November

November
der Dunkle, Sanfte
gewährt uns ruhige Stille
wir sehen nach innen
betrachten was war
und nicht sein wird
kühle Kerzen brennen
erleuchten graue Stunden
die Dezemberorangen
noch ungeschält
vor uns

Oktober

Oktober

Drachenzeit
unruhig zerren sie an deinen Fingern
drängen fort ins Weite
weiß brennt ihr Atem im Gesicht
drinnen ist es warm
Kakao dampft zuckrig
Tief in den Handflächen
das sehnsüchtige Ziehen kleiner Drachen

September

der Goldene
zwischen Hell und Dunkel
webt er seidene Brücken
zieht uns sanft voran
kein Weg zurück
die Taschen voller süßer Birnen
wenden wir den Blick
nach vorn
im Rücken Sommerwärme

August

August

langsamer Abstieg
zufriedene Stille
schläfrige Tage
Laubteppiche rollen sich aus
mit Zwetschgen
Mirabellen
und Apfelmustern
Wespen summen im vergorenen Obst
Sonnenflecken spielen verstecken
mit dem Herbst

Juli II

Vollendung
Sonnensehnsuchtsziel
Regen ausgeschlossen
Letztjahresmuscheln rauschen am Ohr
Verkehrslärm wie Meeresbrandung
unter den Fußsohlen heißer Asphalt
wäre es doch Sand
warm rönne er durch die Finger
und Zehen
Aufbruch
immer dem Möwengeschrei hinterher

Juli

verlassene Büros
verwaiste Schulen
die Stadt atmet aus
verlangsamt sich
blauweiße Cafés
Plastikmuscheln vor Gipsleuchttürmen
Eiskaffee im Strohhalm
Stadtlärmbrandung
am Ohr rauscht die Muschel
Sonnenbrillen spiegeln seeblau
der Kaffee schmeckt salzig
Meeressehnsucht

Juni

Juni

der Halbstarke
jede Minute unbändige Kraft
er treibt uns an
in lange helle Tage
erdbeersüß
durch kurze Nächte
sternschnuppengesäumt
ungestüm jagt er auf das Ziel zu:

Sommer