Ausgelesen: Von hier an wird’s gefährlich. Von Margaret Millar.

Ich schätze diese amerikanische Autorin sehr, und wann immer sich ein Buch von ihr auf dem Flohmarkt findet, ist es meins. Ihre Kriminalromane sind wirklich Romane, keine Krimis, und alles, was ich bisher von ihr gelesen habe, war klar, kühl, elegant und scharf umrissen geschrieben, ihr Gespür für die tieferen Beweggründe der Menschen präzise und genau.
Meist geht es um ein Ereignis, jemand stirbt, und anfangs scheint der Fall klar zu sein. Dann entfaltet sie nach und nach immer mehr Schichten, Gründe und Abgründe der beteiligten Menschen, die Geschichten werden tiefer, die Personen gewinnen an Kontur. Nebenbei beschreibt sie den Mikrokosmos der amerikanischen Gesellschaft und liefert sehr genaue Milieustudien verschiedenster sozialer Schichten.
Dieses Buch spielt um 1970 in Kalifornien an der Grenze zu Mexiko. Ein Farmbesitzer ist verschwunden und soll nach einem Jahr Abwesenheit für tot erklärt werden. Während der gerichtliche Prozess dafür anläuft, müssen sich alle Beteiligten erneut den schmerzhaften Geschehnissen stellen. Dabei zeigt sich, dass niemand das Verschwinden des Farmers verarbeitet hat, und längst nicht alles so gelaufen ist, wie es vor einem Jahr aussah… der englische Titel des Buches lautet: „Beyond this Point are Monsters“, und ich finde ihn außerordentlich passend für das Buch – und es geht hier nicht um blutrünstige Verbrechen oder ähnliches.

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