Heiligabend-Special und Making Off: Der kleine Schneemann

Der kleine Schneemann

Der kleine Schneemann machte sich Sorgen. Die letzten dreiundzwanzig Tage waren lang gewesen, und so hatte er viel zu viel Zeit gehabt, sich alles mögliche auszumalen. Wo war er gelandet? Wie würde sein Leben weitergehen? Anspruchsvoll war er nicht, er würde alles tun, was ihm aufgetragen wurde, schließlich war er ja genau dafür gemacht worden. Trotzdem. Ein kleines bisschen Angst hatte er schon.


Er war der letzte Schneemann gewesen, der das Licht der Welt erblickt hatte. Seine dreiundzwanzig Brüder hatten bereits auf ihn gewartet, aber leider wusste er das zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Er war sehr verwirrt gewesen, als er das erste Mal die Augen geöffnet hatte. Schüsse und und das Geräusch galoppierender Pferde drangen ihm in die Ohren, und als ihm gleich darauf seine orangene Filznase ins Gesicht gedrückt wurde, kam ein stechender Klebstoffgestank dazu.

Das passte alles überhaupt nicht zusammen. Wo waren die Pferde? Und die Männer mit den seltsamen Namen, die gerade über einen Salzsee ritten? Statt in der Wüste landete er in einem grünen Eierkarton zwischen vielen anderen Schneemännern, die genauso aussahen wie er. Nur ihre Nasen waren alle unterschiedlich krumm. Später lernte er, dass er ein Hörspiel gehört hatte, und dass die Männer mit den seltsamen Namen Karl May und Hadschi Halef Omar hießen.

Sein ältester Schneebruder, der einige Tage älter als alle anderen und daher sehr erfahren und weise war, nahm ihn beiseite und klärte ihn über die wichtigsten Dinge auf. Von ihm erfuhr er, dass er dazu bestimmt war, Freude zu bereiten, eine Reise antreten würde und dass das alles geschah, weil vor langer Zeit ein Kind die Welt gerettet hatte, und die Menschen sich immer noch darüber freuten. Was für ein schöner Anlaß, auf die Welt gekommen zu sein! Der kleine Schneemann war glücklich.

Weniger schön war es, als er von seinen Brüdern Abschied nehmen musste. Er versuchte, tapfer zu sein und winkte den anderen ein letztes Mal zu, bevor er verpackt wurde. Danach konnte er nicht mehr sehen, was passierte.

Er fürchtete sich ein bisschen, so ganz allein, aber dann landete er nach einigem Hin und Her zwischen allerlei anderen Dingen, die ihm durch seine Verhüllung hindurch die abenteuerlichsten Geschichten darüber zuflüsterten, wo sie hergekommen waren und was sie dort alles erlebt hatten. Wie viele Häuser es wohl auf der Welt gab? Mehr als vierundzwanzig? Er konnte es sich kaum vorstellen. Welch eine wundersame Welt musste das da draußen sein!

Nun war es fast soweit. Außer ihm war niemand mehr übrig, er war wieder ganz allein, und er machte sich Sorgen. Von seinem Herzenswunsch hatte er bislang auch noch niemandem erzählt. Dieses Kind… er hatte sich viele Gedanken darüber gemacht, und er wusste von seinem ältesten Bruder, dass es in manchen Häusern kleine Puppenstuben gab, in denen die Geburt des Kindes nacherzählt wurde. Ob sie ihn wohl dazustellen würden? Es musste ja gar nicht lang sein, eine Nacht würde ihm schon reichen! Danach würde er klaglos alles tun, was man ihm auftrug, am Weihnachtsbaum hängen oder vor dem Fenster, in einem der seltsamen Kästen mitfahren, die so laut waren und nicht gut rochen, und wenn es sein musste, auch als Schlüsselanhänger sein Bestes geben. Auch, wenn ihn das vermutlich schnell die Nase kosten würde. Oder ein Auge. Aber davor, davor wollte er eine Nacht mit dem Kind verbringen.
Der kleine Schneemann atmete tief ein. Durch seine Verhüllung hindurch konnte er sehen, dass es Tag wurde. Heute war es soweit. Der Rest seines Lebens begann.
Wie es wohl sein würde?

24. Dezember – Heiligabend

Tja. Was soll ich sagen. Heute ist Heiligabend und eigentlich müsste ich jetzt das letzte Päckchen öffnen. Das vierundzwanzigste Päckchen war aber meins und dummerweise habe ich auch das letzte von sehr vielen verschenkt, ohne vorher daran zu denken, es zu fotografieren. Aber eigentlich ist das gar nicht so schlimm, dafür gibt es heute eben ein kleines Rätselraten und ein Special mit Making Off!

Und es gibt mir die Möglichkeit, mich bei meinen Adventsbegleitern zu bedanken. Vielen Dank, kleiner gelber Kumpel, der du ganz unverhofft und ungeplant eingesprungen bist, als der Weiße noch im Kellerverlies gesessen hat:

Mein kleiner, gelber Gute-Laune-Garant. Und vielen Dank, mein dicker Weißer, stets skeptisch, abwartend und dann doch immer bereit, sich begeistern zu lassen:

Das Leben ist nicht stets und ständig wunderbar, aber man kann sich kleine Inseln schaffen, die schön sind. Diese morgendliche Advents-Insel gehörte auf jeden Fall zu meinem Archipel.
Und was liegt da nun um die Engelchen herum? Fluffige, weiße Pompons? Aha? Wer es wissen möchte, lese bitte das Heiligabend-Special 🙂 .

So, und nun: Macht´s gut, ihr zwei, bis nächstes Jahr! Schön war´s mit euch (natürlich verbringen sie bei mir noch ein bisschen Zeit, aber die ist ab jetzt privat. Badeurlaub vielleicht. Oder Skifahren. 🙂 ).

Fröhliche Weihnachtstage euch allen!

23. Dezember

Es ist finster und dunkel heute morgen, aber: Die Lichter an meinem Weihnachtsbaum leuchten schon… gestern Abend bis Mitternacht geschmückt, heute morgen zur Arbeit. Aber vorher ist noch das dreiundzwanzigste Päckchen an der Reihe!

Irgendwie ist meine Kamera heute morgen beleidigt und legt über alles einen leichten Blaustich. Hm. Ist Blau eine beleidigte Farbe? Egal. Meine Engelchen sehen auch leicht blaustichig gut aus.

Ein kleineres Päckchen im Päckchen… sehr spannend…

Lippenbalsam aus Honig, Kakaobutter, Jojobaöl und Bienenwachs! Mmmmm… er schmeckt nach Schokolade… ein sehr guter Tagesstart!
Mmmm… 🙂

22. Dezember

4. Advent! Gleich geht´s auf, im Gottesdienst werden wir heute zu 90% Weihnachtslieder singen, und ich freue mich drauf. Vorher ist aber noch das zweiundzwanzigste Päckchen dran.

Uh-oh, es steht „zerbrechlich“ drauf, das ist ja gar nichts für das gelbe Rabaukenengelchen, wir halten also lieber mal vorsichtigen Abstand, man weiß ja nie…

Oh ja! Die sind wirklich zerbrechlich! Mal sehen, vielleicht schaffen sie es in meinen Weihnachtsbaum… oder doch lieber ans Fenster? So viele Möglichkeiten…

21. Dezember

Samstag! Heute wird wohl der Tag der verstopften Einkaufspassagen werden… und ich muss da auch gleich noch rein. Vorher kommt aber natürlich noch das heutige Päckchen dran! Meine Engelchen sind schon ganz gespannt, es ist so schön weich und wollig unter dem Papier, sowas ist immer besonders spannend, weil man absolut nicht weiß, was zum Vorschein kommt…

Und was ist drin???

Wow! Die ist aber schön! Ich liebe diese kleinen Täschchen, weil man alles hineintun kann… Pflaster, Bonbons, Münzen, Kabelsalat, Streichhölzer, Schleifenband, sogar das Handy würde reinpassen, und zwar mit Ohrstöpsel! Ach ja. Vierundzwanzigmal, das Ganze, erwähnte ich das gelegentlich schon? Boah.

Und während ich noch überlege, was da hineinkommt, nutzt mein kleiner gelber Kumpel das Täschchen für naheliegendste Dinge – Höhlenbau!

Ich sag´s ihm noch nicht, aber irgendwann wird er ausziehen müssen… aber heute noch nicht. 🙂

20. Dezember

Heute morgen gab es ein solides, viereckiges Päckchen. So langsam ist Suchen nicht mehr notwendig, die Päckchen sind sehr übersichtlich geworden…

Eine sehr hübsche Verpackung! Und nach dem Öffnen war das hier zu sehen:

Das sieht… nach…

… Adventsmarmelade aus! 🙂

Bratapfelkonfitüre die zweite! Aber dieses Mal ganz anders, die erste war rötlich, mit Rumrosinen, diese hier sieht ein bisschen aus wie Apfelpunsch. Sehr schön! Nachschub für den Frühstückstisch…

19. Dezember

Die Sonne scheint!!! Und alles ist sofort so viel besser! Frohgemut habe ich heute morgen das neunzehnte Päckchen geholt, und ratet: Es ist schon wieder ein ganz leichtes, sehr flaches, mein gelbes Engelchen musste sich mal wieder als Gewichtheber versuchen und war erfolgreich:

Sehr weihnachtlich, das Papier, und so eine hübsche Schleife! Die gefiel auch anderen, wie man sieht…

Und was war drin in dem leichten, flachen?

Karten! Sehr edle Klappkarten! Woher wussten die eigentlich alle, dass meine Klappkartenbestände restlos alle waren?

Selbstbemalt und selbstgeprägt… wow. Ich stelle mir ja immer vor, einmal ist leicht, zweimal ok, aber vierundzwanzigmal? Und in diesem Fall ja auch noch achtundvierzigmal? Ich schreibe die Zahlen extra aus, dann sehen sie noch beeindruckender aus… 🙂

Ganz nebenbei: Die Apfel-Marzipan-Konfitüre ist sehr lecker, und im Anderen Advent gab es heute meine beiden Helden Calvin und Hobbes, die möchte ich euch nicht vorenthalten (man kann draufklicken, dann wird´s größer):

In diesem Sinne: Nutzt den Tag für das Richtige! 🙂