Dezembertorte

Dezembertorte

goldener Wolkenbiscuit
unter perlgrauer Hagelcréme
schneezuckerbestäubt
an Abendrotkonfitüre
auf sahniger Nebelhaube
sternkrokantbestreut
übergossen mit Mondgold
frostig kalt serviert
auf silberweißem Eisteller
nur heute
kostenlos!

Dezembergrau

Dezembergrau

nach Tagen des Sturms
sanfte Regenruhe
kühles Dezembergrau
verlangt nicht mehr
als Anwesenheit
alte Sätze
wie Haltegriffe in der Straßenbahn
warm leuchtend
im Grau

Der Dienstag dichtet!  
Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die Nachtwandlerin, Lindasxstories, Myriade, Gedankenweberei, 
MynaKaltschnee, Wortverdreher und Lebensbetrunken, der BerlinAutor, Vienna BliaBlaBlub und Heidimarias kleine Welt sind mit von der Partie.
Schaut doch mal bei ihnen vorbei, der Dienstag fängt besser an mit ein bisschen Wortzauberei!

Weihnachten

Weihnachten

Was schön wäre:
weißes Erwachen
Apfelsinenduft
durchsungene Gottesdienste
Punsch und Feuer am Ausgang
selbstverständlich zuhause sein
die Gesellschaftsjagd ruhen lassen
frostigstille Nächte durchwandern
dem Stern folgen

Was machbar ist:
Sterne basteln
abends schöne Filme gucken
stille Momente feiern
Gastsein genießen
jedes Lied laut mitsingen
den Nachbarn Kekse anbieten
Apfelsinenduft
Regenwolken willkommen heißen

Der Dienstag dichtet! Also auch der Heiligabend-Dienstag :).  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch Wortgeflumselkritzelkram, Mutigerleben, Werner Kastens und Findevogel sind mit von der Partie. Wer den Dienstag also mit Gedichten beginnen will: Herzlich willkommen! Und frohe Weihnachten allen Gedichtelesern!

Letzter November

der November schließt die Fensterläden
schleicht sich davon
Richtung Süden
vertrieben vom helleren Bruder
der laut sein Recht fordert
tannenzweigwedelnd

Dezember

Dezember

der zwölfte Monat
wie bittere Schokolade
Alltagsgerümpel hinterm Tannengrün
ein Sehnen liegt über den Keksblechen
die Punschbecher zur Hälfte mit Hoffnung gefüllt
nur der zwölfte legt die Seelen blank
verströmt Bittermandelaroma
lässt uns Orangen schälend bang nach oben schauen:

Kommst du?