Was ich alles dringend wollte und doch nicht getan habe

  • Fenster putzen
  • mehr Postkarten schreiben
  • Torten mit mindestens drei Schichten backen
  • Animationsfilme machen
  • die größte Burg am Strand bauen
  • Kanu fahren und wild zelten
  • auf den Schienen wandern und sehen, wo sie hin führen
  • einen Kakadu auf der Schulter sitzen haben
  • die Rutsche vom Balkon bauen (idealerweise mündet sie im Pool)
  • im Büro Ostereier für die Kollegen verstecken

Und ihr so?

öffnen

  • Pakete (nur die mit geheimnisvollem Inhalt)
  • Bücher (immer)
  • Hände (zum Segen empfangen)
  • Herz (Rostentferner für 3,99 im Metallwarenladen)
  • Telefonleitungen (lebensspendend)
  • Überzeugungen (scharfkantige Ränder!)
  • Neidblasen (das brennt wie Hölle)
  • Türen (… )
  • Himmel (einen Versuch war´s wert)
  • Kartons (Vergangenheitsschatzsuche)
  • Zukunft (mutig voran!)

Frühlingsliste in Corona-Zeiten

Frühlingsliste in Corona-Zeiten

1. Wir warten.
2. Die Vögel singen wie immer.
3. Die Blattknospen sind winzig, aber sie sind da.
4. Spaziergänge sind die neuen Theaterbesuche.
5. Die halb geschlossenen Läden sehnen sich nach dem kompletten Öffnen ihrer Ladentüren wie die Narzissen auf das Platzen ihrer Knospen.
6. Frisch geschnittene Köpfe wie frisch gemähter Rasen.
7. Stiefmütterchen haben Löwengesichter. Sie könnten jederzeit zuschnappen.
8. Die kleinen Schwebwespen schlüpfen nicht schneller, nur weil ich ihre Brutröhren antippe.
9. Die Sonne scheint auch durch ungeputzte Scheiben.
10. Sich auf Ostern freuen, egal, wie es wird.

Jaaa… ich weiß, das ist kein Gedicht. Aber mir war so unbedingt nach dieser Liste für den Gedichte-Dienstag, es gab keinen Weg an ihr vorbei. Dafür gibt´s dann morgen das dazu passende Gedicht. Aber in diesem Fall mochte ich die Liste einfach lieber. 🙂

Kleine Schönheiten

  • der PC mit (fast) unbegrenzten Möglichkeiten
  • freundliche Telefonate
  • kompetente Nothelfer
  • zoom-Treffen
  • Schlittenfahrer beobachten
  • selber Schlitten fahren
  • Puderzuckerschneewolken
  • verschneite Wälder und Felder
  • Schneemänner. Schneemänner! ♥
  • bei -5° draußen die Heizung anstellen können
  • Brot schneiden
  • Tee mit Holunderblütensirup
  • Schneeflocken zusehen
  • die bestellten Masken kommen tatsächlich an
  • das rosa Buch aus dem Schaufenster einfach kaufen
  • die kleine, grüne Götterspeise am Abend

Das Leben der Dinge

Das Leben der Dinge

Der Kalender illustriert die Zeit.
Die Kerze verbrennt ihr ganzes Leben zu Licht.
Das Glas hält das Wasser in Form.
Das Notebook öffnet Fenster in viele Welten.
Der Tisch steht mit allen vier Beinen fest auf dem Boden der Tatsachen.
Der Stift versteckt Worte und Geschichten in sich.
Der Toaster röstet die Langeweile aus dem Brot.
Der Kühlschrank ist innerlich erfroren.
Die Uhr zertanzt die Zeit zu Rhythmus.
Die Magneten brauchen festen Halt.

10 Dinge mit komischen Löchern

  1. Schweizer Käse
  2. Maccaroni
  3. Dieses Jahr. Oh ja.
  4. Die Nasen älterer Herren mit üppigem Höhlenhaarwuchs
  5. Hühnergötter
  6. Das Loch in meiner Jackentasche (Einlass in schummrige Welten aus Pfennigen, Flusen und einem Stift)
  7. Kaninchenlöcher mit Bücherregalen an den Wänden
  8. Tunneleinfahrten
  9. schwarze Universumslöcher
  10. Ritzen zwischen Dielenbrettern (darunter nur Gerümpel oder doch andere, kleinere Wohnungen?)

Mein Wunschzettel

Mein Wunschzettel:

  • ein Licht in Dezembernebelwolken
  • Durchhaltewillen
  • von selbst wandernde Krippenfiguren
  • Humorpulver (aufzulösen in heißem Tee)
  • tröstende Telefonate
  • Sterne, die sich als Straßenlaternen tarnen
  • sich selbst backende Schokokaramellkekse

VIEL mehr Listen gibt´s bei Susanne Niemeyer: Hier.

10 Arten, einen Urlaub zu beenden

10 Arten, einen Urlaub zu beenden

1. die letzte Mahlzeit essen, sich verabschieden, nach Hause fahren.
2. die letzte Mahlzeit essen, sich verabschieden, sich ins Auto setzen, ein bisschen weinen, nach Hause fahren.
3. die letzte Mahlzeit essen, sich verabschieden, sich auf die Terrasse setzen, ein herzzerreissendes Requiem schreiben.
4. die letzte Mahlzeit essen, sich verabschieden, den Strandkorb in der Eingangshalle umarmen und nie mehr loslassen.
5. die letzte Mahlzeit essen, sich verabschieden, zum Strand gehen, sich einbuddeln lassen und hoffen, dass einen niemand findet.
6. die letzte Mahlzeit essen, sich verabschieden, den Lottogewinn sinnvoll einsetzen, das Haus kaufen und ans Meer ziehen.
7. die letzte Mahlzeit essen, sich verabschieden, ein Baumhaus im Kiefernwald bauen und Selbstversorger werden.
8. die letzte Mahlzeit essen, sich verabschieden, am Strand im Wasser herumplantschen und Pläne schmieden, das Meer in die Mitte Niedersachsens umzusiedeln.
9. die letzte Mahlzeit essen, sich verabschieden, soviele Möwen anfüttern wie möglich, sie einspannen und mit ihnen davonfliegen.
10. die letzte Mahlzeit essen, sich verabschieden, nach Haus fahren und den nächsten Urlaub buchen.

Wie man Masken tragen kann

Wie man Masken tragen kann

– so, wie es sinnvoll ist
– unter dem Kinn (sinnlos)
– an einem Ohr baumelnd wie eine Doppelkirsche (sinnlos)
– die Nase freilassend, so dass man die Nasenlöcher in voller Schönheit sieht (merkwürdig)
– in der Hand (ziemlich sinnlos)
– gar nicht (ein Ärgernis) (die Attestbesitzer sind entschuldigt)
– vorübergehend nicht, wenn man rauchen, essen, trinken oder sich die Nase schnäuzen muss (meinetwegen)
– so stramm, dass die Ohren wie kleine Segel abstehen (ahoi)
– so locker, dass sie rutscht wie eine HipHop-Maske (yo, Bruder!)
– mit beschlagener Brille (Momente, in denen die Maske mit Leidenschaft gehasst wird)
– ohne beschlagene Brille, dafür halb blind (mehr Momente, in denen die Maske mit Leidenschaft gehasst wird)
– halb in den Mund gesogen, weil man zuwenig Luft bekommt (igitt)
– mit Kapuze und Schal kombiniert als erlaubte Totalvermummung (das ist neu)
– im Herbst und Winter als Kälteschutz (gar nicht so übel)
– mit Lachfältchen um die Augen, denn lachen kann man nicht nur mit dem Mund (hübsch)
– mit Haltung (nicht immer leicht)
– den anderen zuliebe (na gut)
– in der Hoffnung, dass es bald vorbei sein möge (bittebitte!)
– und ihr so?

10 unterseeische Geheimnisse

10 unterseeische Geheimnisse

  1. Meerpferde wiehern nicht, sie blubbern. Laut.
  2. Muscheln sind schlimme Tratschtanten. Gerüchte verbreiten sich bei Ihnen schneller als eine Flunder über die Muschelbank schwimmen kann.
  3. Meer und Sturm sind streitende Liebende. Zum Schluß versöhnen sie sich immer wieder.
  4. Quallen sind fast immer schlecht gelaunt.
  5. Luftbläschen kichern, wenn sie im Wasser nach oben steigen. Sie sind furchtbar kitzlig.
  6. Haie sind unfassbar eitel. Sie haben immer einen Kamm hinter ihren Kiemen für ihre seegrünen Mähnen.
  7. Walmänner werden immer freundlicher, je dicker sie werden.
  8. Sprottenschwärme sind die Mückenplagen der flachen Gewässer. Sie können es nicht lassen, alles und jeden anzuknabbern.
  9. Leuchttürme sind Riesenstecknadeln, die das Land festpinnen, damit es nicht wegschwimmt.
  10. Flamingofische mögen ihre rosa Schuppen nicht. Sie tragen jeden Morgen wasserfestes, grünes Make-Up auf.