Was ich im nächsten Jahr garantiert nicht tun werde

Was ich im nächsten Jahr garantiert nicht tun werde:

  • Fallschirmspringen
  • die Zugspitze zu Fuß erklimmen
  • Schuhe mit 10cm Absätzen kaufen (geschweige denn tragen)
  • anfangen, Auberginen zu mögen
  • mehr Sport machen (obwohl, überraschenderweise finde ich Spazierengehen seit einigen Wochen ganz cool)
  • aufhören, Schokolade zu lieben
  • weniger schreiben
  • Sachbücher lesen
  • meinen Neffen vernünftige Geschichten erzählen
  • auf ewig festlegen, was ich mag und was nicht
  • aufhören, Listen zu schreiben

Wir dichten schon 1 Jahr | Der Dienstag dichtet

Zur Feier des Tages: 1 Jahr Der Dienstag dichtet!

banner_der-dienstag-dichtetMir ist am Wochenende aufgefallen, dass es den dichtenden Dienstag schon etwas über ein Jahr alt gibt. Krass! Ich hätte am Anfang nie gedacht, dass ich so lange durchhalte und vor allem nicht, dass ich so viele spannende Mitdichtende finde.
Also, hier ein fettes Danke an euch!

Stachelbeermond
Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Findevogel
Wortverzauberte
Ein Blog von einem Freund
Lyrikfeder
Nachtwandlerin

Ich freue mich auf jeden Dienstag, sowohl das Schreiben als auch das Lesen.
Hab mich dann auch gleich mal an ein neues Banner gemacht, um den Moment zu würdigen. Ihr könnt es gerne verwendet, wenn ihr Lust habt. Außerdem habe ich versucht irgendwie in Gedichtform zu packen, wie cool es eigentlich ist, dass einander Fremde über Gedichte zusammengekommen sind


tagnacht

die erste nacht hat dem tag das licht
geraubt. wir spazieren unbeleuchtet
über dunkle strände. vorbei an einem
schwarzen meer. ich höre schritte, ein
atmen. rieche süßes parfum, veilchen,

Ursprünglichen Post anzeigen 52 weitere Wörter

10 Glückseligkeiten an einem sonnigen Nachmittag

Und dann war Sonntag nachmittag, das Wetter war schön, die kleinen grünen Blätter leuchteten vor dem blauen Himmel und die Bank war frei – was will man mehr? Mehr geht kaum. 🙂
(*klick* für Vergrößerung)

Der Dienstag dichtet! 🙂  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Ok, kein richtiges Gedicht bei mir diese Woche, aber irgendwie zählt das auch, oder? Auch Wortgeflumselkritzelkram, Mutigerleben, Werner Kastens, Findevogel, die Wortverzauberte, Ein Blog von einem Freund, Lyrikfeder und die Nachtwandlerin sind mit von der Partie. Schaut doch mal bei ihnen vorbei, der Dienstag fängt besser an mit ein bisschen Wortzauberei!

Fräulein Honigohr und die Sockenfrage

Fräulein Honigohr und die Sockenfrage

Fräulein Honigohr sitzt auf einer Parkbank und seufzt leise. Heute ist ein Grau-in-Grau-Morgen. Alles fühlt sich nach viel zu früh an, auch, wenn es gar nicht mehr so früh ist. Ein gelbes Blumenblatt segelt neben ihr zu Boden. Sie seufzt noch einmal und starrt es gedankenverloren an. Es ist so wunderschön strahlend gelb und doch: Etwas geht zu Ende.
„Warum hast du deine Socken nicht an?“ fragt eine Kinderstimme mitten in ihre Gedanken hinein. Fräulein Honigohr blickt auf und sieht in zwei braune Augen. Vor ihr steht ein riesiger Schulranzen mit einem winzigen Kind darunter.
„Woher weißt du das?“ fragt sie zurück.
„Du hast nackte Füße. Guck!“ sagt das Kind und zeigt auf Fräulein Honigohrs Beine, die ohne Strümpfe aus ihren Schuhen herausgucken.
„Stimmt. Du hast Recht.“
„Und warum hast du sie nicht an?“ fragt das Kind ungeduldig. „Sie liegen doch neben dir.“
„Ach,“ sagt Fräulein Honigohr, „es gibt Tage für graue Socken und Tage für Ringelsocken. Und heute konnte ich mich einfach nicht entscheiden.“ Sie streicht mit den Fingern über die rotblau geringelten Socken, sieht aber die grauen an.
„Und dann ziehst du gar keine an?“ fragt das Kind. „Das ist doch dumm!“
„Ja, ist es. Aber ich konnte mich trotzdem nicht entscheiden,“ sagt Fräulein Honigohr. „Kennst du das nicht? Wenn man sich nicht entscheiden kann?“
„Doch, schon. Aber manchmal muss ich mich gar nicht entscheiden, da mache ich einfach beides!“ Das Kind lacht. „Zieh doch einfach einen grauen und einen geringelten an! Dann hast du es schön bunt!“
Fräulein Honigohr sieht das Kind an und dann die Socken. Langsam breitet sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus. Dann streift sie ihre Schuhe ab und zieht über den rechten Fuß eine graue Socke und über den linken Fuß eine blaurot geringelte. Sie streckt die Beine aus und wackelt mit den Zehen. „Du hast ab-so-lut Recht!“ sagt sie zu dem Kind, das sie beobachtet. „Vielen Dank!“
„Ich habe immer Recht!“ sagt das Kind.
„Das dachte ich mir,“ sagt Fräulein Honigohr und steht auf. Prüfend betrachtet sie ihre zwei verschiedenen Füße. „Das gefällt mir sehr gut so.“
„Mir auch!“ sagt das Kind. „Ich muss weiter, ich bin schon zu spät.“
„Ich auch,“ sagt Fräulein Honigohr. „Tschüß und machs gut!“
„Tschü-hüß!“ ruft das Kind und hüpft mit seinem riesigen Schulranzen leichtfüßig davon.
Fräulein Honigohr hebt das gelbe Blatt auf und steckt es an ihre Jacke. Dann strafft sie die Schultern und macht sich auf ihren eigenen Weg.

Umkehr

auf dem Weg die Begeisterung verloren
tieftraurig umgekehrt
fand sie am Wegrand
zwischen einem Haufen leuchtender Worte

Waldfrühling

Pferd und Reiter hufen zwischen Stämmen
Zweigmuster bespannen den Himmel
Fahrräder spielen verstecken hinter Hügeln
rhythmisch knackt die Kiefernborke
Spinnwebfäden weben vorbei
endlos oben schwimmt ein Bussard Achten
bodenständig keuchen Jogger Runden
Waldfrühling
die Jagdsaison ist eröffnet

Der Dienstag dichtet! 🙂  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch Wortgeflumselkritzelkram, Mutigerleben, Werner KastensFindevogel, die Wortverzauberte, Ein Blog von einem Freund, Lyrikfeder und die Nachtwandlerin sind mit von der Partie. Schaut doch mal bei ihnen vorbei, der Dienstag fängt besser an mit ein bisschen Wortzauberei!

Drei Wünsche hast du frei

Ich wünsche mir

  • eine Katze oder zwei
  • nette Nachbarn
  • immer jemanden zum reden
  • Tulpen das ganze Jahr über
  • Schokolade, die nie ausgeht
  • Freunde, die mich gern haben
  • Freunde, die ich gern habe
  • eine frische Brise, wenn sie not tut
  • den Liebesroman zur passenden Zeit
  • Marienkäfer auf meinen Blattläusen
  • leise Rasenmäher
  • einen Garten
  • ein Fahrrad, das mir passt
  • immer eine freie Sonnenbank
  • Disziplin, um Ideen nicht nur zu haben
  • Zeit, um Ideen umzusetzen
  • Mut für Veränderungen
  • Durchsetzungsvermögen an der richtigen Stelle
  • Verantwortung abgeben zu können
  • meine Klappe halten zu können
  • dass alle meine Lieben ewig leben
  • Fräulein Honigohr-Fähigkeiten für den kläffenden Nachbarshund
  • jeden Tag acht Stunden Schlaf
  • ein allwissendes Abo meiner zukünftigen Lieblingsbücher
  • Familienfeste mit Familie
  • allzeit Vertrauen
  • eine an- und ausschaltbare Teflonhaut
  • neue Hobbys
  • Gelassenheit

Oh. Das waren mehr als drei?