Wenn …

Wenn…

… ich morgens um zehn schon wieder müde bin
… meine Lieblingsband nervt
… der verschwundene Autoschlüssel mich in Tränen ausbrechen lässt
… ich gereizt bin weil der Wind falsch weht
… Autofahrten mich melancholisch an verschwundene Kindheitsstätten erinnern
… Freunde all ihre schlechten Seiten zeigen
… der Alltag ein langes, graues Band ist
… niemand mich mehr mag
… es nur noch regnet
… dann weiß mein Herz, die Welt ist eine trostlose Einöde mit gelegentlichem Stechmückenbefall. Und das wird sich nie, nie wieder ändern.

 

Aber zum Glück gibt es auch meinen Kopf. Und der weiß, mein letzter richtiger Urlaub war vor dreizehn Monaten.

Es wird Zeit. Noch fünf Wochen.

 

Wenn…
… fünf Wochen länger als die Ewigkeit dauern
… alle, alle schon vor mir Urlaub haben
… der letzte Keks an jemand anderes ging
… seufz

Ausgelesen: Und ruhe in Frieden

Ausgelesen: „Und ruhe in Frieden“ und „Kein Grund zur Trauer“. Von Deborah Crombie.
p1010675Band drei und vier aus der Reihe um Superintendent Kincaid, ausgeliehen bekommen von Catrin. Zwei Bücher, die gut für die kalte Jahreszeit geeignet sind – draußen ist es kühl und naß, es wird früh dunkel, und die Autorin verbreitet bestes britisches Kopfkino. Ein bißchen, als ob man vor dem warmen Kamin sitzt und eine heiße Schokolade neben sich stehen hat, so fühlt es sich an, diese Krimis zu lesen. Man ist gut aufgehoben und mag die immer wiederkehrenden Charaktere in den variierenden Schauplätzen. Die Mordfälle erinnern an traditionelle Kriminalromane aus den dreißiger und vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts, trotzdem ist es immer wieder seltsam, dass man sich bei der Ermittlung in einem Mordfall so zuhause fühlt. Vielleicht, weil es um sehr bekannte, menschliche Gefühlslagen geht, die jeder kennt? Auf jeden Fall könnte man glatt süchtig danach werden. wenn man nicht aufpasst. Glücklicherweise gibt es ja noch ein paar Bände in der Reihe!