heute nahm ich

heute nahm ich
eins der Wörter
vom Friedhof
der ungesagten Dinge
mit ins Licht
und siehe
es war quicklebendig

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Dienstag ist Gedichtetag. Wer sich anschließen will, ist herzlich willkommen! Mit dabei sind:

Mutigerleben
Wortgeflumselkritzelkrams
Werner Kastens
Nachtwandlerin
Gedankenweberei
Erinnerungswerkstatt
Lebensbetrunken
Dein Poet
Geschichte/n mit Gott
Suses Buchtraum
Wortmann
Traumspruch
Lyrik trifft Poesie
Voller Worte

16 Gedanken zu „heute nahm ich

  1. Friedhof der ungesagten Dinge? D.h. sie wurden gedacht, aber dann weggedrückt, unterdrückt, verschoben? Und wenn man sie ins Licht stellt, dann werden sie lebendig, so wie der Reuter, als er aus dem Gefängnis kam, dann SEINE Worte ins Licht gestellt hat.

    Schöner Vergleich!

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  2. Das finde ich nicht leicht zu verstehen: Geht es um ungesagte Wörter, also einzelne Wörter, vielleicht ausgestorbene, oder geht es um ungesagte Dinge, die begraben wurden, statt sie mitzuteilen? Für ersteres spricht, dass da „eins der Wörter“ steht und nicht „eins der Worte“. Aber der Friedhof ist doch für ungesagte Dinge. Das geht für mich über einzelne Wörter hinaus. Hmmm. Man könnte sich auch noch Gänsefüßchen dazudenken, dann wäre „quicklebendig“ selbst das quicklebendige Wort.
    Und was hat Fritz Reuter bzw. seine Straße damit zu tun? Rätselhaft…

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    • Du kannst es so verstehen, wie du möchtest – schließlich gibt der Leser sich selbst zum Text dazu, und dann verändert er sich mit jedem Leser. 🙂
      Das Bild kam dazu, weil ich es passend fand und Fritz Reuter auch mit Worten zu tun hatte. War aber Zufall.

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