Draußen im März

Draußen im März

Vielstimmiges Zwitschern der Vögel
Vibrierender Nachhall eines pochernden Spechts
Gelbe Forsythiensträucher und kleine Narzissen
Grüngelbblühende Korkenzieherhaselsträucher
Blasses Licht, das durch Wolken bricht und die Sonne erahnen lässt
Aufgeweichter Boden
Pfützen
Matsch
Abgebrochenes Gezweig
Altes blassbraunes Laub
Hier und da Knospen – kurz vorm Aufbrechen
Hängende Krokusköpfchen und verblühende Schneeglöckchen
Ein plätschernder Bach
Entferntes Hundegebell
Rauschender Wind an meinen Ohren, nicht mehr ganz kalt
Ponys im Winterfell auf zertretener Weide
an manchen Sträuchern frisches helles Grün
Rosa blühende Zierkirschen und purpurne Azaleen
In der Luft ein Hauch von Frühling

Das ist ein Gastbeitrag von Himmelgraublau, mit sehr viel Frühlingsspaziergangsstimmung – vielen Dank dafür! 🙂

März

Tauwetter
auf der Fensterbank
narzissengelbe Hoffung
zerbrechlicher Frühling
wir schütteln die Winterstarre ab
ahnen das Jahr
ducken uns zwischen letzten Schneeflocken
die Augen unbeirrt auf erste Knospen gerichtet

Im März könnte man

das Erwachen & Aufblühen der Natur bewusst wahrnehmen
Fenster putzen & Licht hereinlassen in Wohnung & Leben
Frühlingsdeko rauskramen
wandern gehen
die Zeit vor Ostern bewusst gestalten, zB jeden Tag Gutes suchen, 7 Wochen lang
Kleiderschrank ausmisten
eine Saison nicht getragene Sachen verschenken, zB an eine Kleiderbörse für finanziell Schwächere
zu eigenen Fehlern stehn und um Entschuldigung bitten
sich in die wärmende Sonne setzen
und wahlweise ein Buch lesen oder die Augen schließen – und genießen
jemanden treffen, den man lang nicht gesehn hat
sich selbst einen Strauß Tulpen schenken
ans Meer fahren – und sei’s nur für einen Tag
am Morgen oder in der Abenddämmerung einem Freiluftgratiskonzert lauschen

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