Oktober

Oktober

Drachenzeit
unruhig zerren sie an deinen Fingern
drängen fort ins Weite
weiß brennt ihr Atem im Gesicht
drinnen ist es warm
Kakao dampft zuckrig
Tief in den Handflächen
das sehnsüchtige Ziehen kleiner Drachen

Ausgelesen: Talon. Drachenzeit. Von Julie Kagawa.

In diesem Buch ist es mal andersherum: Hier verwandeln sich Menschen nicht in Drachen, sondern Drachen in Menschen. Nachdem die Menschen durch ihre zahlenmäßige Überlegenheit die Drachen fast ausgerottet hätten, haben diese gelernt, sich zu tarnen und menschliche Gestalt anzunehmen, um nicht aufzufallen. Gelenkt werden die Drachen von einer geheimen Talon-Organisation, in der jeder Drache nach einer Ausbildung seinen Fähigkeiten entsprechend eine bestimmte Rolle zugewiesen bekommt. Hauptaufgabe ist die Verteidigung gegen den Geheimorden St. Georg, der Drachen aufspürt, jagt und tötet.

Ember Hill ist ein Drache und in Ausbildung, und so wie es aussieht, hat sie einen Volltreffer gelandet: Kalifornien, Meer, Strand, Sonne und gutaussehende Jungs – was will man mehr? Ein letzter Sommer, in dem sie machen kann, was sie will, bevor sie ihre Aufgabe zugewiesen bekommt. Dann lernt sie Garrett kennen, und was sie nicht weiß: Er ist ein Krieger des St. Georg-Ordens…

Ein Teenie-Roman mit allen Zutaten, die diese Bücher erfolgreich machen: Junge, hübsche Heldin mit besonderen Fähigkeiten, gutaussehende Jungs mit emotionalen Defiziten, die durch die Heldin geheilt werden und ihre Prinzipien über Bord werfen. Dazu wird gesurft, die Sonne scheint, es gibt ein oder zwei unwichtige Alibi-Nebenfiguren und ein oder zwei Figuren, die Potential haben für eventuelle nächste Bücher. Ich vermute, wenn ich das Buch geschüttelt hätte, wäre unten ein bisschen Strandsand herausgerieselt und Sonnencremegeruch hätte sich verbreitet. Soweit ganz ok, meins war es nicht so ganz, aber das macht nichts, schließlich bin ich auch nicht die Zielgruppe. Die dürfte erheblich jünger und begeistert von dem Buch sein 🙂 .