Dem Schweinehund ist kalt

Dein Schweinehund steht am Fenster und drückt die Nase gegen die Scheibe, die du gerade frisch geputzt hast. Du unterdrückst ein Seufzen und versuchst, dich wieder auf deinen Text zu konzentrieren.
„Weisst du noch, als du mir letztes Jahr im Urlaub den Sonnenhut aufsetzen wolltest?“ fragt dein Schweinehund und seufzt kellertief.
„Allerdings“, sagst du und streichst das letzte geschriebene Wort. „Du hast dich angestellt, als hätte ich dir die Ohren abschneiden wollen.“
„Und zum Schluß ist er davongeflogen und im Watt gelandet“, sagt dein Schweinehund mit einem verklärten Lächeln. „War das schön!“ Er seufzt noch einmal kellertief.
„Ja, und ich bin im Watt versackt, du hast einen Sonnenbrand auf der Nase bekommen, wolltest nie wieder die Sonne sehen, hast an der Seniorenbar auf Mitleid gemacht und dich von unbekannten Frauen massieren lassen. Ich erinnere mich sehr gut!“ Du starrst ihn bohrend an.
„Ach!“ Dein Schweinehund wedelt abschätzig mit einer Pfote. „Haltlose Vorwürfe. Du bist bloß neidisch.“
Du schnaubst.
Dein Schweinehund drückt wieder die Nase ans Fenster. „Eigentlich sieht es ganz nett aus da draußen“, murmelt er, „aber es ist kalt! Die Ohren erfrieren einem! Niemand sollte da raus gehen müssen.“
Du schreibst den letzten Satz und bist zufrieden. „Trotzdem gehe ich da jetzt raus. Du kannst ja hierbleiben.“
Dein Schweinehund seufzt noch einmal, dann reckt er kraftlos eine Pfote in die Luft. „Niemals! Du und ich, für immer vereint!“
„Du könntest meine Mütze haben.“
Dein Schweinehund guckt entrüstet. „Ich? Eine Mütze? Ich bin ein Schweinehund! Schweinehunde tragen doch keine Mützen!“
„Dir werden die Ohren abfrieren.“
Dein Schweinehund lächelt gönnerhaft. „Im Gegensatz zu dir bin ich Fellträger!“
Du verdrehst die Augen. „Dann nicht.“ Als du die Haustür öffnest, schlägt dir ein eisiger Wind entgegen. Dein Schweinehund keucht entsetzt auf.
„Eiszeit!“ rufst du und stemmst dich dem Wind entgegen.

Das war ein Beitrag zu den abc-Etüden! Die Regeln: Maximal 300 Wörter, darin enthalten sein müssen dieses Mal Sonnenhut, haltlos und massieren. Die Wörter stammen von Ludwig Zeidler (bloggt nicht mehr), und Irgendwas ist immer, dem Blog von Christiane, die das alles auch organisiert – vielen lieben Dank dafür! Der Schweinehund und ich sind übrigens beide der Ansicht, dass dieser Frühling wirklich schweinemässig kalt ist, und deswegen habe ich extra das karibikblaue Etüdenbild gewählt. 😊 🌴

Dein Schweinhund geht spazieren (oder auch nicht)

Dein Schweinhund geht spazieren (oder auch nicht)

Als du deine Strickjacke überstreifst, springt dein Schweinehund vom Sofa und rennt in den Flur. Er stemmt die Pfoten in die Seiten. „Nein! Neinneinnein! Wir werden nicht rausgehen!“
„Natürlich werden wir das“, sagst du und schnürst den ersten Stiefel zu.
„Nein! Auf keinen Fall!“ ruft er und funkelt dich an. „Was sollen wir denn da draußen schon wieder? Da ist alles genauso wie gestern! Und vorgestern!!!“
Du schnürst den zweiten Stiefel zu. „Wir können ja einen anderen Weg nehmen als gestern“, sagst du milde.
Dein Schweinehund heult auf. „Da waren wir doch ü-ber-all schon! Wir sind jeden verdammten Weg in dieser Stadt schon zweimal gegangen! Wieso tust du das? Wieso? Wieso??“ Er jault. Fast bekommst du Mitleid.
„Ach komm“, sagst du versöhnlich, „wir könnten ja was Neues entdecken. Vielleicht blühen heute mehr Krokusse als gestern.“
„Vielleicht, vielleicht… und wenn schon! Das ist doch trügerisch! Wir rennen stundenlang rum, meine Pfoten tun weh, es ist schweinekalt und so sinnlos!“ Bei den letzten zwei Worten piekst er mit seiner Pfote zwei Löcher in die Luft.
„Du kannst mitkommen oder hierbleiben“, sagst du, „es liegt bei dir.“
Dein Schweinehund rennt zur Haustür und stemmt sich in den Türrahmen. Keine Ahnung, wie er das macht, eigentlich ist er gar nicht so groß. „Ich will nicht mit!“, ruft er, „und ich will nicht allein hierbleiben!“
Du ziehst die Augenbrauen hoch. „Bisschen melodramatisch, was?“ fragst du und pflückst eine seiner Pfoten vom Türrahmen.
„Ich hasse Spazierengehen!“ knurrt er, dann lässt er plötzlich den Türrahmen los und umklammert dein linkes Bein.
Jetzt hast du einen Schweinehund am Bein hängen. „Echt jetzt?“ fragst du säuerlich. Dein Schweinehund knurrt und keucht. Er ist ganz schön schwer. Na dann. Entschlossen stapfst du los und fühlst dich unrund. Aber das ist ja nichts Neues. Wer hätte je behauptet, Spazierengehen sei einfach.

Das war ein Beitrag zu den abc-Etüden, und ich hab kurz vor Schluß gerade noch die Kurve gekriegt… und hatte viel Spaß beim Schreiben dieser Etüde. 😁 Organisiert wird das Ganze von Christiane (vielen Dank!) und die Wortspende kam von Sabine mit ihrem Blog wortgeflumselkritzelkram (den ich sehr empfehlen kann UND sie hat gerade ein Buch veröffentlicht!). Die Worte waren Strickjacke, trügerisch und entdecken, und es dürfen maximal 300 Worte sein. Ta-da! Punktlandung. 😀

Dein Schweinehund backt Kekse

Dein Schweinehund backt Kekse

Dein Schweinehund läuft in deiner Küche auf und ab und schimpft vor sich hin. „Nie darf man hier ausruhen! Immer muss man irgendwas machen! Dauernd wird man gestört! Da will ich nur einmal eine Sendung sehen, und was ist? Du musst backen! Jetzt! Warum denn ausgerechnet jetzt? Kann das nicht warten?“
Du schlägst das Ei in den Teig und schaltest den Mixer ein. Das Zetermordio deines Schweinehunds verschwindet halb zwischen den Rührgeräuschen.
„… unfähr ist das! … dir dabei gedacht… Streik! … wirst schon sehen…“
Der Teig ist schokoladig dunkel, als du den Mixer ausschaltest. Jetzt kommt das Beste: Kugeln rollen. Du wirfst einen Blick auf deinen Schweinehund. Er läuft kleine Kreise und sticht mit einer Pfote Löcher in die Luft.
„Hatten wir nicht genug Kekse? Hatten wir! Haben wir nicht ein Kilo zugenommen über die Feiertage? Haben wir! Wollten wir uns nicht vorsehen im neuen Jahr? Wollten wir!“ Er stemmt die Pfoten in die Hüften und wirft anklagende Blicke in deine Richtung. „Du bist schuld, wenn ich meine Idealfigur verliere!“
„Wieso?“ Du schubst die Schokokugeln auf das Blech. „Du kannst doch auch einen Apfel essen.“
„Äpfel!“ Dein Schweinehund guckt entrüstet. „Jetzt machst du mir auch noch Schuldgefühle? Es ist eine bodenlose Ungerechtigkeit…“ Er wandert wieder auf und ab und ringt die Pfoten. Schokoladenduft wabert durch die Küche. Die Kekse sind fertig, ein bisschen Karamell ist ausgelaufen. Dein Schweinehund verstummt und guckt aufs Blech. „Oh. Die sehen aber gut aus.“
„Willst du einen?“
Dein Schweinehund windet sich, aber der Schokokaramellduft ist zuviel für ihn. „Ja, bitte.“ Vorsichtig legst du ihm einen heißen Keks auf die Pfote. Er schnuppert daran und beißt hinein. „Die schind gut. Wirklisch. Der Zucker wird misch umbringen, aber egal.“
Du rollst mit den Augen. Du bist einfach zu weichmütig. Aber die Kekse, die sind wirklich gut.

Das war ein Beitrag für die abc.etüden, für die Wochen 01/02.2021: 3 Begriffe, maximal 300 Wörter. Die Worte stammen dieses Mal von Ludwig Zeidler, dem Etüdenerfinder. Sie lauten: Zetermordio, weichmütig, backen. Organisiert wird das ganze dankenswerterweise auch in diesem Jahr von Christiane! 😊

Der weiße Faden

Als ich morgens aufwache, liegt ein weißer Faden am Fuß des Bettes. Ich behalte ihn im Auge, während ich mich anziehe. Draußen ist es dunkel. Ich stecke zwei Mandarinen ein, nehme den Faden auf und folge ihm. Er führt in meine Schreibhefte und zieht mich hinter sich her. Ich werde zu Buchstaben, es piekst und kitzelt, dann bin ich hinter den Seiten.
Es ist dunkel, nur ein paar Fenster leuchten. Ich gucke in eins hinein und da schläft Herr Miesling. Er schnarcht leise, sein Engel liegt wach und unentspannt neben ihm. Als er mich sieht, winkt er und lächelt. Ich lächle zurück. Hinter dem nächsten Fenster läuft mein Schweinehund auf und ab und diskutiert mit mir. Oder ist es mein Spiegelbild? Ich klopfe ans Fenster. Mein zweites Ich sieht auf und lacht, mein Schweinehund wirft mir eine Kusshand zu.
Der Faden leuchtet weiß in der Dunkelheit, ich lasse ihn über meine Buchstabenfinger gleiten. Aus der Finsternis kommt der Goldfisch geschwommen und fragt, ob ich wüsste, wo der Weg sei? Er hätte sich verirrt. Ich deute vage mit einer Hand irgendwohin, der Goldfisch bedankt sich und schwimmt davon.
Der Faden führt mich durch ein Labyrinth von Gedichtzeilen, vorbei an der Halde der verworfenen und unvollendeten Geschichten. Sie leuchten grünblau und schweigen vorwurfsvoll. Ich komme an ein weiteres, erleuchtetes Fenster. Wellenbrink und Gnorm sitzen am Küchentisch, trinken schwarzen, süßen Kaffee und Likör. Sie sehen mich nicht.
Der Faden zieht mich weiter. Aus der Dunkelheit schält sich ein Cafétisch mit zwei zierlichen Eisenstühlen. Auf einem von ihnen sitzt Fräulein Honigohr. „Da bist du ja“, sagt sie, „ich warte schon endlos. Du hast zwei Mandarinen. Gibst du mir eine ab?“
Ich nicke, dann sitzen wir auf den Stühlen und schälen unsere Mandarinen.
„Und nun?“ fragt sie.
Ich zucke mit den Achseln.
„Herr Riebesiel ist da hinten auch noch irgendwo“, sagt sie. „Und Lucius. Janne auch. Du weißt doch wohl, was du zu tun hast, oder? Das Wasserschwein wartet seit letztem Jahr. Du kannst uns nicht im Stich lassen!“
Ich esse meine Mandarinenschnitze einen nach dem anderen. Fräulein Honigohr verschränkt die Arme. Sie guckt streng. Der Faden leuchtet weiß in der Dunkelheit und kringelt sich wie Seetang in der Strömung. Dann nicke ich langsam.
Fräulein Honigohr lehnt sich zurück. „Sehr schön“, sagt sie und schnippt mit den Fingern. Der Faden wickelt sich um meine Hand und zieht mich nach vorn, Neun stürzt an mir vorbei, ein paar Engel flattern aufgescheucht durch die Dunkelheit, dann finde ich mich in meinem Bett wieder.
Was für ein Traum! Ich reibe mir über die Augen. Oh! denke ich und schnuppere an meinen Fingern. Sie duften nach Mandarinen.

Der Schweinehund und der Leinenzwang

„Leinenzwang! Soweit kommts noch!“ Dein Schweinehund läuft vor dir auf und ab und schwenkt dramatisch seine Pfoten durch die Luft. „Das wird ja immer schlimmer! Entwürdigend! Demütigend! Herablassend! Das ist es! Niemals, niiiiie-mals kommt mir eine Leine um den Hals!“ Er bleibt stehen, stemmt die Pfoten in die Hüften und versucht, dir in die Augen zu starren. „Du siehst das doch auch so, oder? Du glaubst doch nicht alles, was du da in diesen Blogs über Schweinehunde liest, oder? Oder??“
Du beißt entspannt in eine Apfelspalte. „Zweifelst du an mir?“
Dein Schweinehund holt Atem, stockt und sieht dich misstrauisch an. „Nein“, sagt er, „aber das ist keine Antwort!“
Du setzt dich auf. „Dass du mich das überhaupt fragst…“ sagst du und dehnst die Pause fast unerträglich lang aus, „ich glaube, ich bin beleidigt.“
Dein Schweinehund walzt über deine zarten Gefühle hinweg wie eine Dampfwalze über frischen Teer. „Gut“, sagt er befriedigt, „sehr gut. Ich bin schließlich ein freier Schweinehund, ich habe Rechte! Rechte! Jawohl!“ Er boxt bei jedem Wort eine Pfote in die Luft.
Du wartest, bis er eine Pause macht, dann wirfst du dich in den Ring. „Aber vielleicht muss ich das doch nochmal überdenken.“
„Was?“ Dein Schweinehund stoppt irritiert mitten in der Bewegung, eine Pfote noch in der Luft.
„Naja… nehmen wir mal an, du machst morgen früh wieder so einen Megaaufstand wegen der Maske. Dann überlege ich mir das mit der Leine nochmal.“
Dein Schweinehund stemmt wieder die Pfoten in die Hüften. „Ich bin ein Schweinehund! Wenn ich eine Maske trage, bin ich so gut wie Nasenblind! Das haben wir doch schon tausendmal diskutiert!“
„Richtig, und wir sind zu keinem Ergebnis gekommen, außer, dass wir jeden Morgen zu spät zur Arbeit kommen, weil ich jeden Morgen endlos mit dir rumdiskutiere!“ Jetzt stemmst du auch die Hände in die Hüften. „Ich finde, eine Leine ist eine gute Alternative. Du kannst es dir aussuchen!“
Dein Schweinehund knurrt. „Ich hasse diese blöden Masken! Jetzt werde ich erpresst! Ich, ein freier Schweinehund, werde erpresst! Ich kann mir auch einen anderen Menschen suchen, weisst du!“
„Na, dann mach´s doch!“ Grimmig starrst du deinen Schweinehund an. Er starrt grimmig zurück. Ein paar Sekunden lang ist es still. Dann fangt ihr beide gleichzeitig an zu reden.
„Naja, vielleicht ist eine Maske gar nicht so schlimm…“
„Auf keinen Fall würde ich dir eine Leine anlegen…“
Du lächelst zaghaft. Dein Schweinehund zuckt mit der Nase, dann sagt er: „Aber ich will die dünne Maske! Diese doppelte ist schrecklich, da kriegt man überhaupt keine Luft!“
„Einverstanden.“
Dein Schweinehund setzt sich erschöpft auf sein Kissen. „Der November kann grässlich sein, oder?“
„Absolut.“ Du setzt dich neben ihn. Deine Knie fühlen sich wackelig an.
Dein Schweinehund legt seinen Kopf auf dein Bein und seufzt. Du streichelst ihm über die Ohren.
Heute Abend wird es Kakao geben, beschließt du. Selten war er notwendiger als gerade jetzt.

Das hier hat den Schweinehund aufgeregt – Schweinehunde an der Leine! Liebe Grüße an Christiane 🙂 .

Der Schweinehund und der Nöhlbär

Der Schweinehund und der Nöhlbär

Du sitzt gerade friedlich an deinem Esstisch und trinkst Tee, dein Schweinehund schnarcht neben dir, als die Haustür mit einem Knall aufschlägt. Erschrocken prustest du in deine Tasse, dein Schweinehund springt in die Höhe und flüchtet dann hinter deine Beine.
„So! So ist das also! Ihr sitzt hier rum und habt es schön, was? Das könnte euch so passen! Wolltest du heute nicht einkaufen gehen? Und das Bad putzen? Aber nein, stattdessen sitzt ihr wieder einfach nur rum, nichts passiert, das Leben geht an euch vorbei und morgen seid ihr vielleicht schon tot, und dann?“
Du siehst ergeben zur Decke. Es ist der Nöhlbär. Und er hat sehr, sehr schlechte Laune.
„Ja, ich habe schlechte Laune, und das ja wohl zu Recht, oder? Hattest du mir nicht beim letzten Mal in die Tatze versprochen, das von nun an alles besser werden würde? Und? Und? Nichts ist passiert!“ Der Nöhlbär schnauft selbstgerecht, während er mit erhobener Tatze vor dir steht und mit einer Kralle nacheinander auf Dinge in deinem Esszimmer zeigt. „Die Fenster! Wieder nicht geputzt! Was sollen denn bloß die Nachbarn denken? Und hier!“ Er fährt mit der anderen Tatze über einen Regalboden. „Staubig! Immer noch! Willst du, dass hier irgendwann die Wollmäuse einziehen? Und wie du wieder aussiehst, un-mög-lich! Diese Hose, was war das vorher, ein Kartoffelsack? Und ich sehe, du isst immer noch die Schokoladenkekse – hatten wir nicht darüber gesprochen, wie schädlich sie für deine Linie sind? Und was sie mit deinem Stoffwechsel machen, fürchterlich!“ Er stemmt die Tatzen in die zotteligen Hüften und starrt dich vorwurfsvoll an. „Draußen wart ihr heute auch noch nicht, oder? Das ist ja wieder mal typisch. Stubenhocker und Bewegungsmuffel. Du wirst noch eine Sonnenallergie entwickeln, wenn du weiter so selten raus gehst, du wirst sehen, ich habe nämlich immer Recht!“
Du guckst ihn nur an.
„Und du?“ Der Nöhlbär starrt jetzt deinen Schweinehund an, der versucht, sich hinter deinen Beinen so klein wie möglich zu machen. „Hältst wieder alle davon ab, das zu tun, was gut wäre, was? Darin bist du ja besonders gut, hier auf der faulen Haut liegen und nichts tun, was? Ist das lebenserfüllend? Solltest du nicht mal über andere Lebenentwürfe nachdenken? Hm? Draußen Stöckchen fangen oder was immer ihr Schweinehunde sonst so tut?“ Der Nöhlbar kneift die Augen zusammen, sieht sich betont langsam in deiner Wohnung um und schnauft dann verächtlich. „Ach, was rede ich. Hoffnungslos, das seid ihr.“ Er wirft erst dir, dann deinem Schweinehund noch einen Blick zu, der voller Mitleid ist, dann dreht er sich um und verschwindet so schnell, wie er gekommen ist. Die Tür fällt hinter ihm zu.
Du atmest aus. Dein Schweinehund kommt hinter deinen Beinen hervor und schlackert mit den Ohren. „Jungejunge, der war aber miserabel gelaunt heute, oder?“
Du nickst. „Aber das ist er ja immer. Eigentlich kann ER einem leid tun. Weisst du was? Nach so einem Besuch brauche ich die doppelte Ration Schokokekse. Und Kakao. Willst du auch?“
Dein Schweinehund grinst freudig überrascht. „Na klar!“
Während du in die Küche gehst, guckst du kurz an dir herunter. Kartoffelsack. Eigentlich ist das deine Lieblingshose. Vielleicht solltest du über diesen Punkt nachdenken.
Aber nur kurz.

In so ein Loch möchte man manchmal kriechen, wenn der Nöhlbär zu Besuch kommt.

(für Katja)

 

Der Schweinehund und der Landvermesser

Der Schweinehund und der Landvermesser

Dein Schweinehund räkelt sich gemütlich auf dem Sofa und gähnt lange und ausgiebig. Dann reibt er sich die Augen, blinzelt und guckt zu dir herüber. Auf seiner Nase sind immer noch blasse lila Punkte zu erkennen. „Was machst du?“
Du starrst auf deinen Bildschirm und antwortest abwesend: „Ich versuche, mir eine Geschichte einfallen zu lassen.“
„Oh.“ Dein Schweinehund setzt sich auf. „Was für eine Geschichte?“
„Weiß ich noch nicht.“ Du stützt dein Kinn in die Hände. „Es sollen die Worte Landvermesser, undankbar und aussetzen drin vorkommen.“
„Warum?“
„Weil das die Regeln sind.“
„Pfff. Das ist ja doof. Warum schreibst du nicht über mich?“ Dein Schweinehund sieht dich mit großen, glänzenden Augen an.
Du bist ein klein wenig genervt. „Weil du keinen Landvermesser kennst. Oder?“
Dein Schweinehund ist gekränkt. „Weisst du doch gar nicht! Was, wenn ich doch einen kenne? Dann verpasst du jetzt vielleicht die beste Geschichte aller Zeiten!“
Du verdrehst die Augen. „Vielleicht. Ja.“
„Ist ja auch egal.“ Dein Schweinehund legt sich wieder hin. „Schreib du ruhig deine Geschichte. Ich mach noch ein bisschen die Augen zu.“ Er dreht dir den Rücken zu und ist in Sekundenschnelle wieder eingedöst.
Du betrachtest ihn nachdenklich. Ob so ein Landvermesser auch einen Schweinehund hat? Ob er ihn schon mal ausgesetzt hat? Und sich dabei undankbar vorgekommen ist?
Du lächelst und legst die Finger auf die Tastatur.

Das war ein Beitrag zu den abc-Etüden, die mit viel Aufwand dankenswerterweise von Christiane organisiert werden – vielen Dank! Die Regeln: Maximal 300 Wörter, im Text enthalten sein müssen drei Wörter. Dieses Mal waren es Landvermesser, undankbar und aussetzen. Die Wortspende kam von Werner und seinem Blog Mit Worten Gedanken horten. Und der Schweinehund wäre tödlich beleidigt gewesen, wenn ich ihn ignoriert hätte. Das geht natürlich gar nicht. 🙂

House-Sitting

House-Sitting

Dein Schweinehund stemmt die Füße gegen den Rücksitz und weigert sich, auszusteigen. Er knurrt dich an. „Wieso müssen wir das tun?!“
„Weil ich will, dass wir es tun!“ Du zerrst an seinen Vorderpfoten, ohne Erfolg. „Los, komm jetzt endlich!“ Du bist mit deinen Nerven am Ende. Es ist sowieso schon alles aufregend, und jetzt das hier, ein renitenter Schweinehund, der unablässig vor sich hin jammert, seit ihr losgefahren seid. Schon beim Packen hat er einen Kommentar nach dem anderen in deine Richtung geschoben und wie ein Windjammer bei meterhohen Wellen vor sich hin geächzt. Du explodierst wie ein Vulkan:“ Steig – jetzt – endlich – aus!!!“
Dein Schweinehund wirft schmollend die Nase in die Luft, steigt aber aus, wobei er ängstlich den Boden mit den Pfoten abtastet, als ob dort Millionen Ohrenkneifer auf ihn warten würden, damit sie ihn zum Abendessen auffressen können. Als er endlich draußen ist, wirfst du die Autotür hinter ihm zu, unnötig laut, aber du hast genug von Zwischentönen.
„Los, nimm deinen Rucksack und komm“, zischst du.
„Du musst nicht gleich so unfreundlich sein“, antwortet dein Schweinehund beleidigt, „ich mach ja schon, was du willst.“ Er starrt die fremde Haustür unbehaglich an.
„Als wir neulich zum Abendessen hier waren, hat es dir gefallen. Was ist jetzt also so schrecklich hier, kannst du mir das bitte mal sagen?“
Dein Schweinehund starrt den Briefkasten an. „Es ist nicht unser Zuhause.“
Du schüttelst den Kopf. „Aber das ist doch gerade das Gute!“
„Was bitteschön ist daran denn gut? Wir kennen uns nicht aus. Es riecht ganz anders.“ Er schnuppert mit säuerlicher Miene am Briefkasten. „Ich muss in einem fremden Bett schlafen! Mein schönes Bett!“ Dein Schweinehund wischt sich mit Herzschmerz im Gesicht eine Träne aus dem Auge.
„Du wirst dich schon dran gewöhnen“, sagst du und schließt die Haustür auf. Er hat recht. Es riecht wirklich ganz anders als bei euch zuhause. Du gibst es ungern zu, aber du bist ganz schön aufgeregt. Wie wird das werden, zwei Wochen ein fremdes Haus mit Hühnern, einem Kater und einem Hamster zu hüten?
„Apropos Kater“, dein Schweinehund steht plötzlich dicht hinter dir und linst in den Flur, „wo ist er?“ Seine Augen funkeln.
„Was haben wir besprochen?“ fragst du ihn drohend.
„Nicht anbellen, nicht jagen, nicht beißen“, leiert dein Schweinehund herunter, aber seine Augen funkeln immer noch.
Du starrst ihn bohrend an. Er versucht, lammfromm auszusehen, hat aber wenig Erfolg damit. Du gehst ins Wohnzimmer, öffnest die Tür zur Terrasse und freust dich zum ersten Mal heute. Am Himmel segeln kleine Sahnewölkchen, der Teich duftet nach Entengrütze und du hörst die Hühner leise gurren.
Du hörst deinen Schweinehund drinnen leise „Miez-Miez-Miez“ rufen. Du willst dich gerade umdrehen und ihn ermahnen, als er schrill aufjault. Mit auf die Nase gedrückten Pfoten kommt er zu dir auf die Terrasse geschossen und versteckt sich hinter deinen Beinen.
„Daf ifft ein Monfterkater da drinnen! Und hier wollen wir sfei Fochen bleiben?“ Er betastet vorsichtig seine Nase, auf der ein tiefer Kratzer glänzt. Der Kater kommt majestätisch aus der Terrassentür und betrachtet euch hochmütig, dann verschwindet er mit hoch erhobenem Schwanz in aller Seelenruhe im Gebüsch. Du grinst breit. Um den brauchst du dir schon mal keine Sorgen zu machen.
„He! Ich bin sferferletst und du grinfst??“ Dein Schweinehund guckt dich entrüstet an.
Schnell sortierst du dein Gesicht. „Nein, natürlich nicht“, beeilst du dich zu sagen, „lass mal sehen. Soll ich ein Pflaster draufmachen?“
„Ja! Aber einf mit Piraten drauf!“
Als du durch die Terrassentür nach drinnen gehst, um ein Pflaster zu suchen, macht sich Erleichterung in dir breit. Du hast schon eine Blaupause für die nächsten zwei Wochen House-Sitting im Kopf. Es gibt einen Pool im Garten. Und einen Stuhl mit Tisch im Grünen.
Das wird wunderbar.

Nachdem ich ja nun tuttokompletto zu spät bin für das Etüdensommerpausenintermezzo II bei Christiane, habe ich mir die Freiheit genommen, acht Wörter auszuwählen, aber keinen erkennbaren Ort unterzubringen. Also für die meisten nicht erkennbar 🙂 . In den nächsten Tagen lasse ich euch ein bisschen teilhaben am House-Sitting. Ich freue mich, dass ich nach so ein bisschen Urlaub bisher wieder Lust habe, etwas zu schreiben. Und es folgen noch zwei Wochen, hurra!

Zweifel für den Schweinehund

„Du“, sagt dein Schweinehund und betrachtet sein umgekehrtes Spiegelbild im saubergeleckten Löffel. „Bin ich eigentlich großspurig?“ Vorsichtig betupft er seine auf golfballgröße angeschwollene Nase. Sie schimmert lila.
„Du?“ Um Zeit zu gewinnen, nimmst du einen extralöffel Erdbeermarmelade und verstreichst sie sorgfältig auf deinem Toast. „Tja. Wo soll ich da anfangen? Bei deiner legendären Bescheidenheit? Deiner Uneitelkeit? Deinem einfühlsamen Wesen?“ Du nimmst einen Bissen Erdbeermarmeladetoast.
Dein Schweinehund nickt nachdrücklich. „Siehst du? Das habe ich ihr auch gesagt, und dann hat sie mir dieses Zeug zu trinken gegeben!“ Er dreht den Löffel um und studiert sein Gesicht. Über Nacht sind weitere lila Punkte dazugekommen. Zusammen mit der Nase bietet das einen beeindruckenden Anblick, wie eine Symphonie in lila.
„Ich habe dich gewarnt.“
„Quatsch! Wer konnte denn sowas ahnen?“
„Ich?“
„Pfff.“ Dein Schweinehund legt den Löffel weg und lehnt sich mit verschränkten Armen auf den Tisch. „Großspurig… ich bin nicht großspurig! Ich kann doch nichts dafür, dass ich vieles kann und gut aussehe und begabt bin!“
„Ach. Bist du?“
„Bin ich!“ Dein Schweinehund sieht dich an. Liegt da etwa eine Spur Unsicherheit in seinem Blick? Diese Fee ist unglaublich. Du solltest sie jeden Abend zum Essen einladen.
„Erinnerst du dich an Sardinien? An den Katamaran?“
„Oh.“ Ein Schatten gleitet über das Gesicht deines Schweinehunds.
„Genau. Oh.“ Du lehnst dich zurück. „Wegen dir mussten wir auf diesen Katamaran steigen und haben die schlimmste Stunde unseres Lebens durchlitten. Wieviele Fische wir gefüttert haben, wollen wir mal lieber totschweigen. Ich erinnere mich, dass du kurz davor warst, über Bord zu springen, um dem Elend ein Ende zu machen. Da hättest du zum Beispiel einfach mal deine Klappe halten können und uns wäre vieles erspart geblieben.“
Dein Schweinehund macht einen Schmollmund.
„Gestern abend hättest du vielleicht eine Kleinigkeit weniger über die Größe von Feen sagen sollen. Und über die immensen Vorteile von starker Fellbehaarung im Gegensatz zu unbehaarten Menschen und Feen hättest du eventuell auch noch mal nachdenken können, bevor du den Mund aufmachst.“
„Mmfffh.“ Dein Schweinehund schmollt jetzt mit allem, was er hat. Selbst seine lila Nase glänzt beleidigt.
Du nimmst einen Schluck Tee. „Mach dir nichts draus. Lila ist deine Farbe. Stell dir vor, es wäre gelb gewesen!“
Dein Schweinehund atmet tief aus. Du hast so eine Ahnung, dass das heute ein ausserordentlich interessanter Tag werden könnte.

(Und wer sich jetzt fragt, welche unglaubliche Fee so etwas beim Schweinehund bewirken kann: Bitteschön. Sie heißt Aethusa und taucht irgendwann in der Geschichte auf.)

Dein Schweinehund und die Fee

Du sitzt an deinem Schreibtisch und schreibst vor dich hin, dein Schweinehund liegt neben dir und schnarcht leise. Es ist still und friedlich. Plötzlich verstummt das Schnarchen, du hörst ein Schmatzen, dann ist es wieder still. Du wunderst dich. Normalerweise läuft das anders. Wenn dein Schweinehund wach wird, ist es vorbei mit der Ruhe. Du guckst nach unten. Dein Schweinehund sitzt da und starrt ein Loch in die Luft.
„Was ist los? Hast du schlecht geträumt?“ Er antwortet nicht. „Hallo? Jemand zu Hause?“ versuchst du es nochmal. Seltsam. Wenn du es nicht besser wüsstest, würdest du sagen, er sieht ein bisschen entrückt aus.
Dann schüttelt er den Kopf und guckt dich an. „Hör mal“, sagt er, immer noch mit diesem seltsamen Ausdruck im Gesicht, „glaubst du eigentlich an Feen?“ In der rechten Pfote dreht er ein rosa Pralinenpapier zu einer kleinen, glänzenden Plastikwurst zusammen.
„Äh… was?“
„Feen. Du weisst schon, diese kleinen Dinger mit Flügeln und so.“
Jetzt bist du besorgt. Vielleicht hat er die Grippe oder Fieber oder so etwas. „Äh… also… du meinst diese Wesen aus Kinderbüchern? Naja… im metaphorischen Sinn vielleicht schon…“
„Neinnein, nicht im metaphorischen Sinn, ganz real meine ich.“ Ungeduldig sieht er dich an.
„Wenn du mich so direkt fragst: Nein. Tue ich nicht.“ Entschlossen verschränkst du die Arme. Direkte Fragen erfordern direkte Antworten. Vielleicht hat er zuviele deiner etwas seltsameren Bücher gelesen? Du wolltest schon längst mal die Regale aussortieren.
„Dachte ich mir“, murmelt dein Schweinehund, „war ja nicht anders zu erwarten.“
„Wieso?“ fragst du spitz.
„Du bist einfach zu einfallslos, deswegen. Aber das ist jetzt auch egal, hör zu, ich muss dir von meinem Traum erzählen.“
Du rollst innerlich mit den Augen. Gibt es etwas langweiligeres als endlose Erzählungen über anderer Leute Träume? Vielleicht noch ein Puzzle mit eintausend Teilen in schneeweiß.
Dein Schweinehund guckt feierlich und legt los. „Ich habe geträumt, ich wäre in der Stadt auf dem Weg zum Dönerladen, und da höre ich in einer Seitenstraße etwas in den Mülltonnen rascheln. Das könnte ja alles mögliche sein, also bin ich hin und hab nachgeguckt…“
„Nachgeguckt!“ grätscht du dazwischen, „du wolltest Dönerreste jagen, gib´s zu!“
„… nachgeguckt, was das ist. Ich hebe den Deckel von der Mülltonne und da fliegt mir so ein kleines Ding mitten ins Gesicht.“
Du grinst. „Eine Fee, was?“
Dein Schweinehund guckt dich erstaunt an. „Woher weisst du das? Egal. Auf jeden Fall hab ich jetzt eine Fee auf der Nase sitzen, und soll ich dir was sagen? Anstelle von echten Flügeln hat sie so rosafarbenes Pralinenpapier an der Stelle klemmen.“ Er betrachtet die Pralinenpapierwurst in seiner Pfote. „Sie raunzt mich an, mit einer Stimme wie diese Schauspielerin aus diesem Krimi, den du immer guckst, diese Staatsanwältin aus Münster, wie heißt sie noch?“
„Wilhelmine Klemm?“
„Richtig. Genauso. Sie meckert mich also an, jaja, sie wäre eine Fee, ich bräuchte gar nicht so blöd zu gucken, und wenn ich auch nur ein Wort über ihre Flügel verlieren würde, könne sie für nichts garantieren, und, jaja, ich hätte ihr geholfen mit dem Mülltonnendeckel, und ich solle schnell machen mit den drei Wünschen, sie hätte heute noch anderes zu tun. Naja. Also hab ich mir halt was gewünscht.“ Er schielt zu dir hoch.
Du guckst misstrauisch. Diesen Ausdruck kennst du. „Und? Was hast du dir gewünscht?“
„Glänzendes Fell. Und guck: Es hat funktioniert!“ Er dreht sich hin und her, und du musst zugeben, er hat Recht – sein Fell glänzt wie frisch mit Ei gewaschen. Seltsam. Heute morgen beim Frühstück hast du noch gedacht, dass er ein Bad dringend notwendig hätte. Du guckst sein Fell an und dann die Pralinenpapierwurst in seiner Pfote. Ihr habt keine rosa Pralinen in der Wohnung. Langsam fragst du: „Und der zweite Wunsch?“
„Ein Dönerladen direkt an unserer Wohnung.“
Du siehst ihn an und er dich, dann rennt ihr beide zum nächsten Fenster. Du atmest tief ein. Auf der anderen Straßenseite steht „Achmed´s bester Döner“ über dem Laden, der seit Monaten leer steht. Genau genommen stand er bis gerade eben leer. Mit hohler Stimme fragst du: „Was war der letzte Wunsch?“
Dein Schweinehund senkt den Kopf und murmelt fast unverständlich: „Ich hab ihr neue Flügel gewünscht. Natürlich nur, wenn sie das will.“
„Du hast… neue Flügel?“ Dein Schweinehund nickt mit mikroskopisch kleinen Kopfbewegungen. Er sieht immer noch zu Boden, als ob es da ungeheuer interessante Dinge zu entdecken gäbe. Langsam breitet sich ein Grinsen in deinem Gesicht aus. „War sie hübsch?“
Dein Schweinehund blickt auf, sieht dich an und nickt. Seine Nase ist rot geworden. Seine Augen glänzen, seine Ohren zucken. Du bemühst dich, ernst zu bleiben. Verliebte soll man nicht auslachen.
„Hör mal“, fragt dein Schweinehund, „haben wir eigentlich was zu essen zuhause?“
„Hm, naja“, sagst du überrumpelt, „die Bratkartoffeln vom Mittagessen sind noch da, und Fischstäbchen haben wir auch noch. Wieso?“
„Och“, sagt dein Schweinehund und guckt schon wieder mit zuckenden Ohren zu Boden, „es könnte eventuell vielleicht sein, dass ich sie zum Abendessen eingeladen habe.“
„Zum Abendessen…“
„… und sie hat gesagt, wenn wir was Anständiges da haben, würde sie es sich überlegen.“ Dein Schweinehund blickt dich hoffnungsvoll an. „Fischstäbchen und Bratkartoffeln sind doch anständig, oder?“
Du nickst langsam. „Klar. Würde ich schon sagen. Wir können ja mal gucken, ob wir noch eine Tüte Karamellpudding haben.“
Dein Schweinehund strahlt. Du guckst an dir herunter. Vielleicht solltest du dich umziehen. Ihr habt ja schließlich nicht jeden Abend eine Fee mit einer Stimme wie Wilhelmine Klemm zu Besuch.