Warten

Das neue Jahr wartet dieses Mal, bis es langsam losläuft. Es lässt sich Zeit, viel Zeit. Die Spaziergängerdichte ist hoch. Eine Frau lächelt, als drei Schneeflocken vom Himmel fallen. Überhaupt wird viel gelächelt in den Parks. Die letzten Lichterketten leuchten tapfer in die Dämmerung. Am Vogelhaus hat ein rotes Eichhörnchen die Nußbar entdeckt. Es duftet nach Warten in den leeren Straßen, warten auf Freiheit, Licht und Frühling. Über uns ziehen Gänse. Nach Süden? Ihr Rufen klingt sehnsüchtig. Wir spüren es in den Knochen.

6 Gedanken zu „Warten

  1. Oh, dein Gedicht hat mich berührt! 😦 Ich sehe auch sooo viele Menschen spazieren und vorhin war mir, ich hätte Kraniche gehört. Ziehen sie nach Süden, ziehen sie zurück zu uns? Ich konnte es nicht sagen. Da ich aber hier auch die Hoffnung rieche, hoffe ich, dass sie bald zurückkommen. 🙂

    Liebe Grüße
    Alina

    Gefällt 1 Person

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