verwaschen

verwaschen

die Frühlingsjacke lebt noch
Juniregen färbt den linken Ärmel dunkel
meine Pfützendoppelgängerin zittert
bruchstückhaft
unentschieden wellig
übersät von Asphaltsteinchen
manchmal
kurz nur
klare Silhouetten
entschieden sehe ich mich an
bevor der Regen
mich zertropft
ins
undeutlich verwaschene

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht.
Auch Wortgeflumselkritzelkram
Mutigerleben
WernerKastens
die Nachtwandlerin
Myriade
Gedankenweberei
Emma Escamilla
Wortverdreher
Lebensbetrunken
der BerlinAutor
Vienna BliaBlaBlub
Heidimarias kleine Welt
Red Skies over Paradies
Your mind is your only limit
Dein Poet
Geschichten mit Gott
Lindasxstories
Findevogel
und Traumspruch sind mit von der Partie.
Viel Freude bei allen Besuchen!

Augustregen am Sonntagmorgen

  • zartes Glucksen in der Regenrinne
  • Gummistiefel mit Blumenmuster sind unterwegs
  • meine Topfpflanzen nehmen ein erfrischendes Bad auf dem Balkon
  • der Bürgersteig verliert seine Krähenmarkierungen und glänzt frisch poliert
  • anregender Regenduft in der frisch gewaschenen Wäsche
  • keine zwingenden Spaziergangsnotwendigkeiten in Sicht
  • die Tauben fliegen schnell und senkrecht
  • unerwartet hohe Regenwurmausbeuten bei den Amseln
  • singende Vögel im Regenrauschen
  • zufriedene vormittägliche Stille

🙂 Schön war dieser Morgen!

Was ich am Teencamp nicht mochte

sintflutartiger Regen beim Ankommen

undichte Zeltdächer

Ohrenkneifer im nassen Handtuch

feuchte Jacken

sich morgens unelegant von der Luftmatratze hochquälen

müde Knochen am Abend

müde Knochen am Morgen

klebrige Nudelreste, die problemlos Tesa Powerstrips ersetzen könnten

Kartoffelschrabben

danach Muskelkater im Daumen

beim Zeltabbau zermatschte Nacktschnecken unterm Zeltboden finden

und trotzdem: Abreisen müssen

(kleine Erklärung: Ich war Köchin in einem Zeltlager für Teenager. Und es gab eine ganze Menge Regen in den ersten Tagen)