Im Ozean des Alltags

durchkreuze ich Schönwetterperioden und Brackwasser,

wilde Stürme und fliegende Fische,

erleide Schiffbruch und finde Rettungsinseln.

Das Wasser: Tintenschwarz oder durchsichtig glitzernd,

hohe Wogen lassen mich zittern, zähe Flauten machen mich träge.

Manchmal kommt Nebel auf und ich weiß nicht mehr, wo ich bin.

Dann rufe ich und höre nur meine eigene Stimme und fürchte mich.

Ich finde dich nicht, denn ich vermute dich im Sonnenschein, im Hellen, auf den Inseln.

Du aber bist das Wasser.

Wilder Sturm, tintenschwarz oder durchsichtig glitzernd.

Angsteinflößend wogend oder friedlich und ruhig.

Du bist der Nebel, tausend feine Tröpfchen berühren mein Gesicht.

Auf dir segle und kämpfe ich, du schenkst Erfrischung und Herausforderung.

Manchmal fürchte ich dich.

Du bist nicht im Sonnenschein, du bist das unbezähmbare Wasser,

wild und atemspendend,

immer da, größer als ich,

du, Herr meines Lebensozeans.

ozean

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