30. Januar

Oink schnüffelt. „Das ist also Tee?“ fragt er und sieht verwirrt aus. „Ich dachte immer, Tee wäre schwarz und heiß und ich darf nicht reinspringen, weil ich dann Blasen auf der Nase bekomme?“ „Schnee“, berichtige ich, „es heißt Schnee. Und Tee ist auch nicht immer schwarz, obwohl der beste immer schwarz…“ ich verstumme. Das wird zu kompliziert. „Schnee… Schnee…“ murmelt Oink und dreht seine Ohren hin und her. „Er piekst! Und ist weich. Und leise. Ich dachte von drinnen, er würde rascheln, aber das tut er gar nicht…“ Oink tapst mit den Füßen im Schnee herum und guckt über den Balkonkastenrand. „Und das liegt jetzt überall?“ fragt er. Ich nicke. Mir schwirren Worte wie Wetter, Klima und Regionen im Kopf herum, aber ich spreche sie nicht aus. Stattdessen hauche ich auf meine kalten Finger, betrachte Oink, der vor sich hin staunt und beschließe, heute Nachmittag einen Schneespaziergang zu machen. „Wollen wir wieder rein?“ frage ich. „Geh ruhig schon“, sagt Oink, „ich muss noch ein bisschen den Schnee ansehen… er ist so hell, fast wie eine Kerzenflamme, nur kälter… und er riecht wie… wie etwas sehr Neues, oder?“ Ich nicke. Vielleicht bleibe ich doch noch eine Minute draußen.

12 Gedanken zu „30. Januar

      • Der Service ist immer und grundsätzlich ausbaufähig, sie knausert mit den Mehlwürmern, faselt seit Wochen von „Stallpflicht“, weil sie zu faul ist uns aus der Hecke zu klauben, donnerstags kommt sie mit einer ekligen Spraydose…
        Tägliche Eierquote? Im Februar????
        Hast du sie noch alle, Frau Fundevogel??????

        Gefällt 1 Person

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