Im September könnte man …

  • jede Woche einen (Halb-) Tag zweckfreie Zeit einplanen – dem inneren Gleichgewicht zuliebe
  • in Ruhe frühstücken und es genießen
  • Ausschau halten nach den kleinen Wundern des Tages
  • einen Text, der einem gefällt oder etwas bedeutet, in Schönschrift abschreiben – einfach so, für sich selbst oder zum Verschenken
  • jemandem ein Überraschungspäckchen schicken
  • singen – egal, ob allein oder im Chor
  • nach Apfelbäumen am Wegesrand Ausschau halten, Äpfel ernten und einen Apfelkuchen backen, Apfelmus kochen …
  • sich an einen Lieblingsplatz setzen und lesen
  • sich bei jemandem melden, bei dem man sich schon längst melden wollte
  • den Oberkörper ganz langsam, Wirbel für Wirbel, nach unten zur Erde hin abrollen, Arme locker nach unten hängen lassen, und sich vorstellen: alles, was gerade noch belastend auf den Schultern lag, rollt, purzelt über die Arme und Hände zu Boden – fort… dann langsam, Wirbel für Wirbel, wieder aufrichten, Kopf zuletzt
  • mit einem Lieblingsmenschen essen gehen – oder für ihn/mit ihm kochen
  • im Dunkeln nach draußen setzen und in die Luft lauschen und schnuppern
  • am Ende des Tages 10 Minuten aufschreiben, was einen beschäftigt – den Zettel dann zusammenknüllen und wegwerfen – loslassen

Man könnte …

Im verbleibenden Rest des Novembers könnte man …

Adventskalender basteln
wandern gehen
jemanden anrufen/besuchen, den man schon längst hätte anrufen/besuchen wollen
ins Kino gehen
die Kunst in der Natur wahrnehmen – Farben, Geräusche, Zugvögel am Himmel in erstaunlich geradlinigen Formationen, … – bestaunen und genießen
einen Abendspaziergang machen und in erleuchtete Fenster schauen
das tun, was einem gut tut – und das regelmäßig – und so die Seele weiten
einen Spieleabend organisieren
dem aktuellen Draussenkonzert lauschen: raschelndes Laub, krächzende Krähenvögel, brausender Wind, Zugvögel, …
mit einem Menschen aus einer anderen Generation/einem anderen gesellschaftlichen Milieu etwas unternehmen, Zeit verbringen und Vorurteile abbauen

Mal wieder ein Gastbeitrag von Himmelgraublau – dankeschön!

im Juni könnte man…

picknicken
barfuß laufen – einen Tag lang – und dann noch einen – und noch einen…
Freunde zum Grillen einladen
in die Einsamkeit zurückziehen (mindestens einen Tag) – und schauen, was das mit einem macht
so viele Mahlzeiten wie möglich draußen genießen
neugierig auf Menschen sein – und für sie beten
sich unter einen Baum stellen – und wahrnehmen
Tagebuch schreiben
Erdbeeren pflücken, aber vor allem essen
einen spontanen Ausflug unternehmen – einfach so
zur Lieblingsmusik unterm Sternenhimmel tanzen
die anfallende Arbeit gern tun
über Pfingsten nachdenken
Spargel kochen
in der Hängematte abhängen mit einem Buch – oder mit geschlossenen Augen

(Ein Gastbeitrag von Himmelgraublau – dankeschön!)

Im Februar könnte man…

für ausreichend Schlaf sorgen
den Tag tanzend oder Trampolin hüpfend beginnen zur Lieblingsmusik
nen laaangen Spaziergang machen
und damit dem Winter trotzen
bowlen oder kegeln gehn
sich Zeit lassen
Musik machen oder singen
oder beides
jemanden besuchen
eine Matinée besuchen
einen Brief schreiben
an jemanden der einem wichtig ist
Keller entrümpeln
sich leiden mögen

wintermorgen

Im Januar könnte man…

den Weihnachtsbaum so lang stehen lassen wie er einem gefällt
Vögel füttern
einen gemütlichen Frauenfilmabend machen – mit Schnulze, Chips und Softdrinks oder Glühwein oder Eierpunsch oder…
ein Gedicht schreiben
Schlittschuhlaufen gehen
ein schönes großes Bonbonglas mit „Glücks- und Freudenmomente“ beschriften – und diese auf bunten Zetteln darin sammeln, Tag für Tag
Fotos sichten und was daraus machen – Fotobuch, Kalender, Karten
abends durch die Straßen flanieren und einen kurzen Blick in fremde beleuchtete Häuser erhaschen
in einen dicken Schmöker eintauchen
Menschen anlächeln – gerade auch sich selbst

januar