Ausgelesen: Saint Lupin´s Academy – Zutritt nur für echte Abenteurer! Von Wade Albert White.

Dieses Buch hatte ich lange auf meiner Wunschliste stehen, denn die Rezensionen dazu klangen sehr gut, das Cover sah einladend aus, und außerdem bin ich stets und ständig auf der Suche nach eventuellen Harry Potter Nachfolge Büchern!

Kurz zum Buch (die Inhaltsangabe kann ja jeder ohne große Mühe überall im Netz finden): Anne wird endlich, endlich 13 Jahre alt und darf nach einer fast unendlichen Zeit das öde, feindliche Waisenhaus verlassen, in dem sie lebt und damit auch dessen finstere, fiese, unheimliche Leiterin. Endlich bekommt sie das Ticket, mit dem sie das Schiff betreten darf, um auf Abenteurermission zu gehen – oder? Das Undenkbare geschieht, sie bekommt im Gegensatz zu ihrer besten Freundin Penelope kein Ticket, stattdessen muss sie ein weiteres Jahr im Waisenhaus bleiben und hart arbeiten, selbstverständlich ohne Lohn, ein ungemütliches Bett und dünne Suppe sind doch wohl Lohn genug – oder? Ein paar Leseminuten weiter weiß man, so einfach wird es die Leiterin des Waisenhauses nicht mit Anne haben, ein magischer Handschuh, eine Prophezeiung, Drachen, ein Zauberer und das Ultimative Handbuch für Abenteurer finden ihren Weg zu Anne und die Dinge nehmen ihren Lauf…

Das Buch hat mir gefallen, auch wenn es manchmal kleine, seltsame Hüpfer und sehr krasse Wendungen in der Handlung gibt. Diese kleinen Ruckler sind zu verschmerzen, denn die Ideen im Buch sind einfach zu gut. Allein die im Raum schwebenden Ebenen,  auf denen die Abenteuer spielen, sind für sich schon eine geniale Erfindung. Dazu kommt eine Menge Humor und eine größere Geschichte, die ab und an zwischen den Zeilen (manchmal auch in den Zeilen)  aufscheint und Lust auf weitere Abenteuer macht. Schade ist, dass manche Handlungsstränge völlig ins Leere laufen und nicht weiter verfolgt werden, obwohl es sich mit Sicherheit gelohnt hätte, sie weiter zu schreiben und irgendwie wieder ins Ganze einzubinden. Man merkt, dass dieses Buch der Erstling des Autors ist, da ist durchaus noch Luft nach oben.

Mein Fazit: Die Abenteurer-Academy ist definitiv kein Harry Potter Nachfolger. Aber das ist nicht schlimm, sie kann durchaus für sich allein stehen. Es gibt ein paar absurde Wendungen und Brüche, die aber durch die Originalität der Geschichte wieder wett gemacht werden. Das Buch ist sehr gut lesbar, flüssig geschrieben und für Kinder ab zehn gedacht, aber wie man sieht, können auch Erwachsene es ganz gut lesen 🙂 . Wirklich seltsam fand ich nur das Cover, bei dem man fast annehmen könnte, der Gestalter hat das Buch nicht gelesen – es steht die falsche Figur in der Mitte. So gern ich Penelope als Figur im Buch auch hatte, sie ist nicht die Hauptperson! Es hat ein bisschen gedauert, bis ich begriffen hatte, dass die Hauptfigur in diesem Fall rechts neben ihr steht, warum auch immer – dies als kleiner Hinweis für alle zukünftigen Leser.

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