Zum Tag der Arbeit.

Arbeit.

Was sonst kann uns dermaßen aufregen?
Wo entwickeln wir außerdem soviel Ehrgeiz?
Reißen wir uns irgendwann anders mehr zusammen?
Gibt es irgendetwas, das uns mehr frustrieren kann?
Welcher Vergleich ist schmerzhafter als ein Gehaltsvergleich?
Kann die Freundin uns mit irgendeinem anderen Thema mehr nerven?
Sind Montagssprüche nicht immer die besten?
Wo vergeht Zeit noch langsamer als im Büro zwischen 16.00 und 17.00 Uhr?
Was ist befriedigender als das Wort „Feierabend“?
Welches Wort außer „Kollege“ hat es jahrzehntelang unbeschadet in die nächste Generation geschafft?
Wo lernen wir mehr Menschen kennen, die absolut nicht in unsere Filterblase passen?
Gibt es irgendwo auf der Welt mehr Geburtstagssüßigkeiten als im Büro?
Wo sonst wird soviel Koffein konsumiert?
Was ist aufregender als der Antritt einer neuen Stelle?
Und wird irgendwann mehr Sekt getrunken als auf Verabschiedungen?

Arbeit. Lauter Superlative.

Außerdem ist aber ja auch noch Frühling, also gibt es einen Kirschblütenrausch anstatt ein Bild von einem Locher. So.

Und das wäre der Locher gewesen. Entscheiden Sie, was hübscher ist. 🙂

Wunder können uns nur dann verzaubern…

Neulich im Gottesdienst wurden Karten verteilt. Solche hier:

Ich habe mich sehr darüber gefreut, sie waren mit soviel Liebe gemacht, alle unterschiedlich und einfach schön. Und die Aussage erst! 🙂

Es blieben ein paar übrig, ich habe sie mitgenommen und an ein paar Kolleginnen verteilt, einfach so. Selten hatte ich einen netteren Tagesanfang im Büro, es gab ausschließlich begeisterte Reaktionen. Vielen Dank an die kreativen Bastlerinnen! Und meine hängt nun neben dem Einhorn an der Pinnwand und erinnert mich regelmässig:

Büroalltag

Ich sitze hier
mein Hirn läuft rund
Unlust färbt mein Dasein bunt
werkeln sollt ich eigentlich
doch seht! Faul bin ich ganz fürchterlich!
Fantasie treibt all mein Wollen an
öde Zahlen stellt sie hintenan
und so blick ich sinnend aus dem Haus
zupf dem Himmel bunte Wolken aus
laß sie kugeln, schwirrend fliegen
auf zu ungekannten Siegen
mal mir Ritter, Burgen, Elfen,
die den großen Träumen helfen;
voller großer Tatensprünge
Sieg! verkünden und gewinnen
über trocknen Zahlgebinden,
spinnenschwarzen 1-2-3-Kolonnen
die die Seele trüben und verdorren.
Autsch! ein Schatten über mir
und Elfen, Burgen, Ritter
stürzen fliehend im Gewitter
schneller als du schauen kannst
in ein weithin unbekanntes Land
hinter meinen Monitor
denn der Chef ragt hoch empor
wieder ziehen trüb und grau
1-2-3-Kolonnen aus dem Bau
marschieren spinnenbeinig schwarz
in Endlosreihen geradeaus.
Aber! seht doch, dort am Rande
quillt es bunt hervor
der Chef, er ging, und schon sie kamen
zurück aus dem geheimen Rahmen
des entfernten gläsern Landes
und so siegen letzten Endes doch
Wolkentraum und Ritterjoch!

🙂