am Abend

Augen schwer
Kopff dumpff
alless fliiesst
vorbei~ei~ei
Füße warmm
soo waarmm
allle Finger
ruhig
ganzz stilll
ich schrumpffe
aus bunt
wird Breieiei
müde
soo müüdeee
kurzz
nur kurzzz
dannn

🙂

Wer kennt ihn nicht, den Strandschlaf…nur ganz kurz… zzz….

Der Dienstag dichtet!  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch Wortgeflumselkritzelkram und  Mutigerleben sind mit von der Partie. Wer den Dienstag also mit Gedichten beginnen will: Herzlich willkommen!

Wenn …

Wenn…

… ich morgens um zehn schon wieder müde bin
… meine Lieblingsband nervt
… der verschwundene Autoschlüssel mich in Tränen ausbrechen lässt
… ich gereizt bin weil der Wind falsch weht
… Autofahrten mich melancholisch an verschwundene Kindheitsstätten erinnern
… Freunde all ihre schlechten Seiten zeigen
… der Alltag ein langes, graues Band ist
… niemand mich mehr mag
… es nur noch regnet
… dann weiß mein Herz, die Welt ist eine trostlose Einöde mit gelegentlichem Stechmückenbefall. Und das wird sich nie, nie wieder ändern.

 

Aber zum Glück gibt es auch meinen Kopf. Und der weiß, mein letzter richtiger Urlaub war vor dreizehn Monaten.

Es wird Zeit. Noch fünf Wochen.

 

Wenn…
… fünf Wochen länger als die Ewigkeit dauern
… alle, alle schon vor mir Urlaub haben
… der letzte Keks an jemand anderes ging
… seufz

morgens

der Morgen hängt schwer in den Gliedern
das Licht zu grell die Zeitung zu laut
brüllend rasen Autos und Straßenbahnen
hektische Menschen überall
ihre Absätze knallen
Fahrräder drängeln
selbst die Krähen sind schlechtgelaunt
heute ist ein Tag für Umwege
ich trotte die ruhigere Straße entlang
nehme alle Biegungen im Park
meide Kopfsteinpflasterstraßen
suche den Mann mit dem Akkordeon
der immer schon am Morgen spielt
stoppe kurz am blattübersäten Teich
links unten am Himmel
zwischen all den dunklen Wolken
ein Hauch von Rosa
gleich ein heißer Tee mit Milch
der Tag wird besser