Ausgelesen: Der Zopf. Von Laetitia Colombani.

Dieses Buch habe ich überall in den Buchhandlungen herumliegen sehen und es wurde sogar kurz in meinem Schreibkurs angesprochen. Dann bekam ich es ausgeliehen.

Die Inhaltsangabe des Verlags:

„Die Lebenswege von Smita, Giulia und Sarah könnten unterschiedlicher nicht sein. In Indien setzt Smita alles daran, damit ihre Tochter lesen und schreiben lernt. In Sizilien entdeckt Giulia nach dem Unfall ihres Vaters, dass das Familienunternehmen, die letzte Perückenfabrik Palermos, ruiniert ist. Und in Montreal soll die erfolgreiche Anwältin Sarah Partnerin der Kanzlei werden, da erfährt sie von ihrer schweren Erkrankung.
Ergreifend und kunstvoll flicht Laetitia Colombani aus den drei außergewöhnlichen Geschichten einen prachtvollen Zopf.“

Tja. Was soll ich sagen? Meins war´s nicht. Ich fand die drei Geschichten jede für sich nicht schlecht, wenn sie auch ziemlich gestrafft und mit wenig Zeit für die einzelnen Figuren geschrieben wurden. Das zusammenflechten der Geschichten gefiel mir nicht, der Faden, der alles verbindet, ist mir zu dünn. Es hat sich mir nicht erschlossen, was genau der Reiz daran sein soll, einen zerhackten Text zu lesen, der nur dadurch zusammengehalten wird, dass alle drei Protagonistinnen Frauen sind und sich die Haare teilen. Das scheinen Millionen Leser anders zu sehen, aber man soll ja zu seinem eigenen Standpunkt stehen. Was ich hiermit tue. Viel Freude allen anderen, die das Buch lesen und es mögen.

Ausgelesen: Der Hut des Präsidenten. Von Antoine Laurain.

Als Präsident François Mitterrand seinen Hut in einer Brasserie vergisst, kann Daniel es kaum glauben: Der Hut des Präsidenten! Er nimmt all seinen Mut zusammen, lässt ihn mitgehen und ab diesem Zeitpunkt geschehen seltsame und wunderbare Dinge. Daniel erhält seinen lange überfälligen Karrieresprung, der Hut wandert weiter und beendet eine einseitige Liebesgeschichte, ein Meisterwerk wird geschaffen und ein Leben verwandelt. Alles wegen eines Hutes.

Damit ist auch schon alles gesagt. Der Roman ist nicht sonderlich umfangreich, es sind vier oder sogar fünf Geschichten, wenn man es genau nimmt, da bleibt nicht viel Zeit für tiefsinnige Gedanken oder Entwicklungen. Ein amüsanter Zeitvertreib für einen Nachmittag, wenn man nicht viel denken möchte, sehr französische Leichtigkeit des Seins und dann kann man es getrost dem nächsten Leser übergeben und sich anderen Dingen zuwenden.

Ausgelesen: Odinskind, Fäulnis, Gabe: Die Rabenringe. Von Siri Pettersen.

Hier kommt ein Sommerpausentipp für Fantasysüchtige, die detailreich gestaltete Welten lieben, sich gern Zeit beim Lesen lassen und es  mögen, wenn die Figuren auch Zeit zum Entwickeln haben. Voilà: Die Rabenringe.

Hirka wächst in Ymsland auf, einer Welt, die entfernt an nordische Sagen erinnert. Mit fünfzehn erfährt sie, dass sie ein schwanzloses Wesen aus einer anderen Welt ist, ein Odinskind, das Verderben über ihre Welt bringen wird. Oder?

Die Saga ist voluminös geschrieben, die Sprache spielt mit einen leichten Schlag ins Altertümliche, das gut zur Geschichte passt und ist sehr flüssig lesbar. Dem Weltpersonal wird viel Zeit gegeben, sich zu entfalten und zu wachsen oder sich zu verändern, die Buchwelt (bloß nicht zuviel verraten!) ist bis ins kleinste Detail perfekt ausgestaltet, die Idee hinter allem keine Enttäuschung und sie wird auch nicht zu schnell preisgegeben – kurzum: Wer Fantasyromane wegen all dieser Dinge mag, ist hier sehr gut bedient und kann eine ganz Weile komplett in Ymsland untertauchen.

Das einzige, was mir nicht gefallen hat, sind die Titel und die Umschlagillustrationen. Ich hätte die Bücher nicht gelesen, wenn sie mir nicht förmlich aufgedrängt worden wären mit dem Hinweis: Musst du lesen! Tja. Da hätte ich was verpasst.

 

unterwegs

ruhig rauscht die Landschaft
an Seelenstürmen vorbei
nächster Halt:
Auge des Sturms

Der Dienstag dichtet! 🙂  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die WortverzauberteLyrikfederEin Blog von einem Freund,  Nachtwandlerin und Lindas x Stories sind mit von der Partie. Schaut doch mal bei ihnen vorbei, der Dienstag fängt besser an mit ein bisschen Wortzauberei!

Ausgelesen: Die vielen Leben des Harry August. Von Claire North.

Was würdest du tun, wenn du dein Leben nicht einmal, sondern viele Male leben würdest? Harry August lebt in einer Zeitschleife, er wird nach seinem Tod erneut geboren, im selben Jahr, im selben Leben, aber mit wachsenden Erinnerungen, denn er vergisst nichts. Dann erreicht ihn ein Hilferuf aus der Zukunft: Die Welt wird untergehen, was unvermeidlich ist, aber es wird viel früher als erwartet geschehen.

Das Buch ist brillant geschrieben, soviel zu Anfang. Es wird (um gleich im Zeitreisemodus zu bleiben) auf jeden Fall am Ende des Jahres zu meinen Lesehöhepunkten gehören. Die Autorin Claire North hat einen Mix aus SciFi und Fantasy geschrieben, bleibt aber wunderbarerweise weitab von allen gängigen Klischees, was eine Wohltat für die Leserin/den Leser ist. Es breitet sich eine intelligente, klug konstruierte Geschichte vor dem staunenden Leser aus. Der Protagonist erzählt uns seine Geschichte im Rückblick, der rote Faden ist erkennbar, wird jedoch in vielen Wirbeln erzählt, die einem anfangs etwas Geduld abverlangen, die sich aber mehr als auszahlt. Außerdem sind die Wirbel auch noch sehr unterhaltsam geschrieben, so dass die Abstecher vom roten Faden mit zunehmenden gelesenen Seiten immer mehr Freude machen. Ich zumindest fand die abnehmende Anzahl der noch zu lesenden Seiten immer beunruhigender, je weiter ich mich dem Ende näherte, in dem es um nichts geringeres als die Rettung der Welt geht. Zumindest vorläufig.

Neben dem vielen Klein-Klein des Alltags, das durchaus auch Erwähnung findet, geht es in vielen Passagen um philosophische, ethische und politische Fragen, die sich unweigerlich stellen, wenn man viele Leben lang Zeit und die Möglichkeiten hat, etwas zu ändern. Darf man wissenschaftliche Entdeckungen anstoßen, bevor ihre Zeit von selbst gekommen ist? Darf man jemanden töten, weil er sonst viele andere töten wird? Kann man Kriege verhindern und wenn ja, darf man? Diese für einen Roman eher unverdaulichen Fragen werden elegant und ohne zu stolpern in der Handlung versteckt. Sie tauchen immer wieder einmal auf, manchmal scheint es Antworten zu geben, manchmal nicht, und der Leser saugt das alles fasziniert in sich auf, berauscht von all diesen Möglichkeiten!

Und wenn man viele Möglichkeiten hat, sehr viele, erledigt sich die Frage nach der einen, leidenschaftlichen Liebe zumindest für diese Autorin von selbst, außer, sie hätte ein sehr langweiliges Buch schreiben wollen: Was sollte darin passieren, außer, dass der Protagonist in jedem Leben wieder seine eine Liebe sucht, findet, heiratet und alles von vorn beginnt? Das passiert in diesem Buch nicht. Harry verliebt sich und heiratet, ja, durchaus, aber die Beziehung, um die es in diesem Buch wirklich geht, ist die Feindschaft/Freundschaft mit einem anderen Zeitschleifenbewohner, wie uns schon die Einleitung ganz vorn im Buch verrät. Widersprüchlich, ambivalent, nie ist wirklich abschließend sicher, wie die beiden zueinander stehen: Sie lieben und hassen sich, vertrauen einander nie wirklich, können aber auch nicht ohne einander. Die großen Fragen (Ethik, Verantwortung, Schuld) trennen sie voneinander, bringen sie aber auch immer wieder zusammen. Der Schauplatz dieser vielschichtigen Beziehung ist das 20. Jahrhundert von etwa 1920 bis etwa 2000, je nachdem, wann Harry in seinen jeweiligen Leben stirbt. Dazu kommt die Vergangenheit und das Raunen aus der Zukunft, wenn die Zeitschleifenreisenden (denn es gibt mehr von ihnen) Nachrichten von Jung zu Alt zurück in die Zeit schicken.

Das alles ist intelligent zusammengesetzt und in einem angenehmen, eloquenten Schreibstil verfasst, der mich schon auf den ersten Seiten überzeugt hat. Ich wage mich nicht zu fragen, wie lange es wohl gedauert hat, bis die Autorin ihren ersten Entwurf dieser logischen, verschachtelten, hochkomplexen Zeitreisegeschichte fertig hatte. Ich hätte vermutlich graue Haare bekommen nur beim Gedanken daran. Der Roman hat den John W. Campbell Memorial Award 2015 gewonnen und stand auf der Shortlist des Arthur C. Clarke Awards, und das völlig zu Recht. Große Empfehlung!

Wandgespräche

Wandgespräche

Als die Haustür ins Schloss fällt, herrscht einen Moment lang Ruhe.
Dann poltert die Wohnzimmerwand los. „So geht das nicht weiter! Lagebesprechung!“
„Ach, ach, ach“, jammert die Küchenwand, „sie war wieder nur zehn Minuten in mir, ich weiß schon gar nicht mehr, wie sie aussieht!“
„Was soll ich denn sagen? Wie meine Balkonkästen aussehen, alles vertrocknet, es ist eine Schande!“ Die Balkonwand zittert vor Empörung und weil unten ein dicker LKW vorbeifährt.
„Naja, vielleicht hatte sie es eilig“, sagt die vernünftige Badezimmerwand. Sie ist noch feucht, weil sie gerade dort geduscht hat.
„Du hast leicht reden, bei dir ist sie ja jeden Tag mindestens zweimal, aber was ist mit mir?“ Die Esszimmer/Bürowand schwankt hin und her, sie hat es nicht leicht, sie ist auf Bewohnerentzug. Der vorige Mieter hat Stunden in ihr verbracht, und nun? Sie fühlt sich vereinsamt.
„Ruhe!“ Die Wohnzimmerwand lässt die Bücherschränke als Warnung klappern. „Jammern hilft nichts, soviel wissen wir schon. Was können wir tun, um sie länger hierzubehalten?“
Die Badezimmerwand trocknet vor sich hin. Die Schlafzimmerwand schnarcht leise. Die Balkonwand windet sich, dann schlägt sie vor: „Ich könnte mich ja vielleicht versuchen, nicht ganz so stark aufzuwärmen, wenn die Sonne scheint. Obwohl ich ja nun mal eine Südwand bin.“ Stolz sendet sie ein paar Hitzestrahlen nach innen.
„Lass das“, knurrt die Wohnzimmerwand. „Was hast du vorzuschlagen, Küchenwand?“
„Vielleicht… vielleicht absorbiere ich ein paar der schlimmeren Gerüche? Den Käse vielleicht?“
„Gut. Nicht schlecht“, brummt die Wohnzimmerwand. „Da hättest du auch schon früher drauf kommen können. Flurwand?“
Die Flurwand verzieht die Ecken. „Was ihr immer habt! Ich kann mich nicht beklagen! Gut, sie ist nicht stundenlang hier, aber ich sehe sie dauernd, an mir kann´s nicht liegen.“
„Das ist ja wieder typisch!“ Die Küchenwand ächzt anklagend. „Durch dich muss sie dauernd durch, ist kein Wunder, dass du sie am meisten siehst! Du könntest ruhig auch deinen Beitrag leisten!“
Die Flurwand macht ein abschätziges Geräusch. „Wenn es sein muss. War ja klar, dass ihr ohne mich nicht könnt. Dann mache ich mich eben ein bisschen breiter. Seid ihr jetzt glücklich?“
Die Wohnzimmerwand lacht grollend. „Meine Liebe! Ohne uns wärst du gar nichts! Sei froh, dass wir dich nicht einfach dichtmachen. Dann wäre es bei dir zappenduster.“
„Allerdings“, sagt die Schlafzimmerwand mit Reibeisenstimme. Sie ist gerade aufgewacht. „Und im Dunkeln ist es nicht immer schön, das kann ich dir sagen. Mein Beitrag wären noch bessere Träume. Seid ihr einverstanden?“
„Ach du liebe Güte!“ schreit die Esszimmer/Bürowand, „dann kommt sie überhaupt nicht mehr zu mir! Sie isst nichts, sie arbeitet nichts, sie hat kein Hobby – was TUT sie denn überhaupt?“
„Stell dich nicht so an“, sagt die Badezimmerwand. „Du weisst doch, dass man vorher nie wissen kann, wen man bekommt. Jetzt hast du eben mal Pech. Beim letzten hatte ich Pech.“
„Ich auch!“ ruft die Schlafzimmerwand. „Der Geruch war nicht auszuhalten!“
„Aber ich fand´s schön“, flüstert die Esszimmer/Bürowand, „so lange hat sich noch nie einer in mir aufgehalten. Und die Videospiele waren spannend…“
„Zurück zum Thema!“ poltert die Wohnzimmerwand. „Ich werde mich behaglich machen und versuchen, die Nachbarn von oben auszublenden.“
Ein verstopftes Geräusch lässt alle innehalten.
„Ach“, sagt die Flurwand, „die hab ich ja ganz vergessen.“ Sie schüttelt sich und die Tür zum Abstellraum springt auf. Hinter deckenhoch gestapelten Kartons und Sperrmüll kann man die Abstellraumwand kaum verstehen, aber es klingt, als ob sie sagt, dass sie sich so gut es geht verschlossen halten und nichts herauslassen wird.
„Gut“, sagt die Wohnzimmerwand. „Wir wissen also alle, was wir zu tun haben?“ Sie wartet einen Moment. Alle Wände murmeln zustimmend, auch wenn die Flurwand etwas lustlos dabei klingt. „Sehr gut. Was ich noch sagen wollte…“
In diesem Moment wird von außen ein Schlüssel ins Türschloss gesteckt.
Die Wände erstarren. „Alle auf mein Kommando!“ zischt die Wohnzimmerwand, „eins, zwei, drei!“

Sie tritt in ihre Wohnung. Irgendwas ist anders. Die Tür zum Abstellraum steht offen. Sie hat sie doch heute morgen zugemacht? Egal. Nur schnell die Sportschuhe holen, dann ist sie wieder raus. Obwohl… vielleicht könnte sie ja vorher noch einen Kaffee trinken.
Oder?

Das war ein Beitrag zum #writingfriday, an dem ich leider viel zu selten teilnehme und der von Elizzy mit ihrem Blog readbooksandfallinlove.com organisiert wird. Auf ihrem Blog gibt es die Links zu den anderen Teilnehmern mit einem ganzen Füllhorn schöner Texte!

Sommerküche

Sommerküche

hätt ich eine Sommerküche im Freien
gäb´s zu Mittag Himmelblausuppe
und Wolkencréme als Nachtisch

 

Baumwipfelmeer

ich wandre übers Baumwipfelmeer
getragen von grünlaubigen Schöpfen
sanfte Brisen wiegen die Pfade
Tagzapfenblätter duften bergauf
dunkle Pfade unten sind nun fern
erdgebunden all die graubepelzten Jäger
oben schillern kupferrote Himmelsvögel
kein Schatten dunkelt grünen Horizont
ich steige mit den Wolkensängern auf
wir Wandrer zwischen Welten

Der Dienstag dichtet! 🙂  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die WortverzauberteLyrikfederEin Blog von einem Freund,  Nachtwandlerin und Lindas x Stories sind mit von der Partie. Schaut doch mal bei ihnen vorbei, der Dienstag fängt besser an mit ein bisschen Wortzauberei!

Darjeeling

Darjeeling

Am liebsten hätte er alles vergessen. Alles hinter sich gelassen. Die mitleidigen Blicke, wenn er wieder den Freitagabend verpasst und sich vom Sog seiner Arbeit hatte mitreißen lassen. Das Verlangen, eine Lösung zu finden, war übermächtig, er konnte ihm nicht widerstehen.
Niedergeschlagen fuhr er sich mit der Hand über die Stirn und starrte die dampfenden Kupferkessel an. Warum gelang es ihm nicht? Es musste einen Weg geben! Grübelnd schloss er die Augen und ging erneut alles durch. Vom verknöcherten Tentakel eine geriebene Messerspitze. Oder war es eine gehackte gewesen? Verzweifelt drückte er die Handballen auf die Augen, als ein scharfes Knacken durch das Labor schoss.
Er riss die Augen auf. Nicht jetzt! Er würde von vorn anfangen müssen! Panisch suchte er Glaskolben und Rohre ab, und da war es: Ein Reagenzglas war unter dem Druck des heißen Honigs gesprungen. In verzweifelter Hast suchte er etwas zum Abdichten, irgendetwas, riß schließlich den feuchten Teebeutel aus der Tasse und drückte ihn in das Reagenzglas, bis die Versuchslösung darüber hinweg in den nächsten Kolben floss. Allerdings hatte er nicht bedacht, dass der Darjeeling seinen eigenen Willen hatte. Farb- und Bitterstoffe drangen in die Versuchslösung und färbten sie goldbraun. Er schluckte. Er würde wieder von vorn anfangen müssen. Alles umsonst, wie jedes Mal.
Eine kleine Weile lang bemitleidete er sich, dann riss er sich zusammen und bereitete den Abbau vor, als ein leises Klicken ihn aufblicken ließ. Erneut klickte es. Und wieder. Was war das? Ungläubig blickte er auf die Petrischale, die unter dem letzten Abkühlrohr stand. Es glitzerte darin. Wie Gold. Gold? Er nahm einen der kleinen Krümel zwischen Daumen und Zeigefinger, rollte ihn hin und her und biss vorsichtig hinein. Er war schwer. Und weich.
Ungläubig ließ er sich auf einen Stuhl sinken und betrachtete den Teebeutel im Reagenzglas. Darjeeling?
Echt jetzt?

Das war ein Beitrag zu den abc-Etüden, wie immer organisiert von Christiane und ihrem Blog Irgendwas ist immer. Die Regeln: Maximal 300 Worte, und im Text unterzubringen waren dieses Mal die Wörter Reagenzglas, übermächtig und vergessen. Wortspender ist der Herr Stepnwolf mit seinem Blog Weltall. Erde. Mensch…und Ich  – vielen Dank fürs Organisieren und spenden! Und übrigens ist das ein Text für alle, die morgens erst nach der ersten Tasse Tee sicher sind, wer sie sind. 🙂

Verschieden

Nach langer Zeit mal wieder eine kleine Kritzelei.