Wieder einmal gelesen: Süß ist der Tod. Von Diane Mott Davidson.

Es gibt Zeiten im Leben, die sind nicht schön. Man wird kräftig durchgeschüttelt und ist traurig, und Trost zu finden ist nicht einfach. Neue Bücher kommen gerade nicht in Frage, es gibt keinen Platz für die Geschichten anderer Leute, stattdessen hätte man lieber eine Decke und würde gern das Denken einstellen, wenn das denn möglich wäre. In solchen Zeiten kommen die Herzwärmer-Bücher hervor, die, die man schon lange kennt, mit denen man eine gemeinsame Geschichte hat und bei denen man ganz sicher weiß, dass sie einen trösten werden.

Ein solches Buch ist „Süß wie der Tod“ von Diane Mott Davidson und einige andere Bücher aus dieser Krimireihe. Die Heldin heißt Goldy und ist Partylieferantin, und sie hat die Eigenschaft, in Mordfälle hinein zu stolpern. Außerdem liebt sie das Kochen und Schokolade (wie ich) und ihr Leben ist nicht unbedingt perfekt, aber sie steht immer wieder auf und macht weiter.

Die Bücher sind nicht perfekt geschrieben, es gibt seltsame Handlungslücken, und manchmal scheint die Autorin ein bisschen zu viel Vertrauen in die Kombinationskünste ihrer Leser zu haben, aber trotzdem war sie von 1990 an etwa fünfzehn Jahre lang recht erfolgreich mit dieser Serie. Ich habe damals jede Neuerscheinung von ihr gekauft, weil ich die Atmosphäre in den Büchern geliebt habe. Und das ist heute immer noch so. Die Geschichten spielen in der fiktiven Bergstadt Aspen Meadow, Colorado, USA, und das dortige Wetter könnte man fast als weitere Romanfigur sehen, die im Hintergrund mit Schneestürmen und anderen Extremwetterlagen eifrig mitspielt. Wichtig sind auch die Koch- und Backrezepte, die in der jeweiligen Handlung eine Rolle spielen und durch und durch amerikanisch sind. Einige davon habe ich ausprobiert, mit sehr wechselhaftem Erfolg. Es gibt skurrile Nebenrollen wie die des General Bo oder Marla, die zweite Ex-Frau von Goldys gewalttätigem Exmann, die ihre beste Freundin wird und einen zweifelhaften Modegeschmack hat.

DM-Preise! Lang ist´s her.

Alles in allem gehört diese Reihe zu den wenigen, von der ich fast alle Bücher habe und die ich tatsächlich mehrfach gelesen habe, vermutlich, weil mir Goldy sehr sympathisch ist, ich ihr Umfeld mag und die USA in dieser Zeit eines meiner Lieblingsländer war (ist es immer noch, nur gerade aktuell – nun ja.). Goldy und ich kennen uns jetzt schon seit über zwanzig Jahren und ich denke, sie wird in meinem Buchregal bleiben und niemals aussortiert werden. So was passiert anderen nämlich durchaus von Zeit zu Zeit. Man muss ja auch Platz für Neues schaffen 🙂 .

Man beachte den ausgeblichenen und gebrochenen Buchrücken. Nicht nur Teddys werden abgeliebt.

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