Sommerpause

Sommerpause

ich möchte an Blumen schnuppern
den Bienen zusehen
zwanzig Bücher lesen
mit Freunden ein Glas Wein trinken
über Belangloses plaudern
tief und traumlos
in Hängematten schlafen
Hühner füttern
ihre nestwarmen Eier sammeln
gedankenlos in blauen Himmel schauen
ich möchte spielen
Sommerpause

Der Dienstag dichtet! 🙂  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die WortverzauberteLyrikfederEin Blog von einem Freund,  NachtwandlerinLindas x Stories, Myriade und Gedankenweberei sind mit von der Partie. Schaut doch mal bei ihnen vorbei, der Dienstag fängt besser an mit ein bisschen Wortzauberei!

was schön ist

was schön ist:

  • ein Wiedersehen beobachten
  • keine Schlange beim Bäcker
  • das sündige Schokoladencroissant
  • der grauhaarige sehr alte Hund
  • Ententeenager schnurgerade aufgereiht, während Papa den Tag einschnattert
  • Domglockengeläut
  • eine Wahl haben
  • unfassbar gute Akkordeonspieler
  • sich Zeit stehlen
  • Sonnenflecken auf der Hand
  • morgens schon zu wissen: Zum Abendessen gibt es Eis. Mit Sahne.

früher Sommermorgen

leise Melancholie
verwebt in Molltönen
steigt auf ins Himmelblau
wiegt sich sanft
über goldenen Feldern
leise klopft
die Zukunft an mein Leben
fragt
wie es sein wird
so oder anders

Der Dienstag dichtet! 🙂  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die WortverzauberteLyrikfederEin Blog von einem Freund,  Nachtwandlerin, Lindas x Stories, Myriade und Gedankenweberei sind mit von der Partie. Schaut doch mal bei ihnen vorbei, der Dienstag fängt besser an mit ein bisschen Wortzauberei!

Alltag

der Alltag fährt Zug
täglich dieselbe Strecke
nächster Ausstieg: Urlaub

morgens

weiße Blusen, rote Nägel, blauer Himmel,
Morgenwind im Haar
vielversprechender Start
in monochrom

Der Garten wird größer

Der Garten wird größer

Der Garten ist eine trostlose Öde, immer schon. Er gehört ein bisschen den Erdgeschossmietern, zum größten Teil aber niemandem, wenn man von den Amseln absieht. Die Erdgeschossmieter feiern und spielen ab und zu darin, pflanzen oder gießen tun sie nicht. Der Rasen ist trocken und sonnenverbrannt, die ehemalige Hecke besteht aus einem wurzeligen Erdwall. Ein einsamer, namenloser Busch wächst zwischen Zaun und Hauswand. Ein namenloser Busch vor einer kahlen Hauswand hinter einem Metallzaun, der einen trockenen Erdwall begrenzt. Geht es trostloser?
Vor ein paar Tagen, an einem warmen Abend, ist irgendetwas in mich gefahren. Es hat mich in den Keller gehen lassen, mir dort den Liegestuhl in den Arm gedrückt und hat mich neben den Busch auf das trockene Gras gesetzt. Etwas seltsames geschah. Der Garten wurde größer. Der Himmel höher. Der namenlose Busch wurde zum grünen Lebewesen. Kleine, graue Schmetterlinge flatterten über das Gras. Amseln erschraken sich beim Staubbaden, als sie sich umdrehten und mich sahen.
Es gibt mehr Radfahrer in unserer Straße, als ich vermutet hatte. Ich kenne jetzt die Schatten. Ich weiß, wann sie wo sind. Es stört kein bisschen, dass mich jeder sehen kann. Ich kann ja auch alle sehen. Neulich hat der Nachbar gelächelt und gegrüßt. Mein linker Arm hat einen kleinen Sonnenbrand, weil der Schatten nicht so wollte wie ich.
Ich werde den Busch Harry nennen. Harry, fahr schon mal den Schatten vor, ich komme gleich. Der Garten hat sich verändert, obwohl sich nichts verändert hat. Er ist groß geworden. Ein kleines Stück davon gehört jetzt mir. Und den Amseln natürlich.

Marmeladensommer

Erdbeerflecken verzieren das T-Shirt
mit roten Stickereien
Marmeladensommer

Jaja, das mit der Pause, das kriege ich irgendwie nicht richtig hin 🙂 . Das Bild ist ein google-Gedicht aus dem letzten Jahr, und da ich die Erdbeeren dieses Jahr sehr gefeiert habe und die Saison nun leider fast vorbei ist, gibt´s heute zwei Erdbeerworthaufen.

Der Dienstag dichtet! 🙂  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die WortverzauberteLyrikfederEin Blog von einem Freund,  Nachtwandlerin und Lindas x Stories und Myriade sind mit von der Partie. Schaut doch mal bei ihnen vorbei, der Dienstag fängt besser an mit ein bisschen Wortzauberei!

Drachensommer

kalte Schuppenwolken über den Wiesen
schimmern drohend marmorblau und weiß
Drachentage

 

Hier!

hart knallen Absätze aufs Pflaster
jeder Tritt ein Statement:
Ich bin!

Abfahrt

der Zug läuft ein wie ein Ozeandampfer
schiebt Zeitwellen vor sich her
die Abfahrt erfolgt pünktlich