die Nacht

die Nacht

unnachgiebig schluckt die Nacht das Licht
lutscht Farben schwarz
kaut Konturen krumm
frisst Löcher ins All
spuckt Sterne aus
glühende Kerne im Schwarz
brüllt lautlos dicht über Tannenspitzen
wallt über Wiesen und Fensterläden
drückt sich in die letzten Ritzen
als sie am größten ist
geht ihr das Schwarz aus
sie ist müde
vom überall sein
geht schlafen
im Schattenschwarz von Kiefernzweigen
träumt von Motten und Sternschnuppen
atmet Farbe aus
der Sonnenaufgang
ist rot

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.
Auch Wortgeflumselkritzelkram
Mutigerleben
WernerKastens
die Nachtwandlerin
Myriade
Gedankenweberei
Wortverdreher
Myna Kaltschnee
Lebensbetrunken
der BerlinAutor
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Red Skies over Paradies
Your mind is your only limit
Dein Poet
Geschichten mit Gott
Lindasxstories
Findevogel
und Traumspruch sind mit von der Partie.
Viel Freude bei allen Besuchen!

nachts

nachts

leises Lachen am offenen Fenster
Mottengeflatter
nach und nach
ergeben sich die Nachtlichter
fallen in die schwebende Dunkelheit
der Tag schläft
Schattenblumen rahmen den Himmel
strecken sich zu fernen Lichtern
schweigen unter Satelliten
Sterne weiten sich im Schwarz
kathedralengroß
ab und an
streichelt ein Blatt
sanft meinen Arm

Der Dienstag dichtet!  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch Wortgeflumselkritzelkram, Mutigerleben und Werner Kastens sind mit von der Partie. Wer den Dienstag also mit Gedichten beginnen will: Herzlich willkommen!

6. Dezember, 6. Päckchen

So ein hübsches heute! Handbemalt, Wahnsinn…

Na? Na?

Whow. Sterne. Aus Papier und gestanzt. Ich stelle mir das gerade vor: Da sitzt jemand und schneidet das vierundzwanzigmal aus. Nein, Moment, achtundvierzigmal, faltet und knickt und klebt. Und dann nochmal vierundzwanzigmal die Metallfolie. Hilfe. Wenn es eins gibt, das ich von Herzen hasse, ist es, etwas auszuschneiden und zu falten, ich bin schon mit einem einzigen Stern am Rande meiner Geduld, ich kann mir nicht vorstellen, in welchem Zustand ich wäre, müsste ich das gefühlte hunderttausendmal machen. Respekt! Die beiden Sterne bekommen einen Ehrenplatz bei mir, mal schauen, wo sie die Adventszeit verbringen werden.