Was schön war. Samstag, 26.11.2022

  • der geschnorrte Keks (noch warm)
  • Hilfe beim Adventskalendertragen
  • jemandem eine Freude am Geburtstag machen
  • mit „Was schön war“ aufhören, weil am 1. Dezember etwas anderes beginnt

Freud und Wonn

Heute morgen galoppierte plötzlich ein Schwein über meinen Küchentisch, bremste mit allen vier Klauen gleichzeitig, dass die Toastkrümel nach allen Seiten davonflogen, und blieb vor meinem Milchglas stehen. „Ich hab gehört, hier gibt’s Geschenke? Kann ich auch eins haben?“
Ich nahm einen Schluck Milch und versuchte so zu tun, als ob morgendliche Schweine auf Frühstückstischen völlig normal seien, man will ja schließlich sein Gesicht wahren. „Wie kommst du darauf?“ fragte ich um Zeit zu gewinnen.
„Och, ich komm viel rum und da hab ich von dir und dem Adventskalenderengel gehört. Und Geschenke kann doch jeder gebrauchen!“ Das Schwein sah mich auffordernd an. „Freud und Wonn, verstehste?“
Ich richtete mich sehr gerade auf. „Nene, da hast du was in den falschen Hals bekommen, Freud und Wonn ist ein ganz anderes Kaliber, da geht es um Hoffnung, Freude, Zuversicht, Erwartung, lauter große Dinge, weißt du?“ Ich legte meine ganze Autorität in die großen Worte. Man muss Prioritäten setzen im Leben.
Das Schwein sah mich ungerührt an. „So’n Quatsch. Freud und Wonn kann überall her kommen. Die kleinen Dinge sind zwar klein, aber nicht weniger wert. Sieh mich an!“ Es sah mich mit seinen Punktaugen an.
„Ich… ich…“ Mir fiel nichts ein.
„Und du sollst doch die Türen hoch und die Tore weit machen, damit jeder durchkommt!“ Das Schwein grunzte.
Naja. Das Lied war zwar nicht ganz so gemeint, aber wenn die Hauptperson durch alle Türen und Tore durch war, konnten doch wirklich alle hinterhergehen, oder? Darüber musste ich nachdenken. „Na gut“, sagte ich, „du kannst mitmachen. Aber du musst meinen Adventsbegleiter noch fragen, ob er einverstanden ist. Und es geht erst am 1. Dezember los.“
„Super!“ rief das Schwein, „dann haben wir einen Deal! Dein Adventskalenderengel ist einverstanden, er hat gesagt, 24 Geschenke seien für einen sowieso viel zu viel. Dann sehen wir uns Donnerstag!“ Es grunzte zum Abschied und galoppierte über meinen Frühstückstisch davon.
Ich sah ihm hinterher. 24 durch drei ergab acht Geschenke, auch nicht übel. Freud und Wonn… ‚Macht hoch die Tür, macht weit die Tor…‘ summte ich vor mich hin, als ich die Küche aufräumte.

Vorahnung

Grauwolken verheddern sich
der kleine kalte Wind reibt sich die Hände
kriecht zitternd hinter die Ohren
und trotzdem
trotzdem
keimt etwas Warmes
Adventsglühen liegt in der Luft

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.
Auch Wortgeflumselkritzelkram
Mutigerleben
Werner Kastens
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Wortverdreher
Dein Poet
Geschichten mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Petra schreibt
Traumspruch
und Lyrik trifft Poesie
sind mit von der Partie.
Viel Freude bei allen Besuchen!

Was schön war. Sonntag, 20.11.2022

  • gleich vier junge Männer, die mein Auto überbrückt haben 🥰
  • ohne größere Atemschwierigkeiten die lange Treppe fünfmal rauf und runter laufen
  • Schnee! Mehr als drei Flocken!!