige Geschichten erzählen
  • auf ewig festlegen, was ich mag und was nicht
  • aufhören, Listen zu schreiben

Drei Wünsche hast du frei

Ich wünsche mir

  • eine Katze oder zwei
  • nette Nachbarn
  • immer jemanden zum reden
  • Tulpen das ganze Jahr über
  • Schokolade, die nie ausgeht
  • Freunde, die mich gern haben
  • Freunde, die ich gern habe
  • eine frische Brise, wenn sie not tut
  • den Liebesroman zur passenden Zeit
  • Marienkäfer auf meinen Blattläusen
  • leise Rasenmäher
  • einen Garten
  • ein Fahrrad, das mir passt
  • immer eine freie Sonnenbank
  • Disziplin, um Ideen nicht nur zu haben
  • Zeit, um Ideen umzusetzen
  • Mut für Veränderungen
  • Durchsetzungsvermögen an der richtigen Stelle
  • Verantwortung abgeben zu können
  • meine Klappe halten zu können
  • dass alle meine Lieben ewig leben
  • Fräulein Honigohr-Fähigkeiten für den kläffenden Nachbarshund
  • jeden Tag acht Stunden Schlaf
  • ein allwissendes Abo meiner zukünftigen Lieblingsbücher
  • Familienfeste mit Familie
  • allzeit Vertrauen
  • eine an- und ausschaltbare Teflonhaut
  • neue Hobbys
  • Gelassenheit

Oh. Das waren mehr als drei?

Worauf vertraue ich?

  • dass es immer weitergeht
  • auf unsichtbare Netzwerke zwischen Menschen
  • und deren Kraft, sie immer wieder neu zu formen
  • zwischen all dem Unschönen findet sich immer etwas Schönes
  • wenn wir danach suchen, werden wir es finden
  • auf die Farbe Gelb im Frühling
  • dass Schokolade glücklich macht
  • Vernunft und Unvernunft werden ein Leben lang streiten und die Vernunft wird niemals aufgeben
  • dass Fantasie alles erträglicher macht
  • an kleine Liebesbotschaften: Briefe. Videoanrufe. Fragen. Ein Schnurren.
  • dass Gedanken an Gott aufrichten
  • an die Macht der Worte
  • dass Worte Menschen öffnen
  • die vermissten Socken werden irgendwann wieder auftauchen
  • es ist immer irgendwo hell
  • die Vögel im Wald singen, auch, wenn ich nicht dort bin
  • jede Krise hat irgendwann ein Ende

Ich weiß, es ist eine Liste, aber besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Wenn ihr mögt, macht es nach, es baut ungemein auf, je länger man sucht und schreibt.

Der Dienstag dichtet! 🙂  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch Wortgeflumselkritzelkram, Mutigerleben, Werner KastensFindevogel, die Wortverzauberte und  Ein Blog von einem Freund sind mit von der Partie. Schaut doch mal bei ihnen vorbei, der Dienstag fängt besser an mit ein bisschen Wortzauberei!

Was kann ich?

  • 7-Minuten-Eier kochen
  • konsequent sein (manchmal)(könnte öfter sein)(echt jetzt)
  • zu Fuß gehen, auch wenn es kalt ist und regnet
  • aus nichts schönes machen
  • Zimtschnecken backen
  • die richtigen Geschenke suchen
  • und finden
  • Gott suchen
  • komplexe Dinge organisieren
  • verrückte Dinge denken
  • sie aufschreiben
  • Kritzelbilder malen
  • zuverlässig sein
  • singen (an kleinen Maßstäben gemessen)
  • leben und träumen

 

Was kann ein Dieb besser als ich?

  • gut aussehen in schwarzer Kleidung
  • lautlos schleichen wie Winnetou
  • im richtigen Moment am richtigen Platz sein
  • nachts elegant über die Dächer von Nizza balancieren
  • klettern
  • mutig verrückte Pläne nicht nur denken sondern umsetzen
  • Bedenken wegschieben
  • das Risiko des Scheiterns aushalten
  • sich in gefährliche Situationen begeben und ohne Schramme herauskommen
  • schweigen, wenn es darauf ankommt
  • etwas tun, was man nicht tut
  • wegrennen

Was kann ein Huhn besser als ich?

  • völlig eins mit sich und der Welt im Sand scharren
  • beruhigend vor sich hin glucksen
  • Eier legen
  • Würmer suchen, finden und fressen (ok, das könnte ich auch, aber… nein.)
  • Nester an unmöglichen Stellen bauen
  • rechtssichere Verträge mit dem Osterhasen abschließen (zwecks Eierhandel)
  • entspannt auf einer Stange sitzen und dann auch noch darauf schlafen
  • es weiß immer ganz genau, wer es ist
  • Sandbäder nehmen
  • Feder verlieren und damit Kinder glücklich machen

Kein Hühnereiversteck, aber trotzdem sehr hübsch, oder?

Was meine Phantasie alles kann (an guten Tagen)

Was meine Phantasie alles kann:

  • aus sinnlosen Gedanken Gold spinnen
  • immer einen Fluchtweg wissen
  • Schätze finden in Bürgersteigritzen
  • sagen: „komm, wir gehen fliegen“ und es tun
  • unter einhundert Türen die richtige wählen
  • von Ländern erzählen, die googlemaps nicht kennt
  • in alle Augen sehen und alle Hände halten
  • lachen, wo es wenig zu lachen gibt
  • ohne Skrupel endlose Monologe halten und erwarten, dass ich zuhöre (was ich tue)
  • beleidigt verschwinden, wenn ich versuche, sie zum Schweigen zu bringen
  • unauffindbar bleiben
  • aus dem Nichts zurückkommen und peinliche Fragen stellen
  • mit sich selbst genauso flirten wie mit anderen
  • tanzen, als ob ihr die Welt gehören würde (und das tut sie ja auch)
  • mir abends vorm Einschlafen schillernde Sekundengedanken schenken
  • trösten

10 unwichtige Dinge, die ich richtig gut kann

  1. Zugfahrpläne auswendig wissen.
  2. Einen Apfel in einer einzigen Spirale schälen.
  3. Tee genau zwei Minuten lang ziehen lassen.
  4. 10-Minuten-Nickerchen halten (goldene Fähigkeit, geerbt von Papa).
  5. Mich heimlich über (wunderbares, nasses) schlechtes Wetter freuen.
  6. Wespen auf Zwetschgenkuchen ertragen ohne wildes Herumgefuchtele.
  7. Improvisationskochen.
  8. Drei Bücher gleichzeitig lesen.
  9. Knospen im Frühling belauern.
  10. Schokolade essen.

10 unwichtige Dinge, in denen ich richtig schlecht bin

  1. Morgens rechtzeitig das Haus zu verlassen.
  2. Schminken.
  3. Honig unfallfrei zu essen.
  4. In Stresssituationen Geduld zu haben.
  5. Beim Pfeifen auf zwei Fingern.
  6. Freude zu empfinden bei 30 Grad Außentemperatur.
  7. Smalltalk übers Wetter (in anderem übe ich mich).
  8. Taschenbücher zu lesen ohne ihnen den Rücken zu brechen (sorry).
  9. Unterschiedliche Wichtigkeiten zu akzeptieren (ich finde Gänseblümchen im Rasen eminent wichtig!)
  10. Schokolade nicht zu essen.

Augustregen am Sonntagmorgen

  • zartes Glucksen in der Regenrinne
  • Gummistiefel mit Blumenmuster sind unterwegs
  • meine Topfpflanzen nehmen ein erfrischendes Bad auf dem Balkon
  • der Bürgersteig verliert seine Krähenmarkierungen und glänzt frisch poliert
  • anregender Regenduft in der frisch gewaschenen Wäsche
  • keine zwingenden Spaziergangsnotwendigkeiten in Sicht
  • die Tauben fliegen schnell und senkrecht
  • unerwartet hohe Regenwurmausbeuten bei den Amseln
  • singende Vögel im Regenrauschen
  • zufriedene vormittägliche Stille

🙂 Schön war dieser Morgen!