Ausgelesen: Eva und der Zitronenfalter. Von Susanne Niemeyer.

Allein der Titel! Nur deswegen muss man es eigentlich schon haben, dieses Buch. Wer schon immer ein wenig frustriert darüber war, dass über die Frauen in der Bibel weniger diskutiert wird als über die Männer, hat hier die perfekte Vorlage: Neunzehn Mal ist eine Frau die Hauptperson in Susanne Niemeyers Buch. Nach dem Lesen ist man garantiert nicht immer einer Meinung mit der Autorin, hat aber eine Menge Gesprächsstoff und mit Sicherheit neue Denkanstöße bekommen. Mit Humor, Leichtigkeit und einer großen Portion Unbekümmertheit holt sie die biblischen Persönlichkeiten in unsere Gegenwart, setzt sie vor uns hin und sagt: So. Jetzt seht euch mal an und schaut, wie ihr miteinander klarkommt. Und dann sitzt man da und muss wirklich erst mal denken (was ja manchmal nicht ganz leicht fällt, wenn man so tagein-tagaus in den immer gleichen Bahnen rutscht).

Dieses Buch ist ein großer Gewinn für alle Beteiligten: Leser, Diskutierer, Zuhörer und für die historischen Frauen selbst. Selten wurden sie schöner und lebendiger aus ihren oft sehr knapp bemessenen Texten herausgeholt. Der Anfang des Buches geht so:

„Eva war 32 Jahre alt und hatte einen passablen Mann. Der war möglicherweise weniger klug als sie, aber häuslich und verlässlich. Er hieß Adam, Adams Vater war Gott. Damit muss man erst mal klarkommen, auch als Schwiegertochter.“

Ja, muss man wohl, und wer mehr wissen möchte, lese dieses Buch!

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