Ausgelesen: Der kleine Laden der einsamen Herzen. Von Annie Darling.

Ein Buchladen, der ausschließlich Liebesromane mit Happy End verkauft – was ist das denn für eine geniale Geschäftsidee? Ob das schon jemand umgesetzt hat? Also, ich wäre auf jeden Fall dafür!

Posy Morland, die Hauptfigur im Roman, hat es sich auf jeden Fall in den Kopf gesetzt, ihre geerbte, ziemlich am Boden liegende Buchhandlung komplett auf den Kopf zu stellen und mit diesem Konzept neu zu eröffnen. Dabei gibt es eine Menge Stolperfallen auf dem Weg zum Erfolg, sei es fehlendes Kapital, fiese Immobilienspekulanten oder die eigene Angst vor der Courage. Und auf welcher Seite steht eigentlich ihr alter Jugendfreund, der sie so gerne bis zur Weißglut ärgert? Das wird hier nicht verraten, nur soviel: Wenn man einen solchen Laden eröffnen will, kann man als Autor ja nicht gut seine Ideale verraten – oder?

Ein wirklich netter, sehr gute Laune machender Liebesroman für alle buchsüchtigen Romantikerinnen. Das Cover hält, was es verspricht, und hübsch geschrieben ist es auch noch. Was will man mehr? Diese Autorin behalte ich auf jeden Fall im Auge!

Ausgelesen: Frag nicht nach Sonnenschein. Von Sophie Kinsella.

Katie Brenner will unbedingt in London leben – dort ist das Leben, die Action, die Zukunft – alles. Also legt sie ihren ländlichen Dialekt ab, legt sich einen anderen Vornamen zu und betritt als Marketingassistentin die erste Stufe zum beruflichen Erfolg. Leider ist diese erste Stufe steil und rutschig, ihre Chefin entpuppt sich als Tyrannin und dann verliebt sie sich auch noch in Alex – die Affaire ihrer Chefin…

Einige von Sophie Kinsellas Romanen mag ich, andere eher weniger. Dieser hier ist unterhaltsam, ganz lustig, aber mehr nicht. Die Entwicklung einzelner Figuren im Roman ist ein klein wenig seltsam (um es vorsichtig auszudrücken), an manchen Stellen gnadenlos übertrieben. Vieles ist sehr gelungen, die Autorin kann einfach gut schreiben, aber alles in allem: Durchschnittskost. Nett, wenn man mit einem fiesen Schnupfen auf der Couch festhängt und sich auf mehr einfach nicht konzentrieren kann.

Ausgelesen: Kommt Kuchen, kommt Liebe. Von Amy Reichert.

Ach ja. Wenn sich doch alles im Leben so fügen würde wie in diesem Buch. Als ich das gelesen habe, hatte ich ein übergroßes Bedürfnis nach Harmonie, (ziemlich) heiler Welt und Happy Endings. All das bekommt, wer dieses Buch über das Kochen, viel Liebe, sich langsam entwickelnden Romanzen und Städtebeschreibungen liest.

Ich gebe zu, es ist ein bißchen sehr viel heile Welt auf einmal, aber wer sich von den allgegenwärtigen Zombieinvasionen und Serienmörderserien zwischendurch mal erholen muss, ist hier sehr gut bedient. Dazu ein Cappuccino und ein Schokoladenkeks und die Welt ist für ein paar Stunden im Gleichgewicht. Ganzjahresempfehlung!

Ausgelesen: Es muss wohl an dir liegen. Von Mhairi McFarlane.

Noch ein Liebesschmöker von dieser zur Zeit ungeheuer populären Autorin. Er fiel mir in der Bibliothek (fast von selbst) in die Hände und da konnte ich einfach nicht widerstehen. Und warum auch? Es ist wieder ein gut geschriebener, sehr unterhaltsamer Roman mit sympathischen Hauptfiguren, es gibt wenige Momente, in denen man Delia, die Hauptfigur, schubsen möchte, die ein oder andere Seltsamkeit kann man gut überlesen – sehr nette Ferienlektüre! Und alle Romantikerinnen seufzen… 🙂

Ausgelesen: Irgendwie hatte ich mir das anders vorgestellt. Von Mhairi McFarlane.

Hach. Seufz. Ein Schmöker, eine Liebesschnulze, wie sie im Buche steht. Von Frauen für Frauen. Eine Frau wird geküsst, dann ungerechtfertigt gemobbt, flieht, findet den Mann ihrer Träume, kapiert es erst nicht, aber dann! Dann doch. Immerhin (dieser Satz hier ist für alle mittlerweile zutiefst empörten Feministinnen) verliert sie nie bis selten ihre Denkfähigkeit und gibt sich nicht vollständig für die Liebe auf, Humor hat das Buch auch noch und ich hab es in einem Rutsch durchgelesen. Ich gebe zu, danach habe ich mich gefühlt, als ob ich eine komplette Schoko-Sahne-Creme-Torte alleine gegessen hätte: Mir war ein klein wenig blümerant. Und brauchte erst mal ein klein wenig Abstand zu Liebesromanen aller Art, aber das war es wert.

Hach.