Ausgelesen: Wie Eulen in der Nacht. Von Maggie Stiefvater.

Manchmal brauchen Menschen ein Wunder. In der Wüste von Colorado gibt es ein kleines, seltsames Dorf mit seltsamen Bewohnern und einer wirklich eigenartigen Familie: Die Sorias. Einer oder eine von ihnen ist immer ein Heiliger, der für Menschen Wunder wirken kann, allerdings nur den ersten Teil des Wunders. Den zweiten Teil müssen die Hilfe suchenden Menschen selbst vollbringen, und das kann auch durchaus schief gehen, wie man im Dorf sehen kann: Die Frau, über der es immer regnet, der Riese oder der Priester mit dem Koyotenkopf sind nach dem ersten Wunder dort geblieben, weil sie das zweite nicht zustande bringen konnten. Die Heiligen dürfen ihnen nicht helfen, weil sonst etwas schlimmes passiert… und wie man sich denken kann, wird diese Regel im Buch gebrochen.

Ich mag Maggie Stiefvater, ihre Art zu schreiben und ihre eigenwilligen Charaktere, sonst hätte ich wohl Schwierigkeiten mit diesem Buch gehabt. Sie schreibt verrätselt, mal distanziert, mal sehr nah an den Figuren, und ihre Wüstenwelt in Colorado ist staubig, rot, heiß und lebensfeindlich, aber immer lebendig. Hinter den Zeilen spielt sich genauso viel ab wie in ihnen, und das ist manchmal etwas anstrengend zu lesen. Trotzdem: Für mich ein schöner, sehr anderer Fantasyroman, den ich sehr gerne gelesen habe.

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