Judiths‘ Was-Fragen

Die Fragen habe ich bei Judith entdeckt und mir ausgeliehen. Vielen Dank! 🙂

  • Was siehst Du, wenn Du nach rechts schaust?

Die kahlen Köpfe einiger großer, alter Bäume und zwei Ordner, die ich leider noch bearbeiten muss.

  • Was stärkt Deinen Mut?

Schöne Texte. Die sind wie Brot und Wasser und Manna.

  • Was hat Dich gestern gefreut?

Der Lachanfall beim zoom-Treffen. Und die Unzufriedenheit mit meinen Texten. Sehr schön.

  • Was hilft Dir am besten beim entspannen?

Stille. Planlos sinnieren. Vorfreude. Schrecklich dumme Handyspiele (Austin, ich liebe dich!)

  • Was ist Dein Lieblingseis?

Keines. Ich lass mich gerne überraschen.

  • Was steht auf Deiner To be-Liste für heute?

Mindestens drei schöne Wörter finden, die zusammengehören, aber noch allein im All herumirren. Ansonsten: Arbeiten, kochen, leben.

  • Was waren die drei schönsten Erlebnisse 2021 für Dich?

Mein Vater ist noch dabei! Alles andere fällt daneben sehr ab.

Impulswerkstatt – Ficus elastica

Das ist ein Beitrag zu Myriades Impulswerkstatt. Hier kann man/frau nachlesen, was das ist.

Und hier geht es zur aktuellen Einladung.

Ficus elastica

Und dann sah er manchmal, kurz nur, zwischen den Berichten, den mails, dem kalt gewordenen Kaffee, den er immer noch aus seiner alten Londoner Tasse trank, zwischen zwei hastigen Telefonaten („Hast du´s schon gehört?“ „Vergiss das Brot nicht!“) und zwei endlosen Exceltabellen, auf jeden Fall zwischen all diesen Dingen sah er dann manchmal kurz zum Fenster. Betrachtete die staubigen Scheiben, die sich vor der Dunkelheit draußen schämten und sein Büro spiegelten, es durch die Staubschicht weichzeichneten und ihn jünger aussehen ließen. Sah den Ficus elastica, den er von seinem Bürovorgänger geerbt hatte und der sich ans Licht krallte, entschlossen, und anstatt in die Breite in die Länge wuchs, immer an der Glaswand entlang, die ihm gleichermaßen entschlossen den Weg versperrte, zwei stumme Krieger, die sich bekämpfen würden, bis das Gebäude irgendwann abgerissen oder saniert würde. Er hatte es nachgelesen, der Ficus elastica war eine Würgepflanze, ein Baumwürger, und hier, hinter den Glasscheiben, gab er sein Bestes, auch, wenn es nichts zu würgen gab außer der trockenen Büroluft. Sie waren sich ähnlich, der Ficus und er. Niemals aufgeben, niemals nachlassen, seiner Natur treu bleiben, auch, wenn das Leben absonderliche Bahnen schlug. Hatte er sich selber vor dreißig Jahren so gesehen, hinter staubigen Glasscheiben, lichtlos, als Verbündeten einer Würgepflanze? In sein Überlegen hinein klingelte das Telefon, ein mittelalter Apparat, Lichtjahre entfernt von seinem Smartphone, das neben ihm wie eine summende Nabelschnur zur Außenwelt lag. Das immerhin hatte er dem Ficus voraus. Bevor er den Anruf entgegennahm, stand er auf und goß den Rest kalten Kaffees über die ausgedörrte Erde des Ficus elastica, und ihm war, als hörte er ein leises Seufzen, während die grünen Blätter sich dichter an die Glasscheibe pressten.

Morgengrauen

Morgengrauen

lauwarmes Morgengrauen
streicht komplizenhaft
über die Beine
der Tag gähnt lustlos
übergibt meine Hand dem Alltag
er küsst mich feucht
auf beide Wangen
ich lächle ergeben:
wir sind wieder ein Paar

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.
Auch Wortgeflumselkritzelkram
Mutigerleben
WernerKastens
die Nachtwandlerin
Myriade
Gedankenweberei
Wortverdreher
Myna Kaltschnee
Lebensbetrunken
der BerlinAutor
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Red Skies over Paradies
Your mind is your only limit
Dein Poet
Geschichten mit Gott
Lindasxstories
Findevogel
und Traumspruch sind mit von der Partie.
Viel Freude bei allen Besuchen!

zwischen dem Tagespensum Alltag

zwischen dem Tagespensum Alltag

Nuß-Feigen-Brötchen
frische Bettwäsche
ein Hauch Blau im Grau
Fußballkonferenz im Radio
(Schienbeinroller, tja)
in der Bolognese Kaffeesalz
Papagespräche
der Alltag
ist ein himmlisches Buffet
das Passende
für jeden
sieh
hin

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Dein Poet
Geschichten mit Gott
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Findevogel
und Traumspruch sind mit von der Partie.
Viel Freude bei allen Besuchen!

heute morgen

Bild

der Himmel heute morgen
ist seltsam gestartet
neun Stunden geschlafen
immer noch müde
ich möchte ETWAS
die Wäsche von letzter Woche
duftet nach Behaglichkeit

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.
Auch Wortgeflumselkritzelkram
Mutigerleben
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Red Skies over Paradies
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und Traumspruch sind mit von der Partie.
Viel Freude bei allen Besuchen!

Kleine Schönheiten

  • der PC mit (fast) unbegrenzten Möglichkeiten
  • freundliche Telefonate
  • kompetente Nothelfer
  • zoom-Treffen
  • Schlittenfahrer beobachten
  • selber Schlitten fahren
  • Puderzuckerschneewolken
  • verschneite Wälder und Felder
  • Schneemänner. Schneemänner! ♥
  • bei -5° draußen die Heizung anstellen können
  • Brot schneiden
  • Tee mit Holunderblütensirup
  • Schneeflocken zusehen
  • die bestellten Masken kommen tatsächlich an
  • das rosa Buch aus dem Schaufenster einfach kaufen
  • die kleine, grüne Götterspeise am Abend

ABC-Darium der wichtigen Alltagsdinge – X, Y und Z

X wie Xenia:

Die böse Schwester in der Märchenbraut-Serie. Ich konnte sie nicht leiden, echt nicht, aber sie hat die ganze Sache erst spannend gemacht. Ohne sie wäre die Geschichte in Folge 1 auserzählt gewesen.

Y wie Yellow Press:

Faszinierend und abstossend zugleich.

Z wie Zeppelin:

Zeppeline sind Sehnsuchtsmaschinen, ein Gruß aus einem Paralleluniversum, in dem es viel mehr Messingzahnräder und Dampfmaschinen gibt als bei uns. Manchmal (aber nur manchmal) würde ich gern dort leben.

Und damit ist es hinöber, das A-B-C-Gestöber! 🙂

ABC-Darium der wichtigen Alltagsdinge – U, V und W

U wie Urmel aus dem Eis:

Die liebenswertesten Sprechbesonderheiten, die ich je gelesen habe, und die begehrenswerteste Insel der Welt. Wer möchte nicht seine eigene Mupfel am Rande des Meeres, in der man in Ruhe seine melancholischen Seegedichte singt…

V wie verrückt:

Ich bin an manchen Stellen auch verrückt. Wenn ich so überlege, bin ich das ganz gern.

W wie Waldemar:

Ein Name, den ich gerne noch irgendwie verwenden möchte. Der oder das, das Waldemar heißt, existiert da draußen schon. Wir haben uns nur noch nicht gefunden.

Viele, viele Waldemars?

ABC-Darium der wichtigen Alltagsdinge – R, S und T

R wie Rumpelkammer:

Oh du geheimnisvoller Raum voller Möglichkeiten und Wunder!
Hätte ich dich doch bloß nicht aufgeräumt.

S wie Sensibelchen:

Bin ich. Immer und überall und ich hätte es sehr gerne, dass alle Rücksicht nehmen und auf Zehenspitzen laufen. Blöd nur, wenn ich sie dabei mit großem Gepolter in Grund und Boden schubse wie der Elefant im Porzellanladen.

T wie Tanja:

Das bin ich! Ta-daa! 🙂