Ausgelesen: Solange es Schmetterlinge gibt. Von Hanni Münzer.

Dieses Buch habe ich ausgeliehen bekommen, es war ein kleines Experiment, und leider hat es mich nicht begeistert. Penelope lebt zurückgezogen in selbstgewählter Einsamkeit, nur ihre 80jährige Nachbarin Trudi bringt etwas Frische in ihr Leben. Dann zieht ein neuer Nachbar in ihr Mietshaus, und die Dinge entwickeln sich…

Tja. Ich habe nur leider nicht so ganz begriffen, wohin eigentlich. Ist das Buch nun ein Liebesroman? Oder eine Art missglückter Krimi? Oder eine Selbstfindungsgeschichte? Oder behandelt es einen tragischen Verlust und den Weg, wieder ins Leben zurückzufinden? Ich weiß es nicht. Es scheint, als ob die Autorin sich nicht entscheiden konnte und alles auf einmal versucht hat. Und so schliddert man beim Lesen erstaunt von einem Genre ins andere, und während man noch versucht, Sympathie für die Hauptfigur zu entwickeln, landet man schon im nächsten, völlig anderen Plot.

Dazu kommt noch, dass mir die Sprache nicht gefallen hat. Das ist persönlicher Geschmack, aber es hat die Sache nicht einfacher gemacht. Und so habe ich angefangen zu lesen, dann zu blättern, zu überspringen, bis ich einen großen Sprung direkt zum Ende hin gemacht habe, das ich angesichts des Anfangs seltsam fand, das sich aus den Genresprüngen aber erklärt. Mein Fazit: Kann man lesen. Muss man aber nicht.