Josef

Ich bin Josef.
Ich bin Zimmermann.
Holz ist ein wunderbares Material, es ist lebendig und atmet, und wenn man sich auskennt, kann man es in jede nur mögliche Form bringen.
Meine Hände sind rauh und hart vom Hobeln und Schmirgeln, und auf meinen Haaren liegt oft eine Schicht Holzstaub.
Maria scheint das nicht zu stören. Auch nicht, dass ich älter bin als sie.
Maria.
Ich mag ihre Augen und ihr Haar, und die Art, wie sie mit ihren jüngeren Geschwistern spricht. Wir sind uns schon lange versprochen, und ich hatte immer Angst, ich wäre zu alt für sie.
Ich habe ein Kästchen aus Holz für sie gebaut, mit Scharnieren, damit sie den Deckel gut schließen kann. Feines Olivenholz habe ich dafür genommen und mir vorgestellt, wie ich es ihr überreiche.
Aber als sie mir von dem Kind erzählt hat, ängstlich, ja, aber auch so sicher, als ob es keine Zweifel an ihrer Geschichte geben könne, bin ich ohne ein Wort gegangen. Zuhause habe ich das Holzkästchen an die Wand geworfern, mit aller Kraft. Es ist zerbrochen. Ich habe die Teile zusammengefegt und bin schlafen gegangen.
Ich habe lange wach gelegen.
Dann kam der Traum.
Danach war alles anders.
Ich bin Zimmermann. Ich baue Häuser und Truhen. Ich bin kein Schriftgelehrter. Aber dieser Traum war klar und deutlich, und ich sehe ihn immer noch vor mir, sobald ich die Augen schließe.
Noch gestern hätte ich gesagt, so etwas passiert doch nicht, und schon gar nicht mir! Aber es ist passiert.
Maria.
Morgen werde ich das Kästchen reparieren und es ihr bringen.
Und dann werden wir reden.

 

13. Advent

Heute morgen gab es ein praktisches Päckchen, dessen Verpackung ich sofort bei der ersten Sichtung für glühweintauglich befunden habe. Außeneinsätze, wir kommen! 🙂

Aber es ging ja nicht (nur) um die Verpackung! Was war denn drin?

Zwei dicke, runde Kekse (hoffentlich Makronen), für die ich heute morgen aufgrund dramatischer Eile (zu spät! zu spät! Ich bin zu spät!) leider keine Zeit mehr hatte. Dass dann mein Zug erst die Türen nicht öffnete, dann nicht losfuhr, ich dann den späteren Bummelzug nehmen musste und schließlich mit 35 Minuten Verspätung ankam, ist eine andere Geschichte, auch voller Dramatik, herzzerreißender Szenen und viel Verwirrung auf diversen Bahnsteigen. Wo war ich? Ach ja, die Makronen. Sehen Sie? Ich habe es schon entschieden. Es können nur Makronen sein. Ich glaube, ich brauche jetzt einen Tee, und dann werden sie geköpft…

Wer heute noch ein neues Märchen lesen möchte, kann das bei Norbert tun: Drei Wünsche im Eiszapfen. Er ist heute die Nr. 13 im Writing Friday Christmas Special.

12. Advent

Heute morgen lächelte mich ein hübsches, grünes Päckchen an, und auf dem Papier waren so etwas wie Tannennadeln – aber vielleicht sehe ich auch einfach nur überall schon die Weihnachtsbäume, egal, wo ich hingucke… dieses Jahr ist es gar nicht so einfach mit dem Baum – schon eine Woche vor dem Fest besorgen? Oder abends? Aber dann ist es so dunkel und man sieht nichts… schwierig, schwierig. Wo war ich stehengeblieben? Ach ja, das grüne Päckchen Nr. 12. 🙂

Der kleine Stern von gestern passt farblich perfekt zu Nr. 12 – aber es hilft nix, die Verpackung muss weg!

Und was war drin?

Zitronensalz! Sowas habe ich noch nie ausprobiert, aber das wird bestimmt gut – es sieht auf jeden Fall schon mal sehr gut aus. Mal kurz googeln… aha! Für Fisch, Salate und Hühnchen… hört sich sehr gut an.

Hab ich schon mal erwähnt, dass ich diesen Adventskalender liebe?

11. Advent

Heute morgen war ich mächtig in Eile, aber das 11. Päckchen musste unbedingt noch sein! Es war ein ganz leichtes, hübsches rotes:

Ich glaube sogar, es war das bisher federleichteste, eine rote Schneeflocke auf meinem Frühstückstisch sozusagen. Und das hier war drin:

Ein Stern! Aus roten Sternen, passend zur Verpackung, wie schön! Ich glaube, der begleitet mich ab morgen zur Arbeit, auf und um meinen Schreibtisch umzu sieht es nämlich alles andere als weihnachtlich aus, da herrscht bisher nüchternes Arbeitsethos und ab und zu Chaos, sonst nichts. Morgen wird sich das ändern!

10. Advent

Heute morgen gab es eines der interessantesten Päckchen zum Öffnen: Die Nummer 10. Am interessantesten deswegen, weil man so gar nicht erkennen konnte, was drin ist, und ziemlich schwer war es auch noch.

Und was war drin?

Schokomandeln, mit Puderschnee bestäubt! Hmmmm… lecker! Ich habe sie heute nachmittag hocherfreut zum Tee verspeist.

Wer heute noch weitere schöne selbstgeschriebene Adventsgeschichten lesen möchten, kann das bei Ida tun: Schneeflocken in der Nacht. Da wird es einem warm ums Herz… oder wer es poetisch mag, im Buchperlenblog, oder sehr herzergreifend bei flaishtaig. Viel Freude beim Lesen!

9. Advent

Die Verpackung für den 9. Advent ist sehr hübsch, ein kleines Häuschen mit Briefkasten und Vogelfutterhäuschen:

Das Engelchen überlegt… Ob es da einziehen könnte?

Das Öffnen war gar nicht so einfach, ich wollte es nicht kaputtmachen, also kam ich schließlich durch den Keller an den Inhalt heran 🙂 . Und was war es?

Ein Mini-Guglhupf! Wie niedlich? Oder? Ich habe ihn testweise angeschnitten, ganz schön fest, der kleine, und irgendwie – knusprig? Knurps, knurps… beim Probieren stellte sich heraus, es war zwar ein Guglhupf, aber einer für Meisen! Naja, Sonnenblumenkerne sollen ja gesund sein, und die paar Schalen… 🙂 meine Balkonvögel werden sich freuen!

 

8. Advent

Wenn man dann mal zwei Tage weg ist, steht man vor der Entscheidung Päckchen mitnehmen oder beim zurückkommen gleich zwei öffnen? Ich habe mich für Variante zwei entschieden und war gestern Abend glückliche Doppelöffnerin. Hier also Nr. 8:

Eine vielversprechende Tüte! Und was war drin?

Ein Milch-in-Kakao-verzauber-Stab! Mit Zuckerperlen und Keksen! Hach. Vielen Dank!

(fast) zu schön zum Essen… aber nur fast.