Oink spielt Carcassonne

„Was macht ihr da?“ fragt Oink neugierig.
„Wir spielen Carcassonne“, sage ich.
Oink marschiert aufs Spielfeld. „Wie geht das?“
„Man baut Städte und Wiesen und Straßen, dann setzt man Bewohner in die Städte und Bauern auf die Wiesen und Bauleute auf die Straßen, und wer die größten Städte und Wiesen und die längsten Straßen hat, gewinnt“, erkläre ich.
„Aha“, sagt Oink. Er guckt nachdenklich. „Kann ich mitspielen?“
„Klar. Wir sind aber schon mittendrin“, sage ich.
„Macht nichts“, sagt Oink. „Sag mal, die Bauern, das sind doch die, die ganz viele Schweine haben, oder?“
Ich wiege den Kopf. „Manche“, sage ich.
Oink nickt. „Bin ich dran?“ fragt er.
„Ja.“
Oink spaziert los und schiebt alle Bauern von allen Wiesen auf einen Haufen.
„He!“ rufe ich entrüstet, „was soll das?“ Meine Mitspielerinnen gucken verzweifelt. Ihre Bauern haben besser gelegen als meine.
Oink schnauft angestrengt, als er den letzten Bauern zum Haufen schiebt. „Guck!“ Er lacht begeistert. „Das Schwein -das bin ich- hat ziemlich viele Bauern!“
Ich lege den Kopf in die Hände. Meine Mitspielerinnen lachen. Oink grunzt fröhlich vor sich hin.
Soviel zu Carcassonne mit meinem Mitbewohner. Regeln? Pffff.

25. Februar

„Warum sagt er nichts? Ist er stumm?“ fragt Oink besorgt.
„Er kann nichts sagen. Er lebt nicht“, sage ich.
„Aber… warum nicht? Er sieht doch lebendig aus!“
„Tja“, sage ich, „das heißt noch lange nichts.“
Oink sieht dem Schneemann ins Gesicht. „Komisch… er ist ein bisschen wie ich, aber dann wieder überhaupt nicht wie ich. Bist du sicher, das ich lebe?“
„Du? Du kamst aus dem Briefumschlag und das erste, was du gesagt hast, war ‚Oink!‘ und ‚wo bin ich?‘ Du bist sehr lebendig.“
„Ich kam aus einem Briefumschlag?“ fragt Oink zweifelnd.
„Ja“, sage ich, „und es gibt Gerüchte, dass du von noch sehr viel weiter weg bist.“
„Echt?“ Von wo denn?“
„Nepal“, sage ich.
Oink wackelt mit den Ohren. „Daran kann ich mich nicht erinnern. Das allererste, an das ich mich erinnere, ist mein erstes Frühstücksei bei dir.“
„Tja“, sage ich, „trotzdem, stell dir vor, deine Ohren haben vielleicht schon in nepalesischem Wind geflattert! So weit weg war ich noch nie.“
„Hm“, sagt Oink. Er sieht nicht überzeugt aus. „Und der Schneemann? Warum lebt der nicht?“
„Ich habe keine Ahnung“, sage ich.
Oink stupst den Schneemann ein letztes Mal an, dann seufzt er. „Das Lebendigsein ist manchmal komisch verteilt, findest du nicht?“

21. Februar

Oink sieht nachdenklich aus heute morgen. Ich trinke meinen Tee und warte.

„Wusstest du, dass Wildlederschuhe besonders anfällig für Schneeränder sind?“ fragt er schließlich nach einer langen Pause. Ich schüttele den Kopf. „Und das Stiefel meistens zuerst am Reissverschluss kaputt gehen?“ Ich nicke. Oink seufzt. „Ich trage nicht mal Schuhe,“ sagt er, „und sie hat nur über Schuhe geredet.“ Er blickt hoch zu mir. „Ich höre mir gern was über Schuhe an, echt, aber den ganzen Abend?“ Ich nicke. „Nicht einfach, das, was?“ frage ich. Oink wackelt mit den Ohren und beugt sich in meine Richtung. „Es war… langweilig!“ Das letzte Wort flüstert er. „Dabei hat sie so schöne Borsten!“ „Vielleicht solltest du berücksichtigen, dass sie meine Schuhbürste ist,“ sage ich, „da liegt das Thema Schuhe nicht weit.“ „Hm,“ macht Oink. Dann grinst er. „Ich weiß jetzt, dass dein Schuhgeschmack in den letzten Jahren nachgelassen hat, und das du früher experimentierfreudiger warst. Stimmt das?“ „Was?“ frage ich entrüstet, „hat sie das echt gesagt?“ Oink nickt. „Hm. Naja,“ sage ich, „möglicherweise war ich früher öfter in der Stadt… da sieht man mehr…“ ich gucke hoch. Oink sieht mich mit großen Augen an. „Ok, ok,“ sage ich, „beim nächsten Mal nehme ich dich mit.“ Oink grinst und hüpft auf das Frühstücksei.

„Also,“ sage ich und schneide mein Brötchen auf, „das mit dir und deiner Verabredung wird also nichts ernstes?“ „Doch!“ sagt Oink mit Nachdruck, „wir sind jetzt befreundet, und ich kann sie immer fragen, wenn ich etwas über Schuhe wissen muss. Meine erste Freundin!“ sagt er andächtig. „Nur abends Sterne gucken, das machen wir nicht mehr, das passt irgendwie nicht.“ Ich nicke. „Meine Wohnung ist groß“, sage ich, „wer weiß, wer sich hier noch alles herumtreibt.“ Und dann frühstücken wir.

Rosa geht eigene Wege

Letztes Jahr im Oktober ist Rosa bei mir eingezogen, das Schaf mit der Vorliebe für rosa Locken und Zwerge mit geringelten Mützen. Ich bin noch einen Bericht schuldig, wie die weitere Entwicklung unseres Zusammenwohnens verlaufen ist. Bitteschön!
Rosa hat sich als äußerst selbständig erwiesen, um nicht zu sagen, freiheitsliebend bis zur Aufgabe des ständigen Wohnortes. Ihr kleines Tete-a-tete mit dem Herrn mit der geringelten Zipfelmütze hat sich als zu überwältigend für ihn herausgestellt. Er mag es lieber ruhig und hat am liebsten einen dauerhaften Standplatz, von dem er sich nur sehr selten wegbewegt. Rosa dagegen… tja, ihr fehlten die Querfeldeinrennen mit den Hütehunden, die Aufregung, das Abenteuer und die frische Luft um die Nase.

Und so hat sie sehr schnell Mittel und Wege (vor allem Wege!) gefunden, meine schöne, warme Wohnung so oft wie möglich zu verlassen. Ich war zuerst ein bisschen geknickt, ich meine, wer findet es schon toll, wenn eine neue Mitbewohnerin dauernd fluchtartig die gemeinsamen Wohnräume verlässt? Aber sie kam immer zurück, war dann gut gelaunt und ausgeglichen, brachte Waldgeruch mit sich, und sie und der geringelte Herr zogen sich für ein Stündchen zurück. Rosa erzählte von ihren Abenteuern, der Zipfenmützenberingelte hörte gebannt zu und war froh, nicht da raus ins Ungewisse zu müssen und Rosa sonnte sich in seiner Aufmerksamkeit.

Rosa erzählte von Weinlaublabyrinthen, in denen sie sich zuerst immer verirrt hätte, aber mittlerweile würde sie immer ihren Weg finden und wie eine Seiltänzerin über die dünnsten Äste vor den Hütehunden des Viertels fliehen können. Noch nie hätte einer auch nur eine Locke ihres Haares zwischen den Zähnen gehabt!

In einer abgelegenen Ecke des Viertels gäbe es paradiesische Senfflechtenwiesen, und am Rand der Wiesen wüchsen die leckersten Rote-Flechten-Beeten, die man sich vorstellen könne! Nichts sei besser für die Augen, gesunde Klauen und natürlich das Fell! Man könne ja nicht dauernd nachfärben, wer hätte denn dafür Zeit!

Für die orangenen Zuckernüsse müsse sie schon ganz schön hoch klettern, aber nichts wäre besser für den kleinen Nachmittagsrausch als diese Nüsse. Rosa! habe ich entsetzt gerufen, aber Rosa hat nur milde gelächelt.

Einer der spannendsten Orte überhaupt sei der große Blätterrausch an einem geheimen Ort am Waldrand. Ein Blätterhaufen, so groß wie die Welt! Wenn man nicht aufpasse, würde man nie wieder herausfinden und müsse ein elendes Dasein darin fristen, nur mit der Gesellschaft von Käfern, Spinnen und Regenwürmern, und dass die nicht die begnadesten Unterhalter seien, wüsste ich ja wohl!

Ein weiterer Lieblingsort sei ein alter, verlassener Container, der im wahnsinnigsten Rot leuchten würde, das man sich vorstellen könne! Nicht nur Rosa wäre regelmässig dort, auch Igel, Rehe und Füchse würden den Container verehren, weil er das einzige verlässliche Rot der Umgebung bieten würde. Manchmal gäbe es dort geheime Treffen der Waldbewohner, an denen sie, Rosa, mittlerweile als gleichwertiges Mitglied teilnehmen dürfe! Ich habe natürlich sofort gefragt, worum es bei diesen Treffen ginge, aber Rosa starrte mich nur an und erwiderte kühl, dass sie selbstverständlich kein Tratschschaf wäre.

Auch dieser Pfahl sei sehr beliebt im Wald, aber im Gegensatz zum Container stünde er an einer zu öffentlichen Stelle, so dass er weniger besucht sei. Was für sie, Rosa, natürlich nicht gelte. Und ob ich gesehen hätte, wie das Orange mit ihrer Fellfarbe sprechen würde? Ich habe genickt.

Und so ist Rosa kein normales Hausschaf geworden. Sie ist oft auf Abwegen, selten zu Hause, und wenn ich sie mal treffe (was nicht oft der Fall ist), duftet sie nach Moos, Kiefernnadeln und Waldboden und hat ein grünes Funkeln in den Augen. Sie ist kein Einstein-Schaf, aber sie kann höher klettern, findet bessere Futterstellen und ist abenteuerlustiger als alle anderen Schafe, die ich bisher getroffen habe. Eindeutig: Mein Leben wäre ärmer ohne sie.

14. Februar

Oink ist hin und weg. „Hast du ihre Haare gesehen? Diese Borsten!“ Er lächelt selig und guckt mich verträumt an.
„Ähm…“ sage ich.
„Und diese Rundungen! Ohhh… sie ist perfekt!“ Oinks rosa wird noch etwas rosaner.
Ich räuspere mich.
„Und wie sie ihre Borsten trägt! So natürlich! Sie glänzen wie… wie…“ Er blickt sinnend vor sich hin.
„Wie Honig?“
„Ja! Genau!“ Er lächelt und sieht etwas, was ich nicht sehe.
„Du, also, weisst du…“ Ich verstumme. Wie sage ich es ihm? Seine Angebetete ist meine Schuhbürste, und ich glaube, sie hat keine Ahnung, dass ihre Borsten verehrt werden. Sie ist einfach nur eine Schuhbürste. Oinks sind selten auf dieser Welt.
„Weisst du was?“ Oink balanciert vor Aufregung auf den Zehenspitzen. Er hat mir nicht zugehört.
„Was denn?“ frage ich höflich nach und bin dankbar für die drei Sekunden Aufschiebezeit.
„Ich habe sie gefragt, ob sie heute abend mit mir den Schnee angucken will!“
„Oh!“ sage ich.
„Und weisst du was?“ Oink hüpft jetzt auf und ab.
Ich gucke fragend.
„Sie hat ja gesagt!“ Er strahlt über beide Backen.
„Ach!“ sage ich.
„Darf ich heute abend dein Fensterbrett haben?“ Oink guckt flehend.
„Ja, äh, klar“, sage ich überrumpelt.
„Super, danke!“ ruft Oink und hüpft davon. „Ich muss mich hübsch machen!“
Ich gucke ihm hinterher. Ich muss noch sehr viel lernen auf dieser Welt, das steht fest.

12. Februar

„Brrrr, ist mir kalt!“ schimpfe ich und bewege unbehaglich meine eisigen Zehen. Oink hüpft durch den Schnee. „Ist dir nicht kalt?“ frage ich ihn.
Er bleibt stehen und wackelt mit den Ohren. „Was ist kalt?“
„Oh“, sage ich. „Also, das ist, wenn du deine Hände und Füße nicht richtig spürst und so ein taubes, stechendes Gefühl in ihnen hast. Und wenn du zittert. Und Gänsehaut hast. Und wenn deine Haut sich gern nach innen ziehen würde, das aber nicht kann.“
Oink schüttelt den Kopf. Er sieht beunruhigt aus. „Das kenne ich nicht. Ist das schlecht, wenn ich das nicht kenne? Nur das mit der Haut, das hatte ich neulich, mit dem Rotwein. Das war nicht schön.“
Ich gucke ungläubig. „Du frierst nicht? Gar nicht?“
Oink schüttelt wieder den Kopf. „Wenn frieren dasselbe wie kalt ist, nein.“ Er guckt wieder besorgt. „Ist das schlimm?“
Ich überlege. „Naja… das Frieren an sich nicht, das musst du nicht vermissen. Aber wenn es dann warm wird und man aufhört zu frieren, und wenn die Füße prickeln, das ist schon sehr schön.“
„Aber das kenne ich!“ ruft er aufgeregt, „das ist das Gefühl, das ich habe, wenn du mich auf ein Ei setzt! Vorher ist da so eine Leere, und man möchte, dass das aufhört, aber es geht irgendwie nicht, und manchmal kriege ich so kleine Beulen innendrin, und dann kommt das Ei und alles ist wunderbar.“ Er strahlt.
Ich nicke langsam. „Doch, das ist wie frieren und warm werden“, sage ich.
Oink seufzt erleichtert. „Gut. Jetzt weiß ich, was frieren ist und ich kann das. Und jetzt lass uns weitergehen, es ist so schön weiß überall!“
Ich seufze unhörbar und wackle mit den kalten Zehen. Er hat Recht. Es ist wunderbar weiß überall. Und kalt. Sehr kalt.

Ein Schneewanderer unterwegs.

6. Februar

„Was trinkst du da?“ fragt Oink.
„Rotwein“, sage ich.
„Rotwein… wie schmeckt das? Und warum ist der in so einem komischen Glas auf einem Ständer?“
Ich überlege. „Der schmeckt wie… strenger Traubensaft mit Wärme. Und warum die Gläser so einen Stiel haben… ich habe keine Ahnung.“
Oink starrt von unten auf das Glas. „Du trinkst doch sonst immer Tee oder Milch oder Wasser.“
„Schon. Aber hier, einmal in der Woche, gibt es Rotwein.“
„Kann ich mal probieren?“
Ich grinse. „Klar. Aber du wirst Flecken auf deinem rosa Bauch bekommen, und ich meine mich zu erinnern, dass du da sehr etepetete bist.“
Oink guckt beleidigt. „Ich bin gar nicht etepetete!“
„Doch.“ Ich überlege. „Ich weiß was: Wir machen das so wie bei den Frühstückseiern.“
Oink strahlt. „Ja!“

Als er auf der Flasche sitzt, atmet er tief ein. „Oh!“
Ich nicke wissend.
„Das fühlt sich interessant an“. Oink wiegt sich hin und her. „Duftet nach Weintrauben. Und Mandali… Margarin… Mandarinen! Und Bitterschoddolade?“ Er hickst. „Bitterschnoddru… Bitterschorolade… egal.“
Ich reibe mir übers Kinn. „Ich glaube, du solltest da runterkommen.“
„Noch´n Momentchen… hicks. HICKS!“ Oink fällt vom Flaschenhals. „Puh! Warum dreeeeht sich alles? Hassu den Tisch auf Rollen gestellt? HICKS!“
Ich glaube, ich habe ein betrunkenes Eierwärmerschwein auf dem Esstisch, das bedrohlich auf den Tischrand zuwankt. Ups. Jetzt ist er vom Tisch gefallen.
Morgen wird er einen fürchterlichen Kater haben. Und das nur vom dran schnuppern! Armer Oink. Ich sollte Eis bereit legen.
Ich kann nicht anders: Während ich ihm über den Teppich hinterher robbe, grinse ich breiter als ein Honigkuchenpferd.

30. Januar

Oink schnüffelt. „Das ist also Tee?“ fragt er und sieht verwirrt aus. „Ich dachte immer, Tee wäre schwarz und heiß und ich darf nicht reinspringen, weil ich dann Blasen auf der Nase bekomme?“ „Schnee“, berichtige ich, „es heißt Schnee. Und Tee ist auch nicht immer schwarz, obwohl der beste immer schwarz…“ ich verstumme. Das wird zu kompliziert. „Schnee… Schnee…“ murmelt Oink und dreht seine Ohren hin und her. „Er piekst! Und ist weich. Und leise. Ich dachte von drinnen, er würde rascheln, aber das tut er gar nicht…“ Oink tapst mit den Füßen im Schnee herum und guckt über den Balkonkastenrand. „Und das liegt jetzt überall?“ fragt er. Ich nicke. Mir schwirren Worte wie Wetter, Klima und Regionen im Kopf herum, aber ich spreche sie nicht aus. Stattdessen hauche ich auf meine kalten Finger, betrachte Oink, der vor sich hin staunt und beschließe, heute Nachmittag einen Schneespaziergang zu machen. „Wollen wir wieder rein?“ frage ich. „Geh ruhig schon“, sagt Oink, „ich muss noch ein bisschen den Schnee ansehen… er ist so hell, fast wie eine Kerzenflamme, nur kälter… und er riecht wie… wie etwas sehr Neues, oder?“ Ich nicke. Vielleicht bleibe ich doch noch eine Minute draußen.

28. Januar

Oink sieht nachdenklich aus. „Du“, sagt er, „wenn ich meinen Job mache, wird mir ganz warm von innen, aber davor und danach, da ist mir seltsam. Ich fühle mich so… so… leer. Als ob etwas passieren sollte, aber es passiert nichts. Und dann kriege ich schlechte Laune, und alles wird irgendwie farblos. Was ist das?“ Ich überlege. „Dir ist langweilig“, sage ich schließlich.

Oink wackelt mit den Ohren und grunzt leise. „Du brauchst ein bisschen Abwechslung“, sage ich, „da können wir was machen.“ „Echt?“ fragt Oink. „Klar“, sage ich.

22. Januar

„He“, flüstert der Kleine, „wir müssen reden!“ Ich nicke gehorsam und beuge mich vor. „Du und ich, wir wissen, dass ich nicht für die Ewigkeit gemacht bin. Meine Bestimmung ist die Verführung!“ Der Kleine guckt ernst. „Oink versteht das nicht. Er ist lieb und sehr rosa, ich mag ihn. Aber er ist anders als ich. Ich will meine Bestimmung erfüllen! Du wirst nicht zulassen, dass ich hart werde, oder?“ Er guckt mich forschend an. „Ich spüre schon die ersten Veränderungen, ich bekomme eine Kruste. Noch ist sie nicht hart, aber es fängt schon an. Ich habe andere gesehen… die waren versteinert.“ Er schaudert. „Ich verlasse mich auf dich, hörst du?“ Ich nicke. Herrje! Irgendwie hat sich dieser Haushalt in den letzten Wochen zu etwas sehr Neuem entwickelt. Über die Lebensbestimmungen von Marzipanschweinchen habe ich bisher auch noch nie nachgedacht.