Ausgelesen: Auf Liebe gebaut. Von Mary Kay Andrews.

Ich mag Romane, die in den Südstaaten der USA spielen. Also bin ich prädestiniert für Mary Kay Andrews, deren Romane soweit ich weiß alle in den Südstaaten spielen. Es gibt sehr gute, gute und weniger gute Bücher von ihr, und viele der derzeit angebotenen Romane sind schon etwas älter und jetzt erst übersetzt worden, weil sie in Deutschland mittlerweile sehr großen Erfolg hat (zumindest vermute ich das mal angesichts der plötzlichen Schwemme ihrer älteren, frisch übersetzten Bücher). Selbst ihre weniger guten fand ich bisher trotzdem noch immer gut lesbar und besser als vieles andere, was man so in dem Genre bekommt.

So auch dieses Werk: Auf Liebe gebaut gehört meiner Meinung nach nicht zu ihren besten Büchern, ist aber trotzdem gut zu lesen. Der Plot zieht sich ein bisschen, so ähnlich wie gekochte, abgekühlte Spagetti, die man nicht mehr vom Löffel bekommt, aber trotzdem noch isst. Bebe Loudermilk (der Name! Mehr Südstaaten geht nicht!) ist aufs schlimmste betrogen worden, sie wurde von einem Schwindler ausgezogen bis aufs letzte Hemd und braucht einige Zeit, bis sie wieder auf die Füße kommt. Eine willkommene Hilfe ist ihr da ein altes, schäbiges Motel und der darin wohnende Ex-Kapitän Harry Sorentino (schon wieder: Der Name!!). Die Geschichte plätschert hübsch vor sich hin, die Renovierungsarbeiten kommen in Fahrt und Bebe fasst neuen Mut und will Rache: Die Rückeroberung ihres Geldes nimmt einen großen Teil der Geschichte ein. Eine Liebesgeschichte gibt es auch, sie läuft aber eher nebenbei mit. Insgesamt ein ganz netter Roman für laue Sommertage, dessen Rezension ich noch schnell einschiebe, bevor der Sommer ganz und gar und endgültig komplett seinen Hut nimmt. Mehr als ein ganz netter Roman allerdings ist das Buch nicht – da gibt es besseres von Mary Kay Andrews.

Ausgelesen: Zurück auf Liebe. Von Mary Kay Andrews.

Als Keeley ihren Verlobten kurz vor der Hochzeit in Flagranti mit ihrer Brautjungfer Paige erwischt, bekommt sie einen Tobsuchtsanfall, der es in sich hat: Sie legt einen bühnenreifen Auftritt hin, zerkratzt das sehr teure Auto ihres Verlobten und wirft dem Pfarrer den Beweis ins Gesicht: Einen roten Stringtanga. Damit ist sie das Gesprächsthema in der kleinen Stadt in den Südstaaten der USA. Da kommt ihr der Auftrag eines neu hinzugezogenen Fremden gerade recht: Sie soll ein Haus für ihn renovieren und ausstatten.

Das Buch hat eine Menge Tempo, Witz und schlagfertige Dialoge, und die Atmosphäre der Südstaaten schwingt in jeder Zeile mit – dafür mag ich dieses Buch sehr. Es hat ein paar Längen, und in diesem Fall hätte ich mir die Liebesgeschichte etwas mehr im Zentrum gewünscht, aber das ist reine Geschmackssache. Es ist ein wirklich schöner Liebesroman von einer Autorin, die ich sehr mag. Hervorragende Lektüre für den Urlaub und ein schönes langes Wochenende auf der Couch, wenn möglich, mit Kaminfeuer und heißem Punsch. Wenn nicht, geht es auch gut ohne 🙂 .

Ausgelesen: Mit Liebe gewürzt. Von Mary Kay Andrews.

Das war lustig! Eines der lustigsten Bücher der letzten Zeit, ich hatte dauernd ein breites Grinsen im Gesicht beim Umblättern der Seiten. Allerdings nur zu empfehlen für Frauen, ich fürchte, Männer würden nach den ersten zwanzig Seiten die ersten grauen Haare bekommen. Hehe!

Zum Buch gibt´s nicht allzuviel zu sagen, eine lustige Liebesgeschichte halt, hier mal mit einer Menge Lebensmitteln aus dem amerikanischen Süden, es ist Hochsommer und ständig heiß und wir bekommen tiefe Einblicke in die Produktion von Kochshows. Ehrlich, ich glaube, ich kann nie wieder eine Kochshow angucken, ohne auf die Endresultate zu starren und darüber zu spekulieren, wie sie wohl genau entstanden sind und ob ich das wirklich essen würde.

Ich habe schon einige Bücher von der Autorin gelesen, und das war mit Abstand das bisher beste. Perfekt für einen Urlaub im Schnee, wenn es einen friert und der Sommer nur noch eine ferne Ahnung zu sein scheint.

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