Ausgelesen: Kluftinger. Von Klüpfel/Kobr.

Der Jubiläumsband: Nr. 10 in der Reihe um Hauptkommissar Kluftinger! Wenn eine Krimireihe dermaßen erfolgreich ist und die Autoren dermaßen schlitzohrig, muss es hier natürlich etwas Besonderes sein: Kluftinger wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Jemand hat es auf ihn abgesehen und sorgt schon einmal für seine Beerdigung, mit Kranz und Holzkreuz, auf dem sein Name eingraviert ist. Nach außen hin gibt Klufti sich ungerührt, aber der „Streich“ trifft ihn innerlich härter als er zugeben würde. Als die „Streiche“ heftiger werden und es schließlich Tote gibt, muss Kluftinger tätig werden und tief in seiner Vergangenheit graben.

Die Rückblenden in Kluftingers Jugendzeit haben mir eher weniger gefallen, aber ich mag Rückblenden sowieso in keinem Buch, sie unterbrechen den Lesefluss und bringen mich aus der Handlung heraus. Meiner Meinung nach könnte das alles zusammen am Anfang des Buches stehen und dann kommen wir möglichst schnell zur Gegenwart, in der es dann einheitlich weitergeht. Hier wäre das nicht möglich gewesen, da die Rückblenden notwendig für die Handlung sind. Na gut, die Kröte habe ich also geschluckt. Ansonsten war das Buch eine ziemlich wilde Mischung aus Spaß, unerwartetem Ernst, überraschend emotionalen Szenen, Albereien, Cameo-Auftritten bekannter Persönlichkeiten, absurden Situationen und recht viel Spannung. Der Leser lernt Kluftinger intensiv kennen und erfährt Hintergründe, und auch Martin Langhammer hat seinen Auftritt.

Für alle Fans der Reihe ist das Buch ein Muss. Für alle anderen: Wer leichtere Krimikost mag und zwischendurch gern lacht, ist hier goldrichtig.