Ausgelesen: Das grauenvolle Grab. Von Jonathan Stroud.

Schon im letzten Herbst habe ich Band fünf aus der Reihe um die Geisterdetektei Lockwood & Co gelesen – zu meinem allergrößten Bedauern das letzte in der Reihe. Hier habe ich schon einen kleinen Einblick in die Londoner Geisterwelt und ihre Protagonisten gegeben. Bei Reihen ist das Ende meist mit sehr hohen Erwartungen verknüpft, man hat immerhin schon sehr viel Zeit mit den Figuren verbracht, mit ihnen geliebt und gelitten und möchte nun ein adäquates Ende haben, wenn ein Ende denn unbedingt sein muss (ok, den meisten Reihen würde ein schnelleres Ende gut tun, aber es gibt ja Ausnahmen.).

Um es kurz zu sagen: Ja, das grauenvolle Grab ist ein absolut gelungener Abschluss dieser Ausnahmereihe. Er ist nicht zu abstrus, aber auch nicht enttäuschend, nicht alles wird aufgelöst, nicht alles wird beendet. Die losen Fäden verknüpfen sich schlüssig und führen zu einem angemessenen und würdevollen Ende für Lucy, Anthony, Georg und Holly und nicht zuletzt auch für den geheimnisvollen Schädel. Hier schreibt ein Autor, der seine Figuren mag und ernst nimmt und sich auch seinen Welten mit großer Detailfreude und Phantasie widmet. Es war ein Vergnügen, die fünf Bände um Lockwood & Co zu lesen – gerne wieder! Und neue Titel und Serien werden mit großer Vorfreude erwartet.