Ausgelesen: Tod in der Bibliothek. Von JB Lawless.

Ja, ich geb´s zu: Ich habe den Krimi wegen des Titels gekauft. Ich meine, echt jetzt, wer kann denn da widerstehen? Klassischer geht es nicht mehr, und ich habe mich schon an einem langen Winterabend mit einer Tasse Tee in meinem Lieblingssessel sitzen sehen, wie ich vertieft und entspannt in diesem Buch lese.
Was gibt es zu sagen? Das Buch ist ein klassischer Krimi, er spielt in der irischen Provinz im Winter 1957. Das Land ist eiskalt und tief verschneit, und in der Bibliothek eines Herrenhauses wird ein toter Pfarrer aufgefunden. Der junge Detective St John Stafford macht sich auf, den Fall zu klären.
Und so eiskalt wie das Land entwickelt sich auch der Krimi. Die Einsamkeit aller Figuren wird durch das Wetter gespiegelt, jeder hat Geheimnisse, niemand hat Freunde, und wenn der Detective sich durch meterhohen Schnee quält, könnte das auch eine Metapher für sein Leben sein. Es fröstelt einen, je weiter man liest, und irgendwann musste ich es kurz beiseite legen und etwas Heitereres lesen, damit ich weitermachen konnte. Der Krimi hat ein bedächtiges Tempo, das bis zum Schluß gleich bleibt, und als ich es ausgelesen hatte, war ich ein klein wenig erschöpft.
Das Buch ist das erste einer Reihe. Ob ich weiterlesen werde? Hm. Mal sehen. Fürs erste brauche ich keine Fortsetzung.