10 unterseeische Geheimnisse

10 unterseeische Geheimnisse

  1. Meerpferde wiehern nicht, sie blubbern. Laut.
  2. Muscheln sind schlimme Tratschtanten. Gerüchte verbreiten sich bei Ihnen schneller als eine Flunder über die Muschelbank schwimmen kann.
  3. Meer und Sturm sind streitende Liebende. Zum Schluß versöhnen sie sich immer wieder.
  4. Quallen sind fast immer schlecht gelaunt.
  5. Luftbläschen kichern, wenn sie im Wasser nach oben steigen. Sie sind furchtbar kitzlig.
  6. Haie sind unfassbar eitel. Sie haben immer einen Kamm hinter ihren Kiemen für ihre seegrünen Mähnen.
  7. Walmänner werden immer freundlicher, je dicker sie werden.
  8. Sprottenschwärme sind die Mückenplagen der flachen Gewässer. Sie können es nicht lassen, alles und jeden anzuknabbern.
  9. Leuchttürme sind Riesenstecknadeln, die das Land festpinnen, damit es nicht wegschwimmt.
  10. Flamingofische mögen ihre rosa Schuppen nicht. Sie tragen jeden Morgen wasserfestes, grünes Make-Up auf.

 

22. Dezember, 22. Päckchen

Das letzte Mal früh aufstehen, wenn alles noch finster ist. Heute morgen standen auf dem gesamten Bahnsteig (und der ist nicht kurz!) sechs einsame Frühaufsteher. Dafür war es in der Bahn dann aber auch schön ruhig, es gab jeden möglichen Wunschplatz und kein Zeitungsgeraschel. Schön. Und erleuchtete Fenster. Auch schön. Davor aber gab es Päckchen Nr. 22, das vor-vorletzte. So sah es aus:

Und das war drin:

Gerade eben habe ich sie verspeist, und sie waren köstlich! Gern mehr davon… 🙂

Heute morgen gab es noch eine Entdeckung, für den Inhalt aus Päckchen Nr. 16 hatte ich heute etwas mehr Zeit, und siehe da: Ein verstecktes Geheimnis kam zum Vorschein:

Wie schön. Das habe ich mich heute bemüht, zu tun, und das war wirklich schön: Ein Kollege hatte heute seinen letzten Tag und wollte auf gar keinen Fall eine Abschiedsfeier mit Reden und offiziellem Teil. Und gesammelt werden sollte auch nicht für ihn. Nun ja. Das habe ich natürlich nicht beachtet, trotzdem gesammelt, ein paar Kollegen zusammengetrommelt, die mit ihm zusammengearbeitet haben, Sekt und O-Saft kühl gestellt, Gläser bereit gehalten und dann haben wir ihn in seiner Werkstatt überrumpelt. Er war ein bißchen gestresst, sehr emotional und sehr gerührt, und dann hat er alle umarmt und gedrückt als letzte Tat vor seinem Ruhestand. Licht sein ist manchmal gar nicht so schwer.