Ebbe

Ebbe

ich höre das scharfe Zischen des Nichts
es schiebt sich zwischen Strandkorb-Ritzen
zerschneidet den Horizont in oben und unten
saugt Salzwasser aus dem Meer
löst Strandburgen auf
fährt kühl in Möwengefieder
schiebt mir Schlafsand unter die Lider
singt in allen Prielen
zuletzt löscht es den Himmel aus
schiebt Grau über das Blau
lässt Tropfen platzen auf Schlick und Sand
aber
heute Nacht
hat der Mond ein Einsehen:
Hochwasser um sechs Uhr siebzehn

Der Dienstag dichtet! 🙂  Katha kritzelt hat diese Aktion ins Leben gerufen: Jeden Dienstag wird ein Gedicht aus eigener Herstellung veröffentlicht. Auch WortgeflumselkritzelkramMutigerlebenWerner KastensFindevogel, die WortverzauberteLyrikfederDer BerlinAutorNachtwandlerinLindas x Stories, Myriade, Gedankenweberei, MynaKaltschneeWortverdreher und
Lebensbetrunken sind mit von der Partie. Schaut doch mal bei ihnen vorbei, der Dienstag fängt besser an mit ein bisschen Wortzauberei!

14 Gedanken zu „Ebbe

  1. Ich will zurück an die Nordsee! *heul* Aber sie ist am anderen Ende des Landes … 😛 Beim Lesen deines Gedichtes konnte ich richtig die Salzluft riechen und Möwen kreischen hören. Und das leise Rauschen des Meeres, das sich langsam zurückzieht. Schön! ❤

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